Spanien, Cadiz: Inzwischen wohl 20 ertrunkene Harragas geborgen

Während die spanische Presse in Kurzmeldungen fast täglich von weiteren Toten berichtet, die nach dem Zerschellen eines Flüchtlingsboots bei Cadiz angespült werden, taucht heute erstmals ein Artikel zu der Schiffskatastrophe in der marokkanischen Presse auf.

Marokko, Jerada: Weitere drei Tote in Kohlenbergwerk

In den Kohlenbergwerken bei der ostmarokkanischen Stadt Jerada sind gestern weitere drei Personen umgekommen, drei wurden verletzt. Aus Armut graben Viele in den aufgegebenen Stollen. Mehrfach kam es wegen Todesfällen zu langanhaltenden Protesten und Verhaftungen. Mehrere verhaftete Demonstranten stehen gerade vor Gericht.

Marokko, Nador vor Melilla: Zweiter Abschiebeknast eröffnet

In Nador, der marokkanischen Nachbarstadt der spanischen Enklave Melilla, hat die Polizei nach Angaben der Menschenrechtsorganisation AMDH faktisch einen zweiten Abschiebeknast in der Sportanlage Arekmane eingerichtet. Derzeit sind dort ungefähr 40 Transitgeflüchtete gefangen. Wahrscheinlich werden sie von dort aus in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Selbst Anwälte haben keinen Zutritt. Einen ersten Abschiebeknast hatte die Polizei vor ...

Tagesschau zu Libyscher Küstenwache

Die Tagesschau brachte am 12.11. einen Erfolgsbericht der Libyschen Küstenwache. Immer weniger Flüchtlinge erreichen von Libyen aus Europa. Damit das so bleibt, müsse weiter mit Härte gegen private Seenotretter vorgegangen werden…

Libyen: 95 abgefangene Boat-people weigern sich, an Land zu gehen

MISRATA, Libya, Nov 12 (Reuters) – Some 95 migrants picked up by a cargo ship off the Libyan coast have refused to disembark in the western city of Misrata, officials from the United Nations and Libyan coast guard said on Monday.

Tanger: Migrationsfestival verboten

Das Festival Migrant’scène, das zum 9. Mal in Tanger stattfinden sollte (05.-10.11.2018) wurde von den lokalen Behörden verboten. Ein offizielle schriftliche Verbotsverfügung existiert nicht oder wurde den Veranstaltern nicht zugestellt. Die Veranstalter, das Groupement antiraciste d’accompagnement et de défense des étrangers et migrants (GADEM), hatte kürzlich eine ausführliche Dokumentation über die laufenden Razzien, Misshandlungen und ...

Spanien: 15 Harragas 3 Tage auf dem Meer, 2 Tote

15 Marokkaner, zum Teil Minderjährige, waren auf der Überfahrt von Marokko nach Spanien abgetrieben worden. Nach drei Tagen erreichten sie Spanien. Zwei von ihnen waren an Unterkühlung gestorben. Mehrere konnten nach der Ankunft selbständig weiterfliehen.

Libyan Coast Guard picks up 315 migrants attempting sea crossing

The Tripoli-based Libyan Coast Guard picked up a total of 315 migrants in the Mediterranean Sea on Wednesday who were trying to reach Europe in three inflatable boats, Reuters reported.

Verzweiflung im zentralen Mittelmeer

Das Alarmphone kann die Boat People, die von Libyen aus auf die Gummiboote gebracht werden, nicht selbst retten. Sie sind auf die Seenotrettung angewiesen. Derzeit gibt es aber nur die Mare Jonio und das kleine Flugzeug Moonbird, das von Malta aus startet. Für Rufe aus Seenot hat das Alarmphone derzeit keine Ansprechpartner. Sie können das MRSS ...

Marokko, Jerada: Jugendlicher in Kohlestollen umgekommen, Protest

Nach Dezember 2017 mit zwei Toten ist erneut ein Kohleschaufler in einem Stollen im ostmarokkanischen Jerada umgekommen. Die marokkanische Regierung hatte Ende der 1990er Jahre die Bergwerke geschlossen und damit 9.000 Bergleute in die Arbeitslosigkeit entlassen. In absoluter Armut graben Viele selbständig weiter. Nach den Dezember-Toten gab es monatelange Proteste. Die Polizei verhaftete 100 Demonstranten, ...

