30. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Merkels spontaner Flüchtlings-Deal für Libyen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, EU, Frankreich, Libyen · Tags: ,

Welt | 30.11.2017

Aufgeschreckt von einem Fernsehbericht über Sklavenhandel mit Migranten beschließen Europäer und Afrikaner einen Aktionsplan. Federführend: die Kanzlerin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Robin Alexander

Es ist kurz vor 20 Uhr, als Angela Merkel im teuersten Hotel der Elfenbeinküste einen unscheinbaren Saal in einem Zwischengeschoss aufsucht. Den ganzen Tag hatte die Kanzlerin auf dem Gipfel der EU mit der Afrikanischen Union langatmige Arbeitssitzungen mit internationalen Organisationen und bilaterale Treffen mit afrikanischen Staatschefs absolviert. Aber die Besprechung, die jetzt beginnt, taucht in keinem offiziellen Terminplan auf und war vorab nicht einmal vom Kanzleramt geplant: Nur eine knappe Stunde wird das Treffen dauern – und könnte doch Folgen haben, die weit über die eigentlichen Gipfelbeschlüsse hinausgehen.

Unter Federführung von Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron macht Europa einen neuen Flüchtlings-Deal. Der Partner ist noch heikler als die Türkei des Recep Tayyip Erdogan, mit der die EU im März 2016 ihre umstrittenes Flüchtlingsabkommen machte. Diesmal geht es um ein Land, in dem nicht nur ein Autokrat herrscht, sondern sogar Bürgerkrieg: um Libyen.

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24. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sklavenhandel in Libyen: Frankreich drängt auf UN-Sanktionen“ · Kategorien: Frankreich, Libyen · Tags: ,

Telepolis | 24.11.2017

Ein CNN-Video über Migranten, die als Sklaven in Libyen verkauft werden, führt zu internationaler Empörung. In der Kritik stehen auch Italien und die EU

Thomas Pany

Das CNN-Video über Migranten, die in Libyen in Auktionen als Arbeitssklaven verkauft werden, löst großen Wirbel aus. Der französische Präsident Macron spricht von einem „Verbrechen gegen die Menschheit“, die durch das Video enthüllt würden. Frankreich ersucht um eine dringende Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Wahrscheinlich wird sie nächste Woche abgehalten.

Nach Informationen von Reuters drängt der Außenminister Frankreichs auf Eile und droht mit internationalen Sanktionen gegen die libysche Regierung. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (Unsmil) zeigte sich in ihrem Bericht entsetzt über das CNN-Filmmaterial. Auch UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich am Montag vor der Presse und am Dienstag bei einer Videokonferenz zum CNN-Video.

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21. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Jugend ohne Zukunft“ · Kategorien: Afrika · Tags: , ,

DW | 20.11.2017

Was tun junge Menschen, die in ihrer Heimat keine Arbeit finden und auch für die Zukunft wenig Chancen haben? Sie gehen weg. Aber das muss nicht schlecht sein für die Länder, aus denen sie weggehen und in die sie ziehen.

Keine Einkommen, keine Perspektiven, keine Zukunft – das ist der Start für viele Jugendliche weltweit ins Erwachsenenleben. Nach einer neuen Analyse der Vereinten Nationen (UN) sind weltweit 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent. Damit hat sich seit dem vergangenen Jahr die Quote kaum verändert, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Montagabend in Genf mitteilte. Am höchsten sei die Quote in arabischen Ländern mit 30 Prozent. Bis 2030 drängten 25,6 Millionen Menschen zwischen 15 und 29 auf den Arbeitsmarkt – und das fast ausschließlich in Afrika.

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15. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Libya’s detention of migrants ‘is an outrage to humanity,’ says UN human rights chief Zeid · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

UN | 14.11.2017

The European Union’s (EU) support for Libya’s Coast Guard which has resulted in thousands of migrants being detained in “horrific” conditions inside Libya is “inhuman,” the United Nations High Commissioner for Human Rights said on Tuesday.

Zeid Ra’ad al Hussein sounded the alarm after a probe by UN monitors who visited migrants held in State detention centres in Libya at the start of the month.

From 1 to 6 November, UN human rights monitors visited four Department of Combatting Illegal Migration (DCIM) facilities in Tripoli, where they interviewed detainees who have fled conflict, persecution and extreme poverty from States across Africa and Asia, according to the High Commissioner’s Office (OHCHR).

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31. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „The Banality of Crimes against Migrants“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , ,

Spiegel Online | 28.10.2017

Around the world, migrants are locked up in camps, abused and often driven to the brink of starvation. Many die as a result. These crimes should finally be punished, by the International Criminal Court.

