19. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU will mit Entwicklungspolitik Druck auf Entwicklungsländer ausüben“ · Kategorien: EU · Tags: ,

Migazin | 19.10.2017

Die EU will offenbar ihre Entwicklungs- und Handelspolitik verstärkt dazu nutzen, um Druck auf Entwicklungsländer auszuüben. Sie sollen ihre Migrationspolitik den Wünschen der EU entsprechend gestalten.

Der am Donnerstag beginnende EU-Gipfel will einem Entwurf der Abschlusserklärung zufolge die Abwehr illegaler Migration forcieren. „Alle relevanten EU-Politiken, Instrumente und Werkzeuge“ sollten als „Hebel“ für die Verhinderung illegaler Migration und die Rückführung irregulärer Migranten mobilisiert werden, heißt es in einem Entwurf, der dem Evangelischen Pressedienst in Brüssel vorliegt. Ausdrücklich als ein solcher Hebel wird der Bereich „Entwicklung und Handel“ genannt. Dies könnte sich auf Druck gegenüber den Entwicklungsländern beziehen, ihre Migrationspolitik entsprechend den Wünschen der EU zu gestalten.

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17. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Gaziantep: Wie syrische Flüchtlinge die Türkei bereichern“ · Kategorien: Syrien, Türkei · Tags:

FAZ | 17.10.2017

Kein Land hat mehr Syrer aufgenommen als die Türkei. Weil sie dort keine Sozialhilfe erhalten, haben Migranten in einer Stadt im Südosten der Türkei 1000 neue Betriebe gegründet.

Von Christian Geinitz

Die Großstadt Gaziantep im Südosten der Türkei, eine der ältesten Siedlungen Kleinasiens, rühmt sich vielerlei Rekorde. Das örtliche Museum beherbergt die größte Mosaiksammlung der Welt, die Küche der Region ist preisgekrönt: Seit 2015 steht Gaziantep auf derselben Unesco-Liste internationaler Feinschmecker-Paradiese wie Parma. Wer auf die Kostüme in den Kinofilmen „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ oder „Troja“ geachtet hat, kennt die Yemeni-Schuhe aus Gaziantep. Diese handgefertigten Leder-Slipper leiten angeblich überschießende Körperelektrizität in den Erdboden ab.

Seit einiger Zeit erregt der Landstrich aber aus ganz anderen Gründen internationale Aufmerksamkeit. Die Provinz Gaziantep mit der gleichnamigen Hauptstadt grenzt an das kriegsgeplagte Syrien, in der Nachbarprovinz Kilis haben sich die türkischen Truppen für die Militärintervention in Nordsyrien gesammelt. Das Blutvergießen im Nachbarland hat dazu geführt, dass drei Millionen Menschen in die Türkei geflüchtet sind, jeder sechste von ihnen hat sich in Gaziantep niedergelassen.

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04. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mehr Arbeiter vom Balkan“ · Kategorien: Albanien, Deutschland · Tags: ,

nd | 03.10.2017

Alternative zum Asylantrag wird zunehmend genutzt

Der 2016 eingeleitete Kurswechsel der Bundesregierung im Umgang mit Jobsuchenden aus dem Westbalkan hat die Zahl der Arbeitskräfte aus der Region spürbar steigen lassen. In den ersten acht Monaten 2017 sei die Zahl der Arbeitserlaubnisse für Albaner und Menschen aus anderen Westbalkan-Ländern im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp 60 Prozent auf 62 957 gestiegen, wie jüngste Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Weiterlesen »

22. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Die Milizen wüten weiter · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Die libysche Hauptstadt ist von der Ölzufuhr abgeschnitten und wird versuchen, Öltanker in ihren Hafen umzuleiten. Die Versorgungspipeline hat eine Miliz in der westlibyschen Stadt Zawiya blockiert, aus der in den letzten Jahren viele Boat People losgefahren sind.

El Watan | 21.09.2017

Les milices continuent à sévir

Alors que la crise interlibyenne est dans l’impasse

Un groupe armé a fermé lundi un oléoduc qui approvisionne en essence la capitale libyenne Tripoli, selon l’AFP citant un communiqué de la Compagnie nationale de pétrole (NOC).

