15. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Banu Cennetoğlu und ihre Liste gestorbener Flüchtlinge: Wenn vom Leben nur eine Druckspur bleibt“ · Kategorien: Deutschland, Medien · Tags:

Der Tagesspiegel | 07.11.2017

Die Künstlerin Banu Cennetoğlu erinnert an die Menschen, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind. Sie gibt ihnen Namen. Eine Aktion von Maxim Gorki Theater und Tagesspiegel.

von Rüdiger Schaper

Tote brauchen Namen, wie Neugeborene. Tote brauchen einen Namen und einen Raum, so wie die um sie Trauernden einen Ort brauchen, um trauern zu können. Die Anstrengung, solche Räume zu schaffen, steht am Beginn der Zivilisation und Kultur. Banu Cennetoğlu hat sich dieser Aufgabe verschrieben. Sie ist zu einem Teil ihres Lebens geworden: „The List“.

Banu Cennetoğlu, 1970 in Ankara geboren, ist eine international erfolgreiche Künstlerin. Zu ihren Stationen gehören die Biennale in Berlin und Istanbul, der Bonner Kunstverein, das San Francisco Art Institute. 2009 hat sie den türkischen Pavillon bei der Biennale in Venedig mit gestaltet, 2016 war sie DAAD-Gast in Berlin. Ihre Arbeit dreht sich um das Sammeln und Archivieren, sie vertraut dabei den traditionellen Medien des Buchs, der Zeitung. Sie braucht den Halt eines gedruckten Werks, die Haptik in einer haltlosen Welt. Das vermittelt „The List“ auf schmerzhafte Art. Banu Cennetoğlu tut etwas zutiefst Humanes, und sie sagt: „Es ist kein Kunstwerk. Es ist, was es ist“.

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13. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Naufragio di Lampedusa, il gip di Roma respinge la richiesta di archiviazione · Kategorien: Italien, Malta · Tags: , ,

Die Ermittlungen zu dem Schiffsunglück vor Lampedusa am 11. Oktober 2013, bei dem 300 Boat People ertrunken sind, werden nicht eingestellt.

La Repubblica | 13.11.2017

Imputazione coatta per omissione di soccorso per i responsabili della sala operativa della Guardia costiera di Roma e supplemento di indagine per la comandante della nave Libra. Archiviate le altre posizioni per quella che è stata definita „la strage dei bambini“

di ALESSANDRA ZINITI

Non si fermano le indagini sulle responsabilità del naufragio dell’11 ottobre 2013 a Lampedusa nel quale persero la vita circa 300 persone, tra cui moltissimi bambini. Il gip di Roma Giovanni Giorgianni ha respinto la richiesta di archiviazione avanzata dalla Procura nei confronti di alcuni degli indagati per i quali erano ipotizzato il reato di omissione di soccorso.

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11. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Tödliche Seenotrettung im Mittelmeer: Nicht 5, sondern 50 Tote“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , , , ,

taz | 10.11.2017

Nach dem Einsatz vor Libyen werden 50 Menschen vermisst. Aufnahmen von Sea Watch zeigen die Gewalt der libyschen Küstenwache.

Christian Jakob

Bei dem Schiffsunglück am vergangenen Montag vor der libyschen Küste sind offenbar nicht fünf, sondern etwa 50 Menschen gestorben. Die italienische Polizei hat entsprechende Angaben korrigiert. Ermittler mehrerer Polizeieinheiten hatten 58 Überlebende des Vorfalls befragt, nachdem sie am Dienstag im Hafen von Pozallo, im Süden Siziliens, an Land gebracht worden waren. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber italienischen Nachrichtenagenturen, die Behörden gingen davon aus, dass 145 Menschen an Bord des Schlauchbootes waren, das am Montagmorgen 30 Seemeilen nördlich von Tripolis in Seenot geriet.