A Guest Editorial by Ioannis Kalpouzos and Itamar Mann

Agnes Callamard, UN Special Rapporteur on Extrajudicial, Summary, and Arbitrary Executions, presented animportant new report to the UN General Assembly on Friday. The report is on „Unlawful Death of Refugees and Migrants“ — already an unordinary focus for her mandate. In recent years, her office has focused nearly exclusively on counter-terrorism, particularly on deaths by drone attacks.

As she explains, the report concerns „an international crime whose very banality in the eyes of so many makes its tragedy particularly grave and disturbing.“ The contention is rather dramatic, and we believe that it is indeed historic, at least as far as reports by UN bodies are concerned.

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19. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „South Sudan: UN, US failed to prevent ethnic cleansing“ · Kategorien: Afrika, andere Länder · Tags: ,

Al Jazeera | 18.10.2017

South Sudan, the world’s youngest country, has received more than $1bn in humanitarian aid every year from the United States and the United Nations. It gained independence in 2011 with the strong support of the Bush and Obama administrations.

But in 2013, civil war broke out between forces loyal to President Salva Kiir and supporters of his former deputy, Riek Machar, who are known as the rebels. While both sides have been accused of atrocities, the UN says the majority have been committed by government soldiers.

A peace deal brokered by the US and the international community collapsed in July 2016.

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11. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libyen: Mehr als 4000 Flüchtlinge aus illegalen Camps befreit“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Spiegel Online | 10.10.2017

In der libyschen Küstenstadt Sabratha wurden offenbar Tausende Flüchtlinge von einer Miliz festgehalten. Nun ist die Truppe aus der Stadt vertrieben, das UNHCR nimmt sich der entkräfteten Menschen an.

Sie lebten tagelang ohne Essen und Wasser, eingesperrt oder versteckt aus Angst vor schweren Gefechten in der Stadt: Tausende Flüchtlinge aus Afrika sind in der libyschen Küstenstadt Sabratha aus illegalen Camps und Häusern befreit worden. Von dort zogen sie in eine zentrale Halle um, wo sie registriert und versorgt wurden.

Nach Uno-Angaben waren zwischen 4000 und 6000 Flüchtlinge in inoffiziellen Flüchtlingslagern in der Stadt gefunden worden. Ein Vertreter des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Libyen, Roberto Mignone, sagte, die Lage sei ausgesprochen schwierig.

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15. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU sticks to Libya strategy on migrants, despite human rights concerns“ · Kategorien: Afrika, EU, Italien, Libyen · Tags: , , ,

Reuters | 15.09.2017

Gabriela Baczynska

BRUSSELS (Reuters) – The European Union is determined to go on preventing migrants setting off from the coast of Libya, interior ministers said on Thursday, despite criticism from rights advocates who say the strategy is aggravating human suffering.

After more than two years struggling to stem the flow of refugees and migrants from the Middle East and Africa, the EU is now showing signs of optimism that it is finally in control.

A 2016 deal with Turkey effectively closed one major migratory route and this year Italy has led the EU’s efforts to curb sea crossings from Libya, supplying money, equipment and training for Libya’s border and coast guard, and striking deals with local groups in control on the ground in a country still largely lawless after the 2011 death of Muammar Gaddafi.

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13. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libyen: Warlords sollen Europas Grenzen schützen?“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Telepolis | 12.09.2017

Der UNCHR-Sondergesandte für das zentrale Mittelmeer spricht vom Risiko, „dass nun noch mehr Migranten in Haftanstalten landen“

Thomas Pany

Die Zahlen der Migranten aus Libyen sind deutlich zurückgegangen. Gab es im Juni noch Wochenenden, an denen über zehntausend Neuankommende in italienischen Häfen gemeldet wurden, so wurde bereits im Juli ein markanter Rückgang verzeichnet und im August überquerten nur mehr 3.800 Migranten und Flüchtlinge das Mittelmeer. In den ersten Septembertagen sind nach Informationen des Sondergesandte des UNHCR für das zentrale Mittelmeer, Vincent Cocherel, nur mehr 827 gekommen. Er spricht von einer „bedeutenden Abnahme“.

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12. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Multiple Libya peace plans are a hindrance, UN envoy to say“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

The Guardian | 12.09.2017

Ghassan Salamé is due to tell conference convened by Boris Johnson that efforts to unite country are being hampered

Fears that overlapping European and Middle Eastern peace initiatives for Libya are hampering the new UN special envoy are to be aired this week at a special conference convened by the UK foreign secretary, Boris Johnson.

The conference on Thursday, due to be attended by the US secretary of state, Rex Tillerson, is likely to swing behind a plan to restart political talks, including making changes to a December 2015 peace deal that has so far failed to unite warring factions in the east and west of the country.

The US had largely dropped out of the Libyan crisis since Donald Trump took power in January.

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