Libyen: Mit schnellen Motorbooten wollen Schlepper die Strategie Roms unterlaufen

Corriere della Sera berichtet, dass libysche Schlepper sich neu organisiert haben, um die Strategien Roms zur Abwehr von Migrant*innen zu unterlaufen. Statt der Gummiboote, die mit Boat-people überladen sind, benutzen sie nun viel kleinere Boote mit leistungsstarken Motoren, um schnell und möglichst unbemerkt in italienische Hoheitsgewässer zu gelangen. Sie legen ab in Khoms, Zlitan und Garabulli, den drei wichtigsten Häfen an der Küste zwischen Tripolis und Misurata.

NGO-Schiff Aquarius rettet 11 Boat-people, keine Auslieferung an Libyen

Kaum ist das NGO-Schiff Aquarius wieder im zentralen Mittelmeer, trifft es auf Boat-people. Nachdem alle umliegenden Seenotrettungsstellen informiert wurden, das italienische MRCC auf die Libyer verwiesen hatte, aber die sogenannte libysche Küstenwache gar nicht erreichbar war, nahm Aquarius die 11 Boat-people an Bord.

Ventimiglia: Der Bar Hobbit droht das Aus, Crowdfunding-Kampagne gestartet

Die Bar Hobbit in Ventimiglia ist ein Bezugspunkt für Migrant*innen, die darauf warten, die Grenze nach Frankreich zu passieren. Dort können sie ihr Handy aufladen, das Bad benutzen, sich aufhalten, ohne etwas konsumieren zu müssen. Nun droht der Bar aus finanziellen Gründen das Aus. Die Inhaberin Delia mit dem Spitznamen ‚Mama Africa‘ wird von der lokalen Bevölkerung boykottiert. Eine Gruppe von Freunden hat nun eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

In Bosnien gestrandete Flüchtlinge beklagen Brutalität der kroatischen Polizei

In Interviews mit Al Jazeera berichten 17 Flüchtlinge, die unweit der kroatischen Grenze in Bosnien gestrandet sind, dass sie von kroatischen Polizisten geschlagen worden seien. Außerdem seien Wertsachen und Geld gestohlen und ihre Handys zerstört worden, um die Kommunikation und Navigation in Europa zu unterbinden. Die kroatische Polizei bestreitet alle Vorwürfe.