08. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Gibraltar 28.10.2012, mindestens 14 Tote – Überlebender berichtet · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

http://www.indymedia.org.uk/en/2012/11/502449.html

Ein Überlebender der 3-Boote-Tragödie vom 28.10.2012 berichtet in einem Interview. Er klagt die spanischen Behörden an. Obwohl sie sich bereits in spanischen Gewässern befunden haben, hat die spanische Seite keine Rettungsoperation gestartet. Und er klagt die marokkanischen Behörden an, die die Boote in spanischen Gewässern aufgebracht haben und Überlebende mit Gewalt nach Marokko zurückgebracht haben – zwei Überlebende sprangen aus Protest ins Meer und verschwanden. Im marokkanischen Tanger kamen die Überlebenden ohne jedwede soziale und psychologische Unterstützung in Polizeigewahrsam.

No Borders Morocco interview sole survivor of tragic sinking of boats
in Straits of Gibraltar on 28.10.12. Full transcript available at
beatingborders.wordpress.com along with mp3 of interview in French
with English and Wolof translation

Weiterlesen »

05. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Neue Flüchtlingstragödie – update: 11 Tote · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: , ,

8 Frauen und 3 Männer wurden inzwischen tot geborgen, nach der Flüchtlingstragödie am 03.11.2012 im Kanal von Sizilien. Erstmals hat sich der Gouverneur von Sizilien direkt nach Lampedusa begeben, um den Überlebenden sein Beileid auszudrücken. Die Boat-people waren aus Somalia geflohen und hatten sich in LIbyen eingeschifft.

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2012/11/04/news/i_naufraghi_a_lampedusa_accolti_da_crocetta-45892317

04. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Neue Flüchtlingstragödie – update: 10 Tote · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Nach einem Notruf am Samstag morgen (03.11.2012) bei der Capitaneria di Porto di Palermo  begannen die Rettungsaktionen vor Ort am Samstagabend. Da war das Schlauchboot bereits weitgehend untergegangen, viele klammerten sich an die schwimmenden Reste, einige Personen waren bereits ertrunken.

http://www.ilsecoloxix.it/p/italia/2012/11/04/APnakkrD-lampedusa_salvati_migranti.shtml

http://www.suedostschweiz.ch/politik/fluechtlingsboot-nahe-lampedusa-verunglueckt?prev=comment%2Freply%2F795124

Rom. – Während die herbeigerufene italienische Küstenwache 70 Flüchtlinge retten konnte, kam für die anderen die Hilfe zu spät. Die Geretteten wurden an Bord eines Schiffes der italienischen Marine gebracht und dort medizinisch betreut. Viele litten bereits an Unterkühlung, hiess es.

Zuerst wurden drei Frauenleichen geborgen. Die Küstenwache setzte die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden oder Toten am Sonntag mit zwei Patrouillenbooten und einem Helikopter fort, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Sie fanden die sieben weiteren Toten.

Ein maltesisches Suchflugzeug hatte das gekenterte Boot am Samstag entdeckt. Am Abend seien dann die italienischen Schiffe in dem Seegebiet eingetroffen. Viele der Flüchtlinge hätten sich da schon stundenlang im Wasser an das halb versunkene Schlauchboot geklammert.

62 Männer und 8 Frauen, eine von ihnen schwanger, seien schliesslich an Bord genommen worden. Sie wurden auf die italienische Insel Lampedusa gebracht.

Aus welchen Ländern die Migranten stammen, war zunächst nicht bekannt. Zumeist versuchen Menschen aus nordafrikanischen Ländern in oftmals kaum seetüchtigen Booten die italienische Küste zu erreichen. (sda)

Quelle: sda
Datum: 04.11.2012, 14:36 Uhr

04. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Boat-people in Seenot: 3 Frauen ertrunken, 70 in Lebensgefahr · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Seit der Nacht von Samstag (04.11.2012) auf Sonntag (05.11.2012) befindet sich ein Flüchtlingsboot mit ungefähr 70 Personen an Bord in Seenot. 3 Frauen sind bereits ertrunken. Das Schiff befindet sich auf der Fahrt von Libyen nach Lampedusa.

