19. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitsmigration in Rumänien: Dorf ohne Mütter“ · Kategorien: Rumänien, Schengen Migration, Social Mix · Tags: , ,

taz | 18.11.2017

Viele Rumäninnen müssen im Ausland arbeiten, um über die Runden zu kommen. Darunter haben sie enorm zu leiden – und noch mehr ihre Kinder.

Crina Boros

Die Fahrt in das Dorf, dem die Mütter abhanden gekommen sind, ist kurvenreich. Von der Stadt Lasi aus, ganz im Nordosten Rumäniens gelegen, geht es vorbei an Sonnenblumenfeldern, auf denen Bauern mit Traktoren arbeiten. Auf einer Brache außerhalb des Dorfes steht ein tief gebräunter Schäfer mit seinem Hirtenstab und ruft nach seiner Herde. Die Schafe laufen an einem Teich vorbei, der gerade neu mit Karpfen bestückt wurde und nun zum Angeln freigegeben ist.

Wir fahren über eine enge Brücke in das Dorf, auf staubigen Straßen entlang der Häuser, alte und neue. Viele von ihnen wurden nicht fertig gebaut. Die Dächer sind ungedeckt, Stapel an Steinen neben den Häusern, Baugerät. Wir folgen der Straße bis zum Dorfkern, begleitet werden wir von George Moga, dem Direktor der Schule am Ort. Er zeigt auf die einzelnen Häuser: „Das da wurde mit Geld aus Griechenland gebaut“, sagt er, „und das mit Einkünften aus Italien.“

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16. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge verkaufen ihre Organe für Reise übers Mittelmeer“ · Kategorien: Ägypten, Griechenland · Tags:

Welt | 15.11.2017

Für die Flucht übers Mittelmeer geben verzweifelte Migranten alles – sie verkaufen ihre Organe für ein paar Tausend Euro. Doch sie werden nur ausgeweidet, ihr Traum platzt. Das System eines perfekten Verbrechens beginnt in Kairo.

Im Kairo jenseits des Nils sind die Straßen sandig und düster. Hochhäuser ragen dicht nebeneinander auf. Sie öffnen nur einen schmalen Spalt für den smoggrauen Himmel. Und das Auto, das abrupt im Staub neben Ibrahim hält, bedeutet Gefahr. Der Flüchtling aus Eritrea ahnt sofort, was die Männer wollen. Er kennt die Geschichten von Leichen, die Tage später wie Müll am Straßenrand auftauchen. Ihrer Organe beraubt, ausgeweidet wie erlegte Tiere.

Heute, ein paar Monate später, humpelt der 57-Jährige durch seine karge Wohnung, die er sich mit drei anderen Männern teilt. Er setzt sich auf das Bett, übereinandergelegte Matten. Das Gehen schmerzt, nicht nur wegen seines Alters.

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16. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge: Die Sündenböcke neoliberaler Politik“ · Kategorien: Deutschland, Social Mix · Tags: ,

Telepolis | 16.11.2017

Für steigenden Lohndruck oder Wohnungsmangel sind nicht Flüchtlinge verantwortlich, die Ursachen der Probleme liegen lange vor der massenhaften Zuwanderung

Nico Beckert

Nach der Bundestagswahl schlug die Diskussion um den Wahlerfolg der AfD und mögliche Ursachen für den Wahlerfolg hohe Wellen. Mir sind dabei einige vermeintliche Erklärungen für die große Zustimmung der AfD und die Schwäche der Linken aufgefallen, die ich im Folgenden aufgreifen und näher beleuchten möchte.

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04. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Film: Im Slum der Erntehelfer – Italiens Sklavenmarkt · Kategorien: Italien, Video · Tags: ,

Spiegel TV | 11.2017

Es sind menschenunwürdige Bedingungen: Afrikanische Landarbeiter wohnen ohne Wasser und Strom im italienischen Ghetto „Borgo Mezzanone“. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Versklavung.

Ein Film von David Walden

04. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Refugees and Labour · Kategorien: Lesehinweise, Social Mix · Tags: ,

ESPMI Network | 11.2017

Refugee Review

Volume III
Special Focus: Refugees and Labour

Welcome to the third edition of Refugee Review, an open-source, peer-reviewed journal that aims to showcase unique perspectives and emerging voices in refugee studies. In this edition, we are pleased to present 18 academic articles, practitioner reports and multimedia pieces that cover a range of issues impacting refugees and migrants. In a moment in time where the number of forcibly displaced persons is at the highest on record, and the question of accepting refugees has become a central topic in political discourse in many regions of the world, we consider it more important than ever to offer nuanced, critical perspectives on refugees and the challenges they face.

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19. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „EU will mit Entwicklungspolitik Druck auf Entwicklungsländer ausüben“ · Kategorien: EU · Tags:

Migazin | 19.10.2017

Die EU will offenbar ihre Entwicklungs- und Handelspolitik verstärkt dazu nutzen, um Druck auf Entwicklungsländer auszuüben. Sie sollen ihre Migrationspolitik den Wünschen der EU entsprechend gestalten.

