12. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Latina, Italien: Schüsse aus der Luftpistole auf zwei Migranten · Kategorien: Italien · Tags:

In Latina haben Unbekannte aus einem fahrenden Haus heraus mit der Luftpistole gezielt auf zwei Nigerianer geschossen, die an einer Bushaltestelle warteten. Sie wurden leicht verletzt, stehen aber unter Schock. Mitte Juni hatten bereits drei jugendliche in Caserta auf zwei Asylsuchende aus Mali geschossen und dabei lautstark ‚Salvini, Salvini‘ gerufen.

Corriere della Sera | 12.07.2018

Latina, colpi pistola aria compressa contro due migranti nigeriani

Gli ospiti di un centro accoglienza erano in attesa a una fermata del bus a Latina Scalo quando da un’auto in transito sono stati esplosi i colpi. Le vittime hanno riportato solo lievi ferite e sono sotto choc. Indagano i carabinieri: non si esclude la matrice razzista

Alcuni colpi sono stati esplosi ieri da una pistola ad aria compressa contro due giovani migranti di nazionalità nigeriana. L’episodio si è verificato nella tarda serata di mercoledì a Latina Scalo. Secondo la ricostruzione, i colpi sono stati esplosi da un’auto in transito contro i due stranieri ospiti di un centro di accoglienza che erano in attesa dell’autobus. Le vittime hanno riportato solo lievi ferite ma sono sotto choc. Sul caso indagano i carabinieri. Non si esclude che il gesto abbia una matrice a sfondo razziale.

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19. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien: Jugendliche schießen mit Luftpistole auf Migranten und skandieren ‚Salvini‘ · Kategorien: Italien · Tags:

In Caserta haben drei Jugendliche aus einem Auto heraus mit einer Luftpistole auf zwei Asylsuchende aus Mali geschossen. Dabei haben sie ‚Salvini, Salvini‘ gerufen. Einer der beiden Migranten wurde leicht verletzt. Innenminister Salvini stellt die Glaubwürdigkeit der Quelle in Frage: ein soziales Zentrum. Der Mord an einem südafrikanischen Flüchtling 1989 nahe Caserta löste Massenproteste aus, an denen 200.000 Menschen teilnahmen.

La Repubblica | 19.06.2018

Spari contro due ragazzi del Mali al grido ‚Salvini, Salvini‘. Ma il ministro: „Notizia da centri sociali“

Nel Casertano esplosi colpi di pistola ad aria compressa. De Magistris: „L’odio alimenta pulsioni pericolose“

Immigrati aggrediti e feriti al grido di „Salvini Salvini“. Due ragazzi del mali sono stati vittime di un episodio di violenza a Caserta, dove sono beneficiari del progetto Sprar. Lo scorso lunedì, intorno alle 22, i richiedenti asilo Daby e Sekou sarebbero stati avvicinati da una Fiat Panda di colore nero, a bordo della quale viaggiavano tre giovani italiani che hanno sparato alcuni colpi con una pistola ad aria compressa al grido „Salvini Salvini“.

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08. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Il mio Sud, una storia di spazi pieni e spazi vuoti · Kategorien: IT, Italien · Tags: , ,

Artikel des Schriftstellers und Publizisten Roberto Saviano, bekannt durch seine Studie Ghomorra über die organisierte Wirtschaftskriminalität in Italien, zu dem Mord an Soumayla Sacko, einem gewerkschaftlichen Aktivisten, der sich für die Rechte migrantischer Erntearbeiter eingesetzt hat. Gesellschaft und Politik, so schreibt er, haben anders als noch vor ein paar Jahren kaum auf diesen rassistischen Anschlag reagiert und die Community allein gelassen. Dies kommt der Mafia zugute, welche die Migranten je nach Bedarf anheuert oder in Sklaverei hält.

La Repubblica | 08.06.2018

Il vuoto è una grande metafora e spiega per cosa sia morto Soumayla Sacko, il maliano ucciso in provincia di Vibo Valentia. Se società e politica abbandonano gli immigrati, lasciando un vuoto, di loro si occupa la mafia che o li arruola o, se conviene, li schiavizza

di ROBERTO SAVIANO

La storia del nostro Paese è una storia di pieni e di vuoti. Soprattutto di vuoti, vuoti che però non restano tali a lungo perché lo spazio a nostra disposizione è limitato e quindi va occupato tutto. Il vuoto costa caro, il vuoto vale oro. Col vuoto si possono fare affari da decine di milioni di euro. Il vuoto va sfruttato, difeso, presidiato. Il vuoto è una grande metafora, una metafora che spiega moltissime cose. Di certo spiega per cosa sia morto Soumayla Sacko, il 29enne maliano ucciso a San Calogero, in provincia di Vibo Valentia.