Die italienische Küstenwache soll die maltesischen und libyschen Behörden benachrichtigt haben. Ein maltesisches Flugzeug habe das Flüchtlingsboot inzwischen lokalisiert, Rettungsschiffe (aus welchem Land?) seien unterwegs.

http://www.tunisienumerique.com/un-nouveau-drame-de-limmigration-clandestine/151772

30. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Überlebende des Schiffsunglücks bei Gibraltar berichten · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Eine ausführliche Reportage ist in El Pais erschienen, 29.10.2012

http://politica.elpais.com/politica/2012/10/28/actualidad/1351457874_101096.html

29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für 58 Tote bei Gibraltar – Protestkundgebung in Motril, 30.11.2012 · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Protestkundgebung in Motril, wo die meisten Ertrunkenen der vergangenen Woche begraben wurden:

19:00 en la plaza de la Aurora de Motril. Convoca Motril Acoge

http://www.elfaromotril.es/2012/10/29/concentracion-de-denuncia-y-solidaridad-con-las-victimas-de-las-pateras/

29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für 58 Tote bei Gibraltar – pro asyl Erklärung 29.10.2012, 18 Uhr · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,
29.10.2012

Bootskatastrophe in der Straße von Gibraltar

Knapp 60 Flüchtlinge kamen am vergangenen Donnerstag in der Meerenge von Gibraltar ums Leben. Ein Frontex-Flugzeug hatte zuvor das Boot der Flüchtlinge fotografiert.

 

Knapp 60 Menschen starben letzte Woche in der am stärksten überwachten Meeresregion der Welt, der Meerenge von Gibraltar, in der Schiffe und Flugzeuge der Küstenwachen, des Militärs und auch von Frontex präsent sind. Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen?

Am Mittwoch, 24. Oktober 2012, war ein Boot mit rund 70 Flüchtlingen nahe der marokkanischen Stadt Nador in Richtung Spanien aufgebrochen. In der Nacht zum Donnerstag ging ein Notruf von einem Familienmitglied eines der Flüchtlinge aus: Ein Boot mit 71 Menschen an Bord sei auf dem Weg nach Spanien und die Verbindung sei abgebrochen. Daraufhin sichtete ein offenbar maltesisches Flugzeug, das im Rahmen der Frontex-Operation Indalo im Einsatz war, um 1.20 Uhr nachts ein Flüchtlingsboot und fotografierte es.

Am Donnerstag um 14.30 Uhr, also über 13 Stunden nach der Aufnahme durch das Frontex-Flugzeug, lokalisierte der Rettungsdienst der Guardia Civil (Salvamiento Maritimo) das inzwischen halbgekenterte Boot aus Nador. Darauf befanden sich 14 Leichen und 18 Überlebende. Die Überlebenden bestätigten, dass sich bei Ablegen des Bootes 70 Menschen an Bord befunden hatten – es ist somit von 58 Toten auszugehen.

Zum Zeitpunkt der Rettungsaktion befand sich das Boot 11 Seemeilen von der marokkanischen Stadt Alhucemas und rund 20 Meilen von dem Ort der Fotoaufnahme entfernt. Ein schwer verwundeter Flüchtling wurde in ein Krankenhaus in Alhucemas eingeliefert, den 17 weiteren Überlebenden wurde von den marokkanischen Behörden die Einreise verweigert. Sie wurden in den spanischen Hafen von Motril gebracht.

Wie kann es sein, dass ein Frontex-Flugzeug das Boot in Seenot sah, fotografierte, aber offenbar keine sofortigen Rettungsmaßnahmen einleitete? Welche Frontex-Schiffe und Flugzeuge haben sich zum Zeitpunkt der Tragödie in der Region befunden? Warum kam es erst 13 Stunden nach der Fotoaufnahme zu einer Rettungsaktion, nachdem bereits viele der Flüchtlinge ums Leben gekommen waren? Fragen, die unverzüglich zu beantworten sind – von der spanischen Regierung, von Frontex, von Malta und den marokkanischen Behörden.

