Algerien: Massenprotest geht weiter

Wohl noch nie wurde ein frisch gewählter Präsident schon am Wahlabend und dann erst recht am Folgetag von überaus massiven Protestdemonstrationen im gesamten Land „begrüßt“. In der Kabylei waren in vielen Orten die Wahllokale gestürmt, zugemauert oder abgefackelt worden, die Wahlen haben in dieser großen Region gar nicht stattgefunden. In allen anderen Landesregionen war die Wahlbeteiligung lächerlich gering.

Beispiel Nigeria: Wohin fließen die Milliarden, die Europa ausgibt, um die Migration zu stoppen

Drei Journalist*innen gehen der einfachen Frage nach, wie viel Geld Europa in Nigeria investiert, um die Migration aufzuhalten. Ein klare Antwort darauf erweist sich als unmöglich. Die europäischen Finanzströme für die Migration sind so verwirrend wie ein Teller Spaghetti, schreiben sie. Das ist problematisch, aber auch typisch für die europäische Migrationspolitik in Afrika.

Niger: 500 Personen stürmen Militärbasis Inate, mind. 71 tote Soldaten

Am späten Dienstagnachmittag haben laut Internetportal „Maliactu“ 500 Personen die strategisch gelegene Militärbasis Inates im Niger angegriffen. Sie stürmten auf Motorrädern und in Fahrzeugkolonnen aus drei Richtungen heran. Im Laufe von drei Stunden brachten sie 71 nigrische Soldaten um, 30 weitere Soldaten sind vermisst, 12 wurden später verletzt aufgefunden. Die Angreifer erbeuteten zahlreiche Waffen und zerstörten vollständig die Militärbasis. Sechs Stunden später erreichte die Meldung vom Angriff die nächstgelegene 80 km entfernte Militärstation. Es handelt sich um den größten Angriff auf das nigrische Militär seit der Unabhängigkeit des Landes.

Ein neues Afghanistan?

Es mehren sich die Warnungen, dass die EU unter französischer Führung in Sahara und Sahel in einen Krieg verwickelt werden könnte, der dem in Afghanistan um nichts nachsteht. Die Afghanistan-Papers, welche die Washington Post jetzt veröffentlicht hat, geben einen Einblick, wie solch ein Krieg beginnt, der inzwischen 18 Jahre lang andauert.

„Grenze zur Türkei: EU-Kommission will Geflüchtete mit ‚Laubdurchdringung‘ aufspüren“

Matthias Monroy hat am 09.12.2019 auf Heise Online einen Artikel über einen Test zur komplexen Grenzüberwachung, zunächst an der türkisch-bulgarischen Grenze, veröffentlicht. Die Finanzierung mit 8 Millionen € erfolgt durch die EU-Kommission. Ein Forschungsprojekt testet die Zusammenführung verschiedener Überwachungstechnologien an