26. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libanesische Regierung: Flüchtlinge sollen wieder nach Syrien zurückkehren“ · Kategorien: Frankreich, Libanon, Syrien · Tags:

Deutschlandfunk | 26.09.2017

Die libanesische Regierung will Flüchtlinge aus Syrien wieder in ihr Heimatland zurückschicken.

Präsident Aoun sagte bei einem Staatsbesuch in Frankreich, sein Land wolle nicht darauf warten, dass die syrischen Flüchtlinge freiwillig zurückkehrten. Die meisten Heimatregionen der in den Libanon gekommenen Syrer seien nun wieder sicher. Die Vereinten Nationen sollten ihre Hilfsmaßnahmen für die Menschen lieber dort einsetzen als im Libanon. Die libanesischen Auffanglager gelten als überfüllt und menschenunwürdig. Rund 1,5 Millionen Syrer haben dort Zuflucht gesucht, um dem Bürgerkrieg in ihrem Land zu entkommen.

Frankreichs Präsident Macron distanzierte sich bei Aouns Besuch von dessen Aussagen. Macron sagte, die meisten Flüchtlinge schreckten vor einer Heimkehr zurück, weil keine politische Lösung für Syrien in Sicht sei.

11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „305 Syrian migrants reach Cyprus; 313 are stopped in Turkey“ · Kategorien: andere Länder, Bulgarien, Mittelmeer, Rumänien, Türkei · Tags:

The Washington Post | 10.09.2017

NICOSIA, Cyprus — Cyprus police arrested a 36-year-old man Sunday for allegedly driving one of two boats that brought 305 Syrian refugees to the Mediterranean island’s northwestern coast.

Another 29-year-old man was also taken into custody on suspicion of migrant trafficking.

Police spokesman Michalis Ioannou said the 202 men, 30 women and 73 children arrived about midnight in what is thought to be the largest number of migrants to reach Cyprus in a single day. He said they departed from Mersin, Turkey, on Saturday.

Weiterlesen »

21. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Figuig: Marokko nimmt Flüchtlinge nach Pushback wieder auf · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags: ,

Nach ersten Meldungen scheint der marokkanische Staat die Blockade der syrischen Flüchtlinge bei Figuig, an der marokkanisch-algerischen Grenze, endlich aufgegeben zu haben. Ungefähr 50 Flüchtlinge hatten im März 2017 vergeblich versucht, bei Oujda nahe der Küste von Algerien nach Marokko durchzukommen, auf ihrem Weg nach Europa. Im April 2017 gelangte ihnen die Grenzüberschreitung in der Wüste bis in die Stadt Figuig. Doch marokkanische Militärs nahmen sie fest und schoben sie ins Niemandsland der Grenze zurück, wo sie in lebensgefährlichen Verhältnissen über zwei Monate lang blockiert wurden. – Angesichts zahlreicher heimlicher Übertritte der offfiziell geschlossenen Grenze und zahlreicher marokkanischer Pushbacks nach Algerien in den letzten Jahrzehnten war diese Blockade sehr ungewöhnlich. Marokko hat versucht, auch über internationale Organisationen, Algerien zum generellen Stopp der Weiterflucht von Flüchtlingen und MigrantInnen zu bewegen. Gestern sagte die algerische Regierung den internationalen Organisationen zu, dass sie alle Flüchtlinge im Lande biometrisch erfassen lassen wird. Ein offizieller algerischer Konvoi an die Grenze nahe Figuig konnte die Flüchtlinge im Niemandsland nicht nach Algerien hin aufnehmen, weil marokkanische Militärs auch dies verhinderten. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die Flüchtlinge nun tatsächlich zu den „Orten ihrer Wahl“ in Marokko gebracht werden, wie es seit gestern abend offiziell heisst. Diese Nachricht müsste die wenigen „Menschenrechtsorganisationen“ in Marokko beschämen. Sie hatten stets nur den Druck internationaler Organisationen auf Algerien und Marokko gefordert, nicht aber die freie Weiterflucht. Die Lokalbevölkerung von Figuig hat indes zwei Monate lang zum Teil heimlich die blockierten Flüchtlinge mit Lebensmitteln versorgt, ausgebrochene Flüchtlinge versteckt und zur Weiterflucht verholfen.