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07. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Mord an Migrant in Kalabrien entflammt Tagelöhnerdebatte · Kategorien: DT, Italien, Mali · Tags: , ,

derStandard | 07.06.2018

Vergangene Woche wurde ein Malier getötet. Der Fall bringt die Lage der Erntehelfer in Süditalien erneut ans Licht

Francesco Collini

Vibo Valentia – Bei einer verlassenen Ziegelei bei San Calogero in Kalabrien wollte er Blech für seine Baracke sammeln. Dabei wurde Soumaila Sacko erschossen. Die Kugel, aus über 60 Metern gefeuert, traf ihn am Kopf. Der 29-Jährige war sofort tot, einer der zwei Freunde, die ihn begleiteten, wurde am Bein verletzt.

Sacko arbeitete als Erntehelfer in der Gegend um die Kleinstadt Gioia Tauro, zwischen den Provinzen Reggio Calabria und Vibo Valentia. Vor acht Jahren kam er aus Mali nach Italien und verfügte über einen regulären Aufenthalt. Neben der Arbeit engagierte er sich in der Gewerkschaft „Unione Sindacale di Base“ (USB) für die Rechte der Erntehelfer der Region.

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05. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Proteste in Italien: Neue Regierung, erster Mord · Kategorien: DT, IT, Italien · Tags: , ,

taz | 05.06.2018

In Kalabrien wurde ein Erntearbeiter aus Mali erschossen. Innenminister Salvini hatte zuvor das Ende der Schonzeit für Migranten ausgerufen.

Ambros Waibel

Kaum bekleidete Lega-Chef Matteo Salvini ein paar Stunden das Amt des italienischen Innenministers, als er schon das „Ende des süßen Lebens“ für sogenannte illegale Migranten in Italien beschwor. Sie könnten ihre Koffer packen, alles würde ruhig und wohlerzogen ablaufen, „aber sie müssen gehen“.

Am selben vergangenen Samstag musste dann tatsächlich jemand „gehen“: Sacko Soumali, 29-jähriger sogenannter legaler Migrant aus Mali, Vater einer fünfjährigen Tochter, wurde in Kalabrien von einem Unbekannten erschossen, zwei seiner Freunde wurden verletzt.

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27. Mai 2018 · Kommentare deaktiviert für Griechenland: Aufstand gegen Flüchtlinge – Video · Kategorien: Griechenland · Tags:

ARD Weltspiegel | 27.05.2018

Sie werfen Flaschen und Steine auf die Flüchtlinge, ihre Geduld sei am Ende, sagen sie. Anfangs hätten sie geholfen, wo immer sie konnten. Doch nun, erklären immer mehr Einheimische, könnten sie nicht mehr, es seien einfach zu viele Flüchtlinge. „Wir waren keine Rassisten, erst die politische Untätigkeit hat uns zu welchen werden lassen“, erklären sie ihre Haltung.

Noch vor vier oder fünf Jahren waren die ägäischen Inseln ein begehrtes Ferienparadies, doch seit man mit Lesbos, Kos oder Chios nur noch Flüchtlinge verbindet, will hier niemand mehr Urlaub machen. Dabei ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Ein Desaster! Der Hass wächst. Und auch die Geduld der Flüchtlinge ist am Ende. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen.

Autorin: Ellen Trapp/ARD Studio Rom

26. April 2018 · Kommentare deaktiviert für „Griechenland: Das Comeback des Flüchtlingsthemas“ · Kategorien: Griechenland · Tags: , , ,

Telepolis | 25.04.2018

Die griechischen Behörden registrieren, dass der Landweg über den Evros Fluss gegenüber dem Seeweg über die griechischen Inseln an Attraktivität gewinnt

Wassilis Aswestopoulos

Allein am Montag kamen 153 Flüchtlinge über die Landgrenze der Türkei nach Griechenland. Die Abgeordneten der oppositionellen Nea Dimokratia haben derweil eine parlamentarische Anfrage gestellt, in der von 300 täglichen Grenzübertritten über den Landweg die Rede ist.