Der am Donnerstag beginnende EU-Gipfel will einem Entwurf der Abschlusserklärung zufolge die Abwehr illegaler Migration forcieren. „Alle relevanten EU-Politiken, Instrumente und Werkzeuge“ sollten als „Hebel“ für die Verhinderung illegaler Migration und die Rückführung irregulärer Migranten mobilisiert werden, heißt es in einem Entwurf, der dem Evangelischen Pressedienst in Brüssel vorliegt. Ausdrücklich als ein solcher Hebel wird der Bereich „Entwicklung und Handel“ genannt. Dies könnte sich auf Druck gegenüber den Entwicklungsländern beziehen, ihre Migrationspolitik entsprechend den Wünschen der EU zu gestalten.

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17. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Gaziantep: Wie syrische Flüchtlinge die Türkei bereichern“ · Kategorien: Social Mix, Syrien, Türkei · Tags:

FAZ | 17.10.2017

Kein Land hat mehr Syrer aufgenommen als die Türkei. Weil sie dort keine Sozialhilfe erhalten, haben Migranten in einer Stadt im Südosten der Türkei 1000 neue Betriebe gegründet.

Von Christian Geinitz

Die Großstadt Gaziantep im Südosten der Türkei, eine der ältesten Siedlungen Kleinasiens, rühmt sich vielerlei Rekorde. Das örtliche Museum beherbergt die größte Mosaiksammlung der Welt, die Küche der Region ist preisgekrönt: Seit 2015 steht Gaziantep auf derselben Unesco-Liste internationaler Feinschmecker-Paradiese wie Parma. Wer auf die Kostüme in den Kinofilmen „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ oder „Troja“ geachtet hat, kennt die Yemeni-Schuhe aus Gaziantep. Diese handgefertigten Leder-Slipper leiten angeblich überschießende Körperelektrizität in den Erdboden ab.

Seit einiger Zeit erregt der Landstrich aber aus ganz anderen Gründen internationale Aufmerksamkeit. Die Provinz Gaziantep mit der gleichnamigen Hauptstadt grenzt an das kriegsgeplagte Syrien, in der Nachbarprovinz Kilis haben sich die türkischen Truppen für die Militärintervention in Nordsyrien gesammelt. Das Blutvergießen im Nachbarland hat dazu geführt, dass drei Millionen Menschen in die Türkei geflüchtet sind, jeder sechste von ihnen hat sich in Gaziantep niedergelassen.

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04. Oktober 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mehr Arbeiter vom Balkan“ · Kategorien: Albanien, Deutschland, Schengen Migration, Social Mix · Tags: ,

nd | 03.10.2017

Alternative zum Asylantrag wird zunehmend genutzt

Der 2016 eingeleitete Kurswechsel der Bundesregierung im Umgang mit Jobsuchenden aus dem Westbalkan hat die Zahl der Arbeitskräfte aus der Region spürbar steigen lassen. In den ersten acht Monaten 2017 sei die Zahl der Arbeitserlaubnisse für Albaner und Menschen aus anderen Westbalkan-Ländern im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp 60 Prozent auf 62 957 gestiegen, wie jüngste Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Weiterlesen »

22. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Die Milizen wüten weiter · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Die libysche Hauptstadt ist von der Ölzufuhr abgeschnitten und wird versuchen, Öltanker in ihren Hafen umzuleiten. Die Versorgungspipeline hat eine Miliz in der westlibyschen Stadt Zawiya blockiert, aus der in den letzten Jahren viele Boat People losgefahren sind.

El Watan | 21.09.2017

Les milices continuent à sévir

Alors que la crise interlibyenne est dans l’impasse

Un groupe armé a fermé lundi un oléoduc qui approvisionne en essence la capitale libyenne Tripoli, selon l’AFP citant un communiqué de la Compagnie nationale de pétrole (NOC).

D’où une pénurie de carburant. «Un groupe armé est entré de force dans le complexe pétrolier de Zawiya (50 km à l’ouest de Tripoli) lundi (…) obligeant les opérateurs à suspendre l’approvisionnement en carburant des réservoirs de Tripoli», a indiqué la NOC dans un communiqué publié sur son site internet. La NOC a dénoncé un acte de «sabotage» et a «décidé de dérouter les pétroliers à destination du port de Zawya vers celui de Tripoli». «Les niveaux des réservoirs de Tripoli sont encore bons», a assuré la NOC, même si la pénurie d’essence n’a pas tardé à se faire sentir dans la capitale, où plusieurs stations-service sont fermées ou fonctionnaient au ralenti. La NOC a promis «des poursuites pénales» contre les auteurs afin de les contraindre à «rouvrir la ligne immédiatement et sans conditions».

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19. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Latest figures reveal more than 40 million people are living in slavery“ · Kategorien: Lesehinweise · Tags: , , ,

The Guardian | 19.09.2017

Forced marriage is included for first time in worldwide statistics that show ‘money and debt’ to be at the heart of the exploitation

An estimated 40.3 million people were victims of modern slavery in 2016, a quarter of them children, according to new global slavery statistics released today.

The figures, from the UN’s International Labour Organisation (ILO) and the Walk Free Foundation, show 24.9 million people across the world were trapped in forced labour and 15.4 million in forced marriage last year. Children account for 10 million of the overall 40.3m total.

The 2017 Estimates of Modern Slavery report calculates that of 24.9 million victims of forced labour, 16 million are thought to be in the private economy, 4.8 million in forced sexual exploitation and 4.1 million in state-sponsored forced labour including mandatory military conscription and agricultural work.

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