Weiterlesen »

07. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Figuig: UNHCR und ai gegen marokkanische Flüchtlings-Blockade · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags: , ,

Am 05.06.2017 hat eine umfangreiche algerische Delegation unter Leitung des UNHCR den gesamten Tag über vor Ort und in Verhandlungen mit der Regierung in Rabat versucht, die marokkanischen Militärs zur Übergabe der restlichen 25 syrischen Flüchtlinge im marokkanischen Grenzgebiet zu bewegen. Dies gaben algerische Regierungssprecher heute bekannt. Die Flüchtlinge sollten zunächst in der nächstgelegenen algerischen Stadt unterkommen, verpflegt und medizinisch betreut werden. Doch die marokkanischen Militärs versperrten den syrischen Flüchtlingen den Weg zum Grenzübergang. Amnesty International protestiert gegen den marokkanischen Push-Back und gegen die Blockade der Flüchtlinge seit dem 17.04.2017. Da es dem UNHCR am 05.06.2017 vor Ort sowie über seine Büros in Algier und Rabat nicht gelungen ist, die Flüchtlingsübergabe durchzusetzen, hat die algerische Regierung ihre Zusage zur Flüchtlingsaufnahme zurückgezogen. Die marokkanischen Militärs unterbinden seit Freitag die Lebensmittelversorgung der Flüchtlinge. Seit Beginn der Blockade am 17.04.2017 verhindern die marokkanischen Militärs dem UNHCR und humanitären Organisationen den Zugang zu den Flüchtlingen.

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/06/syrian-refugees-trapped-in-desert-on-moroccan-border-with-algeria-in-dire-need-of-assistance/

Syrian refugees trapped in desert on Moroccan border with Algeria in dire need of assistance

Moroccan authorities are flouting their international obligations to give protection to refugees by entrapping a group of 25 Syrian refugees in a desert area on the border between Morocco and Algeria and denying them access to asylum and urgent humanitarian assistance said Amnesty International. Weiterlesen »

29. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Figuig: Hochschwangere Syrerin in Lebensgefahr · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags: ,

Seit über einem Monat sind ca. 50 syrische Flüchtlinge im marokkanisch-algerischen Niemandsland blockiert. Sie waren bereits bis in die marokkanische Oasenstadt Figuig gelangt, als sie vom marokkanischen Militär verhaftet und an die Grenze zurückgeschleppt wurden. Nun droht Lebensgefahr für eine Hochschwangere und ihr Ungeborenes.

Die dortigen Lebensverhältnisse im Dreck und Sand, ohne Unterkunft, ohne ausreichende Versorgung und gänzlich ohne medizinische Assistenz sind unbeschreiblich. Die 20-Jährige ist im 9. Monat schwanger und benötigt einen Kaiserschnitt. Die nächste Klinik, wo das gemacht werden kann, befindet sich über 100 Kilometer entfernt in der Stadt Bouarfa.

Die BewohnerInnen von Figuig haben mehrmals für die Befreiung der blockierten Flüchtlinge, gegen die Militarisierung und die ökonomische Vernachlässigung demonstriert. Jetzt sagt eine Oasenbewohnerin dem Journalisten, der zugleich Arzt ist: „Wenn der Frau oder dem Baby Schlimmes zustößt: Unsere Stadt bleibt, aber nicht die Verantwortlichen!“ Der Journalist wurde 2 oder 3 Kilometer vor den Flüchtlingen an der polizeilich-militärischen Blockade aufgehalten, kein Durchkommen. Er beklagt das schreiende Schweigen der Menschenrechts-, Flüchtlings- und Frauenorganisationen in Marokko.

http://www.huffpostmaghreb.com/dr-zouhair-lahna/la-femme-enceinte-la-migration-et-le-desert_b_16863836.html

La femme enceinte, la migration et le désert…

Publication: Mis à jour:
REFUGIES SYRIENNE ENCEINTE MAROC ALGERIE

MIGRATION – En ces premiers jours du ramadan, je me trouve dans la ville de Figuig, venu pour consulter et secourir la jeune syrienne Khaldia, enceinte de presque neuf mois. Weiterlesen »

24. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Réfugiés syriens agonisant entre kalachnikovs algériennes et feus marocains* · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags: ,

Syrische Flüchtlinge hatten, aus Algerien kommend, schon die marokkanische Oasenstadt Figuig erreicht. AnwohnerInnen begannen, sie zu versorgen. Dann griff das marokkanische Militär ein und schob sie in das Grenzgebiet zurück. Auf der einen Seite blockieren sie nun algerische, auf der anderen Seite marokkanische Soldaten. Unter den Refugees sind viele Frauen und Kinder. AnwohnerInnen, NGO’s und Journalisten wird der Kontakt verwehrt. Vermutlich wollen die syrischen Flüchtlinge weiter nach Ceuta, Melilla und Europa. Letzte Nacht hat eine Frau ein Kind geboren, sie befinden sich ohne jegliche Assistenz im Staub des Niemandslands.