Die Nachrichten im Land überschlagen sich. Ein Aufsehen erregendes Urteil des griechischen Staatsrats hebelte kurzfristig eine der Bestimmungen des EU-Türkei-Flüchtlingsdeals aus. Künftig, hieß es in der vergangenen Woche, genießen Asylbewerber in Griechenland wieder eine absolute Bewegungsfreiheit.

Wenige Tage später war das Bild bereits anders. Die Bewegungsfreiheit wurde durch eine neue Bestimmung der Asylbehörde erneut eingeschränkt. Am Wochenende fand schließlich eine Art Pogrom auf der Insel Lesbos statt. Die Polizei nahm die Opfer der Angriffe fest.

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12. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Internet-Archiv zu rassistischer Gewalt in der BRD · Kategorien: Deutschland, Medien · Tags:

Antirassistische Initiative

Webdokumentation „Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen“

Diese Seite stellt eine umfangreiche Suche in der von der Dokumentationsstelle der Antirassistischen Initiative e.V. herausgegebenen Dokumentation “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen“ bereit.

Die bis auf das Jahr 1993 zurückreichende Dokumentation umfasst Geschehnisse, in denen Flüchtlinge durch staatliche Maßnahmen sowie durch rassistische Angriffe der Bevölkerung verletzt wurden oder zu Tode kamen.

07. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien: „Un paese in cui i neri vengono uccisi per strada“ · Kategorien: Italien · Tags:

Nach den wahllosen Schüssen auf afrikanische Migrant*innen in Macerata Anfang Februar, bei denen eine Frau getötet und sechs Männer verletzt wurden, wurde nun der 54-jährige Senegalese Idy Diene in Florenz von einem Pensionär erschossen.

Internazionale | 07.03.2018

Annalisa Camilli

Era sul ponte Amerigo Vespucci di Firenze a vendere ombrelli, Idy Diene, 54 anni, quando è stato colpito da sei proiettili. A sparare il pensionato Roberto Pirrone. Il giorno dopo, circa cinquecento persone sono tornate sul ponte dove è stato ucciso Diene per dire no al razzismo e fermare la violenza da cui la comunità straniera della città si sente minacciata.

Di Diene sappiamo poche cose: era originario di Morola, una cittadina a settanta chilometri da Dakar, in Senegal. Era arrivato in Italia nel 2001 in aereo con un visto turistico. “Ha vissuto a Firenze per sette anni”, racconta Mor Thiame, un amico di Diene che con lui ha condiviso l’appartamento nel capoluogo fiorentino.

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28. Februar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Ein Dorf macht dicht“ · Kategorien: Italien · Tags:

Zeit Online | 28.02.2018

Gorino in Norditalien will keinen einzigen Flüchtling aufnehmen. Die Bürger solidarisieren sich vor der Wahl lieber untereinander: gegen Einwanderer, Politik und Medien.

Von Gabriele Cruciata und Steffen Dobbert, Gorino und Ferrara

Als die Männer aus Gorino hören, der Bus mit den Flüchtlingen sei schon auf dem Weg zu ihnen, rennen sie zum Fischereihafen. Sie schmeißen einige Dutzend Holzpaletten, mit denen an normalen Arbeitstagen Muscheln und Fische abtransportiert werden, auf die Ladefläche eines Autos, fahren damit einen Kilometer vor das Dorfzentrum, genau an jene Stelle, wo die Straße durch die Deichbefestigung verengt ist. Dort stapeln sie die Paletten übereinander, stellen eine alte Blechtonne daneben und bauen ein Partyzelt auf. Einer holt noch rasch seinen Holzkohlegrill von zu Hause und heizt das Feuer an. Die Fischereivereinigung verschickt eine Kurznachricht: Damit alle gegen die Flüchtlinge protestieren können, solle morgen keiner zur Arbeit gehen oder seine Kinder zur Schule bringen. Die Menschengruppe an der Straßenbarrikade wächst schnell auf etwa 150 – Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, Rentner sind dabei. Einige warnen immer wieder vor einer „Invasion“.

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