58 Menschen seien von der deutschen NGO Sea Watch gerettet worden. 45 weitere habe die libysche Küstenwache mit nach Libyen genommen. Demnach müsse von etwa 50 Opfern ausgegangen werden. Die Überlebenden hätten berichtet, jeweils 400 Dollar für einen Platz auf dem Schlauchboot bezahlt zu haben. Ein Militärschiff barg am Unglücksort vier Leichen. Diese wurden zur Obduktion ebenfalls nach Sizilien gebracht. Der Tod sei durch Ertrinken eingetreten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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11. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Zarzis – Video · Kategorien: Tunesien, Video · Tags:

Arte Journal | 10.11.2017

10. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libici contro Ong: la battaglia navale mentre 50 migranti muoiono in mare“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Dramatischer Bericht über die Konfrontation zwischen libyscher Küstenwache und Sea Watch. Viele Boat People springen ins Meer, um sich auf das Boot der NGO zu retten. Die Küstenwache behindert die Rettungsversuche unter den Augen eines italienischen Militärhubschraubers. 50 Boat People ertrinken.

La Repubblica | 10.11.2017

Militari e volontari si fronteggiano, i naufraghi si tuffano per non tornare indietro. Poi la strage

di ALESSANDRA ZINITI

„THIS IS ITALIAN Navy helicopter, channel 16, we want you to stop now, now, now“. L’elicottero della Marina italiana volava basso in tondo e provava a fermare la motovedetta libica mentre John moriva, trascinato via a folle velocità, sospeso in aria sul mare, una mano disperatamente attaccata alla cima e l’altra protesa verso la moglie, ormai in salvo sul gommone della Sea Watch. „Lui era lì, sul ponte della barca e gridava verso di me. I libici lo picchiavano con delle corde, lo prendevano a calci, poi l’ho visto scavalcare e buttarsi in acqua. È andato giù, l’ho visto riemergere, era riuscito a riaggrapparsi alla fune sul fianco della motovedetta. Gridava: „Aspettatemi, aspettatami, aiuto, non lasciatemi qui…“. Ma a un certo punto i libici hanno riacceso il motore e la barca ha fatto un balzo in avanti trascinando via lui e tutti gli altri che stavano ancora in acqua. E non l’ho più visto. John non sapeva nuotare, era salvo ma è morto perché voleva raggiungere me che ero già in Italia“.

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08. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „26 Young Women From Nigeria Found Dead in Mediterranean Sea“ · Kategorien: Afrika, Italien, Libyen · Tags: ,

New York Times | 07.11.2017

By GAIA PIANIGIANI and CHRISTINE HAUSER

ROME — The bodies of 26 young Nigerian women and girls were retrieved from the Mediterranean Sea over the weekend and taken to Italy, where officials said on Tuesday they were investigating how the women died.

“It is a tragedy for mankind,” said Salvatore Malfi, the prefect in the port city of Salerno, where the bodies arrived along with 400 migrants who were rescued in the central Mediterranean in recent days.

“I think prosecutors will start working soonest to evaluate whether it could be homicide,” he said in televised remarks, adding that autopsy results for the women could be released publicly in weeks.

The young women were estimated to be between the ages of 14 and 18, said Marco Rotunno, the communications officer for the United Nations High Commissioner for Refugees in Italy. Their bodies were found floating in the water by the Spanish Navy on Friday, and survivors on nearby rubber dinghies, which had partly capsized, told the authorities that they were Nigerian and had departed from Libya.

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08. November 2017 · Kommentare deaktiviert für 5.000 Menschen in diesem Jahr auf der Flucht gestorben · Kategorien: Afrika, Mittelmeer, Sahara · Tags: ,

Migazin | 08.11.2017

Die Internationale Organisation für Migration hat im laufenden Jahr fast 5.000 tote Menschen registriert, die bei der Migration in andere Länder gestorben sind. Im Jahr zuvor wurden 7930 Todesfälle erfasst.

