30. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Libyen: In der Sackgasse, ohne Hoffnung“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags:

Spiegel Online | 30.10.2017

Europa schottet sich ab – die Flüchtlingszahlen sinken. Doch was dieser scheinbare Erfolg bedeutet, zeigt ein Besuch in Libyen: Dort sitzen Flüchtlinge in Gefangenenlagern fest.

Aus Tripoli berichtet Francesco Semprini, „La Stampa“

In Libyen tobt eine humanitäre Katastrophe. Da ist Abu Salim keineswegs das Schlimmste, das einem Flüchtling passieren kann.

Es ist eines der wenigen Gefangenenlager in Libyen, die Journalisten gefahrlos besuchen können. Während andere Zentren im Land zum Inbegriff für Zwangsarbeit, Schlägereien, Folter und Vergewaltigung geworden sind, bietet Abu Salim so etwas wie eine Atempause für diejenigen, die wochen-, wenn nicht monatelang unterwegs waren. Es gibt eine Krankenstation, eine Küche, Schlafräume und Matratzen, Orte für Gebete.

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29. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flucht mit Todesfolgen: Mit der Waffe ins Boot gezwungen“ · Kategorien: Deutschland, Mittelmeerroute, Östlich, Türkei · Tags: ,

taz | 26.10.2017

In Kiel wurde ein Mann festgenommen, der eine Flucht nach Lesbos organisiert haben soll, bei der 54 Menschen starben. Er bestreitet die Tat.

Eiken Bruhn

Ein 27-jähriger Iraker, der in Kiel wegen des Verdachts auf Einschleusen mit Todesfolge in Untersuchungshaft sitzt, bestreitet die Tat. Dies sagte am Donnerstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel, Axel Bieler.

Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten war der Mann am Mittwochmorgen im Ortsteil Strande von der Bundespolizei festgenommen worden, wo er mit Frau und Kind lebte. „Es gab Hinweise von Geflüchteten, die ihn wiedererkannt haben“, sagte Oberstaatsanwalt Bieler der taz.

Ihm zufolge wird dem 27-Jährigen vorgeworfen, an einer Schleusung am 28. Oktober 2015 vom türkischen Küstenort Canakkale zur griechischen Insel Lesbos beteiligt gewesen zu sein, bei der 54 Menschen starben. Gemeinsam mit zwei Mittätern soll er die Flucht vermittelt und organisiert haben. Die Menschen sollen für ihre Flucht 2.200 bis 10.000 US-Dollar an die Schlepper gezahlt haben.

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27. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Così le milizie di Sabratha combattono per i soldi italiani · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

La Stampa | 27.10.2017

I libici: «Da Roma cinque milioni di euro per fermare i barconi». Rivolta delle fazioni contro il clan Dabbashi: «L’accordo è un disastro»

FRANCESCO SEMPRINI

A Sabratha, la città costiera, già feudo dell’Isis e hub delle carrette del mare, si sta consumando una guerra che vede la potente famiglia Dabbashi messa all’angolo da fazioni rivali e militari di Tripoli, sullo sfondo di una lotta intestina per il controllo dei traffici, e di quel presunto accordo tra il clan e l’Italia. Fonti locali parlano di cinque milioni di euro in cambio dello stop dei barconi. Un tesoretto su cui tutti vorrebbero mettere le mani. Ma quei soldi sono mai arrivati in Libia? Se sì, che fine hanno fatto? La Farnesina smentisce categoricamente ogni contatto, ma Hussein Alk-Alagi, portavoce della milizia Al-Wadi, che ha innescato la rivolta anti-Dabbashi, conferma: «L’accordo con l’Italia è stato un disastro». E mentre sulla polveriera di Sabratha spunta anche l’ombra del generale Haftar, ci si chiede chi fermerà l’ondata di migranti in arrivo dal serbatoio del Sahel.