Figuig News | 23.04.2017

Une détresse, réfugiées syriennes à Figuig

Des réfugiés syriens arrivent dans la ville marocaine de Figuig via l’Algérie. Ils y restent quelques jours dans la rase campagne pour, après une petite heure passée dans un quartier de Figuig, être évacués vers la zone tampon où ils sont coincés entre deux armées qui ne s’entendent que par le feu et la haine dans des conditions très inhumaines et déplorables.

Weiterlesen »

11. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die EU hat die Türkei als offenes Gefängnis gemietet“ · Kategorien: EU, Türkei · Tags:

Zeit Online | 10.04.2017

Etwa drei Millionen syrische Flüchtlinge sitzen in der Türkei fest, werden ausgebeutet, überleben dank Spenden. Das Abkommen mit der EU hat ihr Los nicht verbessert.

Von Lea Frehse, Izmir

Das mit der Ratte war auch für Yalçın Yanık denkwürdig. Es ist keine drei Wochen her, dass eine syrische Frau in seine Werkstatt kam und um Hilfe bat: Eine Ratte hatte ihr im Schlaf das Ohr angefressen. Yanık brachte sie ins Krankenhaus. „Das sind die Bedingungen, unter denen manche Syrer hier leben“, sagt Yanık.

Izmir, türkische vier-Millionen-Einwohner-Stadt an der Ägäis. Als 2015 Hunderttausende Menschen über das Meer und den Balkan nach Westeuropa flohen, war Izmir ihr Drehkreuz. Flüchtlinge campierten auf der Hafenpromenade, schliefen in Fußgängerzonen und billigen Hotels. Dann schloss die EU ein Abkommen mit der Türkei, und Europas Staaten machten ihre Grenzen dicht. Seither sind die Zelte von Izmirs Straßen genauso verschwunden wie die Willkommensschilder vom Münchner Hauptbahnhof. Aber die Flüchtlinge sind noch da.

Weiterlesen »

14. März 2017 · Kommentare deaktiviert für „SPD will Syrern erlauben, ihre Familien zu holen“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Welt | 13.03.2017

Mit Martin Schulz rückt die SPD in der Flüchtlingspolitik nach links: Die Partei will jetzt die Beschränkung des Familiennachzugs für Syrer aufheben – und geht damit auf Konfrontationskurs zur Union.

Die SPD fordert, dass deutlich mehr syrische Flüchtlinge ihre Familien nach Deutschland nachholen können. Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Eva Högl. Demnach wollen die Sozialdemokraten mit einem entsprechenden Vorschlag in den nächsten Koalitionsausschuss an CDU und CSU herantreten. Schätzungsweise bis zu 150.000 syrische Familienangehörige könnten dann nach Vorstellungen der SPD schneller nach Deutschland geholt werden.

Mit Martin Schulz als Kanzlerkandidat nimmt die SPD damit eine Korrektur in einer zentralen Frage der Flüchtlingspolitik vor. Während der langjährige Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die strenge Regel verabredet hatte, rückt die SPD unter Schulz beim Thema Migration nach links. Zuvor hatte Schulz bereits den Vorschlag abgelehnt, in der aktuellen Situation Flüchtlingslager in Nordafrika einzurichten.

Weiterlesen »

16. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „The Syrian Underground Railroad“ · Kategorien: Lesehinweise, Türkei · Tags: ,

CrimethInc

Migrant Solidarity Organizing in the Modern Landscape

In this report, comrades based on the Syrian border in Turkey describe how they assisted Syrian refugees in escaping to central Europe and tease out the lessons for people engaged in similar work in the United States. Although Syrians themselves led the majority of initiatives to respond to the crisis, people of all backgrounds can play important roles in forming networks of support for the targeted and excluded. As ICE raids intensify around the US, it is time to set up our own emergency response networks and underground railroads.

Syrian refugees trapped against the Turkish border receive water.

Weiterlesen »

07. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU-Gutachter sieht Visarecht für Verfolgte“ · Kategorien: EU · Tags: ,

Wiener Zeitung | 07.02.2017

Luxemburg. Sich gewissenlosen Schleppern anvertrauen, um nach Europa zu kommen? „Unzumutbar“, findet ein wichtiger Gutachter am Europäischen Gerichtshof. Flüchtlinge müssten stattdessen Visa bekommen können. Urteilen die Richter ähnlich, hätte das weitreichende Folgen.

Millionen Menschen hat der mörderische Bürgerkrieg in Syrien außer Landes getrieben. Viele von ihnen haben in der Türkei Zuflucht gefunden. Dafür, dass die meisten von ihnen es nicht bis nach Europa schaffen und dort Asyl beantragen können, sorgen Zäune, Grenzposten und ein Flüchtlingspakt mit der Türkei. Bisher. Doch wenn es nach einem einflussreichen Gutachter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) geht, hat die europäische Abschottung bald ein Ende.

Weiterlesen »

Seite 1 von 1312345...10...Letzte »