Quellen:

http://www.abc.es/20121026/espana/abci-rescate-confuso-inmigrantes-desaparecidos-201210261755.html

http://politica.elpais.com/politica/2012/10/27/actualidad/1351370892_526066.html

http://www.abc.es/20121026/espana/abci-rescate-confuso-inmigrantes-desaparecidos-201210261755.html

http://politica.elpais.com/politica/2012/10/27/actualidad/1351370892_526066.html

29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Tarifa bei Gibraltar: Rotes Kreuz berichtet · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Das Rote Kreuz berichtet über die Umstände der Rettungsaktionen in diesen Tagen. Zumeist kommen die Flüchtlinge jetzt auf Meer-untauglichen Schlauchbooten.

http://noticias.lainformacion.com/catastrofes-y-accidentes/accidentes-maritimos/tarifa-no-registraba-una-avalancha-de-pateras-tan-intensa-desde-2004_QQlhyVntvSiZHZVE644Bs4/

29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für 58 Tote bei Gibraltar und die Rolle von Indalo / Frontex / Europol / FP7 · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , , ,

Das Seeunglück, das vor wenigen Tagen bei Gibraltar ca. 58 west- und zentralafrikanische Flüchtlinge in den Tod riss, passierte „unter den Augen“ wichtiger EU-Instanzen. Ein Flugzeug der „Joint Operation Indalo“ überflog das Schiff in Seenot, fotografierte es und schaltete nicht die Rettungskräfte des spanischen Staats ein. Laut Augenzeugen soll es sich um ein deutsches Flugzeug gehandelt haben, laut spanischen Zeitungsberichten um ein maltesisches Flugzeug. Unstrittig ist, dass es sich um ein Flugzeug der EU-Agentur Frontex gehandelt hat, das im Rahmen der „Joint Operation Indalo“ unterwegs war.

Unter dem Akronym „Joint Operation Indalo“ läuft ein polizeilich-wissenschaftliches Fahndungsprogramm im westlichen MIttelmeer, das Satellitenaufklärung und Schiffe-Lokalisierung in Echtzeit miteinander verknüpft. Das Einsatzgebiet ist klein, es erstreckt sich von der Meerenge von Gibraltar (15-20 km breit) bis weiter östlich in die Meeresregion Westalgerien – Andalusien (bspw. Oran-Alicante: 180 km). Es ist eine der am dichtesten überwachten Meeresregionen der Welt.

Die „Joint Operation Indalo“ wird von dem spanischen Staat und von Frontex koordiniert. Das Einsatzzentrum ist in Madrid im ICC, das von der Guardia Civil geführt wird. Weitere Staaten nehmen an der Operation Indalo teil. Begründet wurde die Operation Indalo ursprünglich (2011) mit der Jagd nach Schmugglern. Auch Europol beteiligt sich an der Operation Indalo. Die „Joint Operation Indalo“ arbeitet an der Außengrenze der EU mit Satellitenbildern von EMSA, um „kriminelle Netzwerke“ auf ihrer Reise Richtung EU zu entdecken. Ce-Clad-M liefert die Lokalisierungs-Daten von Schiffen. Frontex informiert, welche zivilen und militärischen Schiffe sich in den beobachteten Regionen befinden. Ob die Guardia Civil ihre Drohnen im Rahmen von Indalo einsetzt, ist unklar. Das wichtigste EU-Forschungsprogramm FP-7 finanziert Forschungsprojekte im Rahmen von Indalo. Die „Joint Operation Indalo“ ist Teil des gigantischen Aufrüstungsprojekts „Eurosur“.

28. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für BBC Reportage zu „Left To Die Boat“ · Kategorien: Frankreich, Italien, Libyen, Tunesien · Tags: , , , , ,

Today 02:05

http://www.bbc.co.uk/programmes/p0101r27

In March last year, 72 African migrants were forced onto an inflatable boat by Libyan soldiers in Tripoli. They were desperate to escape the fighting in Libya and hoping for a new life in Europe. Their boat headed for the small Italian island of Lampedusa, only 18 hours away across the Mediterranean.

There was a Nato naval blockade of Libya at the time and the area was full of military ships and aircraft. Yet, despite a number of sightings, the boat was never rescued.

Fifteen days later it washed up back on Libya’s coast with only 11 survivors on board – two more died soon after.

In this documentary the survivors tell their story to producer Sharon Davis and she investigates how it was that these people were left to die in a boat in one of the most heavily-monitored seas on earth

Seite 102 von 109« Erste...102030...100101102103104...Letzte »