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24. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Das neue Tor nach Europa ist Tunesien“ · Kategorien: Italien, Libyen, Tunesien · Tags: ,

taz | 24.10.2017

Seit den Kämpfen entlang der libyschen Küste steigt die Zahl von Migranten, die die gefährliche Reise über das Mittelmeer von Tunesien aus antreten.

Mirco Keilberth

Während der Flüchtlingsansturm aus Libyen seit Juli deutlich nachgelassen hat, steigt in Italien die Zahl der Ankünfte von Tunesiern. 1.800 meist junge Männer sind in den vergangenen drei Tagen auf Lampedusa und in Sizilien angekommen und wurden in den überfüllten Aufnahmelagern untergebracht.

Obwohl Tunesier kaum Chancen auf einen legalen Aufenthaltsstatus in Italien haben, sind in den sozialen Medien immer mehr virtuelle Reisebüros entstanden, die die Organisation der gesamten Reise von tunesischen Provinzstädten bis zu Kontaktleuten in Italien anbieten. In Häfen wie Teboulba südlich von Monastir, Zarzis nahe der Grenze zu Libyen oder der Inselgruppe Kerkena gibt es lange Wartlisten von Reisewilligen. Das berichten Fischer, die auf ihren Booten regelmäßig Migranten transportieren.

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21. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die Frage der Menschenrechte für Migranten kann man nicht auslagern“ · Kategorien: Afrika, EU, Italien, Libyen, Mittelmeerroute, Niger · Tags: , , ,

NZZ | 21.10.2017

Martina Caroni / Stephanie Motz

Es mag saisonale Schwankungen geben, doch der Druck der Flüchtlingsströme auf Europa bleibt hoch. Immer wieder wird beim Grenzschutz daher um das Ausmass völkerrechtlicher Verpflichtungen gerungen. Zwar ist unbestritten, dass die Abweisung Schutzsuchender an der Grenze unzulässig ist, ebenso wie ihre Rückschaffung in ein Land, in dem sie Verfolgungen ausgesetzt sind. Dennoch bleibt einiges unklar. Gilt das Rückschiebungsverbot auch dann, wenn Schutzsuchende nicht direkt aus einem Verfolgerland, sondern aus sogenannt sicheren Drittstaaten einreisen? Sind die Lebensbedingungen im sicheren Drittstaat bei einer Abweisung an der Grenze zu berücksichtigen?

Angesichts dieser rechtlichen Unsicherheiten kommt es den Staaten gelegen, dass sich beim Grenzschutz ein neuer Trend abzeichnet. Das Zauberwort lautet «extraterritoriales Migrationsmanagement». Ziel der entsprechenden Massnahmen ist es, Migranten gar nicht mehr bis an die Grenzen Europas gelangen zu lassen. Dadurch soll illegale Migration verhindert und Menschenschleppern das Handwerk gelegt werden. Um dies zu erreichen, werden Kontrollaufgaben an Drittstaaten oder private Personen bzw. Personengruppen delegiert.

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18. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Die neue Route der Migranten nach Sizilien · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Tunesien, Video · Tags: ,

Video giving safety advises, for people planing to cross from Tunisia

„Poor, but not desperate. A lot of them try to cross the Med again and again, risking their lives and convinced that this is the only possibility to have a future“, said an Tunisian activist from the Alarm Phone association of Watch the Med.

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Reuters | 18.10.2017

Smugglers offer new routes to Europe for jobless Tunisians

Tunisian smugglers are offering migrants seeking a fresh start in Europe a new route from Africa to Italy

Thousands have made the dangerous 300 km journey between Libya and the Italian island of Lampedusa this year and hundreds more are thought to have died trying to crossing the Mediterranean Sea to reach European shores.

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08. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Armed faction takes over protection of Libyan oil and gas complex, fresh concern over migrants“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Reuters | 07.10.2017

Ahmed Elumami

SABRATHA, Libya (Reuters) – An armed alliance involved in a three-week battle over the Libyan smuggling hub of Sabratha said on Saturday it had taken over protection of the Mellitah oil and gas terminal after expelling a rival group.