Fast 5.000 Menschen sind laut den UN in diesem Jahr bei der Migration in andere Länder gestorben. Sie seien ertrunken, verhungert, verdurstet oder gewaltsam ums Leben gekommen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit.

Mehr als 2.920 von ihnen starben bei der Überquerung des Mittelmeers Richtung Europa. Zumeist seien die Flüchtlinge und Migranten in an der nordafrikanischen Küste an Bord gegangen.

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06. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Dramatischer erster Rettungseinsatz der Sea-Watch 3: Mindestens 5 Tote nach Eingriff der Libyschen Küstenwache · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , , ,

Sea Watch | 06.11.2017 | [EN]

Auf dem zentralen Mittelmeer ist es durch das brutale und unbesonnene Vorgehen der sogenannten Libyschen Küstenwache während der ersten Rettung der Sea-Watch 3 zu mindestens 5 Toten gekommen, ein Kleinkind wird vermisst. Ein Hubschrauber der italienischen Marine musste eingreifen, um weitere Tote zu verhindern. 58 Menschen befinden sich derzeit sicher an Bord der Sea-Watch 3, ein Kleinkind konnte trotz größter Anstrengungen unseres medizinischen Teams nicht wiederbelebt werden. Weitere Schiffbrüchige wurden von der sogenannten Libyschen Küstenwache verschleppt. Der Einsatz fand auf hoher See, 30 Seemeilen vor der Küste und damit weit außerhalb libyscher Territorialgewässer statt, der Eingriff der Libyer stellt einen schweren Völkerrechtsverstoß dar.

Gegen 7 Uhr erreichte die Crew der Sea-Watch 3 heute ein Notruf der Rettungsleitstelle in Rom. Nördlich von Tripoli hatte ein sinkendes Schlauchboot in internationalen Gewässern einen Notruf abgesetzt. Die Crew der Sea-Watch 3 kam etwa zeitgleich mit einem Patrouillenboot der Libyschen Küstenwache bei dem Seenotfall an und begann, die Schiffbrüchigen an Bord zu nehmen.

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04. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Greece: 3 dead, several missing as boat with migrants sinks“ · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: ,

AP | 03.11.2017

ATHENS, Greece (AP) — Authorities in Greece and Turkey say at least three people have died and several more are believed to be missing after a boat carrying migrants from Turkey sank off the Greek island of Kalymnos.

The Greek coast guard said 15 people were rescued and one body was recovered after the wooden boat sank in mild weather conditions before dawn Friday. Two other bodies believed to be from the same vessel were found by the Turkish coast guard.

A search for the missing migrants continued in Greek waters.

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04. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Mittelmeer: Schlauchboot gekentert, 23 Tote, über 60 Menschen gerettet, einige vermisst · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: , , ,

Insgesamt haben Schiffe der Mission Sophia/Eunavfor Med bei insgesamt drei Einsätzen 263 Boat People retten können. Ein Schlauchboot ist gekentert, dabei sind 23 Menschen ums Leben gekommen, deren Leichen geborgen wurden. Wahrscheinlich gibt es einige Vermisste.

Il Fatto Quotidiano | 03.11.2017

Migranti, si rovescia un gommone nel mar Mediterraneo: 23 morti, salvate 263 persone

Nell’operazione recuperate altre 64 persone, ma potrebbero esserci dei dispersi. Ad accorgersi dell’imbarcazione al largo delle coste libiche era stato un elicottero che stava perlustrando la zona

Ventitré morti, oltre sessanta persone salvate e probabilmente alcuni dispersi. È il bilancio dell’ultimo naufragio nelle acque del Mediterraneo. La nave spagnola Cantabria ha recuperato i corpi di 23 persone che hanno perso la vita dopo il ribaltamento di un gommone diretto verso le coste italiane. Ad accorgersi dell’imbarcazione al largo delle coste libiche era stato un elicottero che stava perlustrando la zona.

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