Marokko: Weitere 31 Boat-people vor Nador ertrunken

On Sunday the 4th of November, we received a phone call at 9.20am, informing us about a boat that had left from Nador about four hours earlier from Nador/Morocco, carrying 56 people. The contact person told us that the engine of the boat had broken down and water was coming into the boat.

Marokko – Spanien: Mindestens 17 Boat-people ertrunken

Zwei Flüchtlingsboote wurden von der marokkanischen Marine bei Melilla aufgebracht, es starben 13 Boat-people. Vier Weitere starben, als ein anderes Flüchtlingsboot vor den Klippen der andalusischen Stadt Cadiz zerschellte. Möglicherweise sind dort mehr Personen ertrunken.

Das Sterben im Niemandsland

Ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen hat das Flüchtlingslager Rukban in Syrien erreicht. Monatelang war das Camp abgeriegelt, mindestens vier Menschen starben an Unterernährung und wegen fehlender Medikamente. Bis zu 50.000 Menschen leben im Flüchtlingslager Rukban in der Wüste im Niemandsland zwischen Jordanien, Syrien, dem Irak. Der jetzt eingetroffene Konvoi war der erste seit Januar. DW | 03.11.2018 Safe ...

Marokko: Menschenrechtssituation drastisch verschlechtert – AMDH

Die marokkanische Menschenrechtsvereinigung Association Marocaine des droits de l’homme (AMDH) stellt im Jahresbericht 2017 eine drastische Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Marokko fest. „Der Staat hat nie mit den repressiven Methoden, mit der politischen Haft, mit der Vorfabrikation von Anklagen, mit der Blockierung der politischen Betätigung durch Verbote und mit der Einkassierung der Freiheiten gebrochen“, heißt ...

Spanien: Vor 30 Jahren erste Tragödie von Boat-people

Am 01.11.1988 wurde die erste Schiffskatastrophe von Boat-people in der Meerenge von Gibraltar registriert. Ildefonso Mena fotografierte den ersten angespülten Toten mit dem Flüchtlingsboot bei Tarifa. Überlebende berichteten ihm, dass sie von Tanger losgefahren waren. Von den 18 Verschwundenen des Boots wurden 9 Tote an die Strände Andalusiens angespült. Das Foto, das die Tageszeitung Diario ...

Westafrika, Sahel: „Visa nur für Reiche“

Laut Frontex und der Europäischen Kommission ist die Ablehnungsquote bei Schengen-Visaanträgen aus Westafrika und dem Sahel weltweit am höchsten: Die Ablehnungsquote liegt bei bis zu 64 % aller Visaanträge aus den dortigen Regionen. Auf dem klandestinen Markt werden dort Visa, verbunden mit einem Flug nach Europa, für 6.000 bis 8.000 Euro angeboten. Die Tageszeitung El ...

20 Boat-People ertrunken – Nador / Marokko

Am Strand von Charrana bei Nador sind am gestrigen Samstag 20 tote marokkanische Harragas angespült worden. Fischer konnten vier Personen dieser oder einer anderen Schiffskatatrophe in der Nähe im Meer retten. Das spanische und das marokkanische Innenministerium haben sich in den letzten vier Wochen auf eine scharfe Bekämpfung der Boat-people verständigt.

„Schlauchboote vor Marokko abgefangen“

Die marokkanische Marine hat nach eigenen Angaben mehrere Schlauchboote mit insgesamt mehr als 300 Migranten abgefangen.

Spanien-Marokko: Bekämpfung der Boat-people, Legalisierung der Angekommenen?

Die New York Times hat am 22.10.2018 die staatlichen Drangsalierungen der Transitflüchtlinge in Nordmarokko, ihre Abschiebung nach Südmarokko, das militärische Vorgehen gegen Harragas in der Meerenge von Gibraltar und die mögliche Legalisierung eines Teils der 200.000 undokumentierten Marokkaner*innen in Spanien als koordinierte Aktion der Europäischen Union, Spaniens und Marokkos dargestellt.

West-Algerien: 120 Harragas abgefangen

Vor und an den westalgerischen Küsten um die Städte Oran und Mostaganem wurden in den letzten zwei Tagen an die 120 Harrragas abgefangen. Seit dem Sommer 2018 fahren immer mehr Algerier*innen ungenehmigt per Boot nach Spanien. Neu ist, dass auch Frauen und kleine Kinder unter den Harragas sind. Wenn sie aufgebracht werden, kommen sie anschließend ...