An organization called the Operations Room and its allies have been fighting the Anas al-Dabbashi brigade, a major facilitator of migrant smuggling that recently said it had changed tack and struck a deal with the U.N.-backed government in Tripoli to stop boats setting off across the Mediterranean.

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07. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für Niger: Für alle, die in Agadez leben, sind Migranten eine Einkommensquelle · Kategorien: Afrika, Niger · Tags:

Bericht eines Fluchthelfers aus Niger: Ich verdiene mein Geld mit den Reisen von Leuten, die nach Europa wollen. Die Migranten sind wie die Touristen, die hier mal gelebt haben, sie sind ein gutes Geschäft. Seit Europa Niger dafür bezahlt, dass die Polizei gegen Schlepper vorgeht, hat sich deren Lage verschlechtert. Da der Transport von Menschen aber ihre Lebensgrundlage ist, finden sie neue Wege und Routen.

La Stampa | 07.10.2017

Ad Agadez con un trafficante di migranti: “Vendevo uomini e destini per fare soldi”

Il racconto di un passeur del Niger: mi riempio le tasche con i viaggi di chi vuole andare in Europa

Domenico Quirico

Il setaccio funziona. Ad Agadez, crocevia dei migranti verso la Libia, un luogo dove tutte le coscienze sono umiliate, il setaccio creato dall’Europa lascia cadere ormai solo pochi granelli. Ecco: da qui per noi il migrante ritorna invisibile, non esiste più. Ero stato qui pochi mesi fa ed era un fiume di uomini e donne che fluiva nel deserto. Oggi la città sembra morta in un’afa senza respiro, spariti o nascosti i passeur che ne erano i visibili padroni, ritornata la vita e il mercato alla miseria di sempre. La gente se ne sta in giro senza uno scopo, con l’aria di aspettare qualcosa.

È l’ennesima, non l’ultima nessuno si illuda, svolta della Migrazione: che cercherà nuovi alvei e nuove strade. Per raccontarla forse bisogna cercare un altro punto di vista, un’altra angolazione. Il racconto di questo trafficante di uomini per esempio: i ministri europei non lo incontreranno mai uno così. Forse è un errore: scoprirebbero molte cose che non sanno.

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06. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italian effort to stop migrants fuels bloody battle in Libya“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Washington Post | 05.10.2017

By Maggie Michael | AP

It began when a Libyan militia paid by Italy to stop migrants heading to Europe intercepted a group of human traffickers offshore. That confrontation has spiraled into a weeks-long battle among rival militias for control of a Libyan coastal city that has left dozens dead.

The bloodshed in the city of Sabratha is in part an unexpected consequence of Europe’s effort to stem the flow of migrants from Libya across the Mediterranean. It illustrates how easily things can escalate out of control in the chaos of the North African country, where three different governments claim authority and the real power in many areas lies with local militias.

The Sabratha fight has expanded, bringing in outside factions, including Khalifa Hifter, the strongman who controls eastern Libya and is a rival of the weak, internationally recognized government based in Tripoli, headed by Fayez Serraj. Hifter appears to be using the conflict to obtain a foothold in the western part of the country.

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28. September 2017 · Kommentare deaktiviert für ‚Ghost boats‘ drop Tunisian migrants onto sunny Italian tourist beaches · Kategorien: Italien, Mittelmeer, Tunesien · Tags: ,

Reuters | 08.09.2017

Steve Scherer

ROME (Reuters) – The figures jumping from a small boat into the clear shallow waters and running ashore on an Italian beach look like troops practicing a D-Day-style landing, but this is no drill, and these are not soldiers.

The images, caught on camera, show what has become a increasingly common sight on the beaches of Italy’s southern islands – migrants from Africa landing in broad daylight.

“In the past these boats came at night,” said Claudio Lombardo, the local head of the Mareamico (Friend of the Sea) environmental group who filmed the scene on a beach near Agrigento in Sicily on Wednesday morning.

“When they came at night, all you saw was the abandoned boat on the beach the next day and the people were nowhere to be found, and that’s why we called them ghost boats.”

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