D’où une pénurie de carburant. «Un groupe armé est entré de force dans le complexe pétrolier de Zawiya (50 km à l’ouest de Tripoli) lundi (…) obligeant les opérateurs à suspendre l’approvisionnement en carburant des réservoirs de Tripoli», a indiqué la NOC dans un communiqué publié sur son site internet. La NOC a dénoncé un acte de «sabotage» et a «décidé de dérouter les pétroliers à destination du port de Zawya vers celui de Tripoli». «Les niveaux des réservoirs de Tripoli sont encore bons», a assuré la NOC, même si la pénurie d’essence n’a pas tardé à se faire sentir dans la capitale, où plusieurs stations-service sont fermées ou fonctionnaient au ralenti. La NOC a promis «des poursuites pénales» contre les auteurs afin de les contraindre à «rouvrir la ligne immédiatement et sans conditions».

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Latest figures reveal more than 40 million people are living in slavery“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , , ,

The Guardian | 19.09.2017

Forced marriage is included for first time in worldwide statistics that show ‘money and debt’ to be at the heart of the exploitation

An estimated 40.3 million people were victims of modern slavery in 2016, a quarter of them children, according to new global slavery statistics released today.

The figures, from the UN’s International Labour Organisation (ILO) and the Walk Free Foundation, show 24.9 million people across the world were trapped in forced labour and 15.4 million in forced marriage last year. Children account for 10 million of the overall 40.3m total.

The 2017 Estimates of Modern Slavery report calculates that of 24.9 million victims of forced labour, 16 million are thought to be in the private economy, 4.8 million in forced sexual exploitation and 4.1 million in state-sponsored forced labour including mandatory military conscription and agricultural work.

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Milliarden gegen die große Flucht aus Afrika“ · Kategorien: Afrika, EU · Tags: ,

derStandard | 18.09.2017

Trotz des Streits in der Flüchtlingspolitik in Europa gestritten, in einem Punkt herrscht Einigkeit: Wer die Ursachen für Migration bekämpfen will, muss mehr Hilfe vor Ort leisten

András Szigetvari

Angela Merkel besitzt das Talent, komplexe Probleme in einfache Sätze zu verpacken. Zu den größten Herausforderungen für Europa gehöre in den kommenden Jahren, eine „vernünftige Balance mit dem afrikanischen Kontinent“ zu finden, sagte die deutsche Kanzlerin vor kurzem im Hinblick auf die Flüchtlingspolitik. Im deutschen Wahlkampf skizziert sie, wie diese Balance aussehen soll. Neben mehr Anstrengungen der EU gegen Schlepperbanden soll Europa mehr Hilfe vor Ort leisten. Darin sind sich nicht nur CDU/CSU, sondern auch SPD, Grüne und Linke einig.

Diese Botschaft wird auch im österreichischen Wahlkampf getrommelt. Die SPÖ propagiert einen „Marschallplan“ für Afrika, und ÖVP-Chef Sebastian Kurz will mehr „vor Ort“ für die Bekämpfung extremer Armut tun. In den Diskussionen feiert die Entwicklungszusammenarbeit eine Art Comeback. Die Deutschen wollen mehr Geld für Entwicklungspolitik ausgeben, und auch Österreich stockt sein bescheideneres Budget auf. Die Hoffnung in Wien und Berlin ist die gleiche: Mehr Wohlstand in Afrika bedeutet, dass weniger Menschen in Richtung Europa aufbrechen. Aber stimmt das?

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16. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Vergrenzung der EU“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, EU · Tags: , , ,

IMI | 06.20017 | [Download als pdf]

Grenzvorverlagerung, Profit und Behinderung der Demokratie

von Jacqueline Andres

Innerhalb der letzten Jahrzehnte vervielfachte sich die Errichtung von High-tech-Grenzanlagen weltweit. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und die europäische Sicherheitsbranche sind maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Die EU treibt nicht nur selbst eine rasante Vergrenzung entlang ihrer Außengrenzen voran, sondern forciert auch eine stetige Grenzvorverlagerung, die mit einem Technologietransfer an repressive Staaten einhergeht und dort für eine effizientere Kontrolle nach innen eingesetzt werden kann. Die Grenzsicherung ist ein boomender Markt, der bereits jetzt zur Behinderung demokratischer Prozesse in den Herkunfts- und Transitstaaten der Geflüchteten beiträgt und die Fluchtursachen verschärft.

In den letzten Jahren erstellte die EU zahlreiche Aktionspläne, Programme und Projekte mit dem Ziel, die Migration nach Europa einzudämmen und die Anzahl der ablegenden Boote von Migrant*innen entlang der nordafrikanischen Küste drastisch zu reduzieren.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Industrielle Landwirtschaft: Warum die Beeren so billig sind“ · Kategorien: andere Länder, EU · Tags: ,

taz | 10.09.2017

Warum ist das Obst im Supermarkt so günstig? Weil Arbeiter aus Asien für wenig Geld auf portugiesischen Plantagen schuften.

ODEMIRA taz | Der Mann mit den Rastalocken unter der Baseballkappe versteht die Welt nicht mehr. Seit zwei Jahren hat er in Portugal einen festen Job, zahlt Steuern und Sozialabgaben. Aber legal im Land ist er deshalb nicht. Noch immer wartet er auf seine Resident Card. „Ohne das Papier bist du ein Nobody, immer in der Hand von Leiharbeitsagenturen“, sagt er. „Die zahlen gerade mal den gesetzlichen Mindestlohn von 3,36 Euro pro Stunde. Was darüber hinausgeht, stecken die Agenten ein.“

Er will erzählen, wie das Ganze abläuft. Aber ohne seinen richtigen Namen, ohne Foto. Okay, dann heißt du hier jetzt Abdul.

Abdul ist ernüchtert. Auch in seiner Heimat Bangladesch hat er es so erlebt: Die einen kassieren, die anderen malochen. Die Agenten sind oft Landsleute, die in Portugal selbst als Tagelöhner angefangen haben und jetzt als Vermittler tätig sind. Zwischen den Immigranten auf der einen Seite und den Großfarmern auf der anderen.

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08. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Migranti, 200 dollari per imbarcarsi dalla Libia. Viaggia gratis chi porta con sé almeno 4 persone · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags: , ,

La Stampa | 08.09.2017

Un business da 35 miliardi di dollari. L’analisi del “listino prezzi” dei viaggi può anticipare rotte e intensità dei flussi migratori

tommaso carboni e francesco semprini

Trentacinque miliardi di dollari l’anno. Per giro d’affari, il traffico di persone è dietro solo a quello di armi e droghe. Di certo una parte notevole di questi proventi è generata in Africa. Dalla Nigeria, ai paesi della costa occidentale, passando per la striscia del Sahel, fino alla regione del Corno d’Africa: i sogni di fuga di centinaia di migliaia di persone incontrano i “servizi” offerti dai trafficanti. Poi c’è la rotta del Mediterraneo centrale, e gli sbarchi in Italia, quest’anno ai massimi storici.

L’industria è dunque potente, organizzata, e ramificata. Per combatterla è utile studiarne i meccanismi di funzionamento interni. Per esempio, le dinamiche dei prezzi, cioè le somme chieste dai trafficanti per il viaggio, oltre al luogo e la tempistica con cui i pagamenti sono effettuati. Informazioni potenzialmente decisive per anticipare le rotte e l’intensità dei flussi migratori.

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07. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Wirtschaftsexperte zur Afrika-Emigration „Migrieren ist völlig normal“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, EU · Tags: ,

taz | 06.09.2017

Der Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft erklärt, warum wir uns auf mehr Migration aus Afrika einstellen sollten.

Simone Schlindwein

taz: Herr Kannengießer, in der Debatte über Afrika als aufstrebender Kontinent geht es immer um „Humankapital“, also die große Masse an jungen Afrikanern im arbeitsfähigen Alter – und um ihre Bildung. Ein Vorschlag ist da immer das deutsche System der Berufsschulen. Ist das eine Lösung?

Die Notwendigkeit einer vernünftigen Grundbildung bleibt essentiell. Bei der Frage, wie man berufliche Bildung nach deutschem Muster hinbekommt, bin ich etwas skeptisch: Wer soll das machen? Man braucht dafür jedenfalls Investitionen, um die Ausgebildeten dann auch einstellen zu können. Wir brauchen also Firmen, die ein eigenes Interesse daran haben, Wissenstranfer nach Afrika durchzuführen. Investitionen sind der Schlüssel.

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