12 Boat-people in den Händen der Außenminister Maas und Borell

Die libysche Küstenwache hatte beim Abfangen eines Flüchtlingsboots 12 Boat-people im Wasser zurückgelassen, die von dem spanischen Fischerboot Nuestra Madre de Loreto gerettet wurden. Die Außenminister Deutschlands und Spaniens, Heiko Maas und Josep Borrell, äußerten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. In ihren Verhandlungen über die Aufnahme dieser Boat-people bekamen sie von Italien und Malta ein ...

Marokko: Flüchtlingsboot mit 15 Toten entdeckt

Seit mehreren Tagen wird befürchtet, dass ca. 70 subsaharische Boat-people auf die Überfahrt von Nador nach Spanien umgekommen sind. Am gestrigen Samstag fand die marokkanische Marine ein Flüchtlingsboot mit 15 Toten und 53 Überlebenden. Eine klare Aufklärung über Abfahrtsinformationen und Vermisstenmeldungen erfolgt weder von marokkanischer noch von spanischer Seite, obwohl Caminando Fronteras und WatchTheMed Alarmphone ...

Italien: Über 400 Geflüchtete kommen in 24 Stunden mit eigenen Booten an

Über 400 Boat-people haben Italien in 24 Stunden aus eigener Kraft, mit eigenen Mitteln erreicht. Auf dem Schiff, das in Pozzallo ankam (siehe ffm-online) waren sogar 264 Passagiere. Mindestens 20 Menschen sollen auf der dreitägigen Überfahrt gestorben sein. Unter den Angekommenen waren 43 Frauen und 37 Minderjährige, davon 7 Babys.

264 Migrant*innen in Pozzallo, Sizilien an Land gegangen

264 zumeist aus Eritrea stammende Boat-people sind am Samstag Abend in Pozzallo, Sizilien gelandet. Nach Auffassung der Regierung in Rom hätten sie eigentlich von der maltesischen Küstenwache aufgegriffen werden müssen. An Bord befanden sich 37 Minderjährige, darunter fünf Neugeborene, sowie an die fünfzig Frauen, die sofort in ein Hotspot und zur medizinischen Versorgung gebracht ...

Libyer lassen 12 Boat-people im Meer zurück, Fischer retten sie

Die ca. 120 Boat-people, die vom WatchTheMed Alarmphone und den drei Seenotrettungs-NGO-Schiffen signalisiert worden waren, wurden von einem libyschen Schlepper vor der Ölplattform Bouiri gerettet, später dann aber an die libysche Küstenwache übergeben, die sie zurück nach Libyen deportierte. Zum Schluss schlitzte die libysche Besatzung des Schleppers aber noch das Schlauchboot auf und überließen 12 ...

Niger: US-Basis für bewaffnete Sahel-Drohnenflüge verzögert sich

Der Bau der US-amerikanischen militärischen Drohnenbasis bei Niamey im Niger verzögert sich um ein halbes Jahr und soll erst in Mitte 2019 als Start- und Landeplatz bewaffneter Drohnen über Libyen, Mali, Niger und dem Tschad genutzt werden können, wie eine algerische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Air Force Times meldet. Dann sollen auch alle laufenden US-Drohnenprogramme, ...

Spanien: Gestern 894 Boat-people gerettet, eine Tote, 13 vermisst

Am gestrigen Donnerstag hat die spanische Seenotrettung 778 Boat-people gerettet, die auf dem Weg von der Region Nador (Marokko) oder Oran (Algerien) nach Spanien waren. Es handelt sich sowohl um subsaharische wie um marokkanische Geflüchtete.

Marokko, Tiznit: Wo die Abgeschobenen überleben

Ungefähr 7.000 Geflüchtete hat die marokkanische Polizei seit Sommer 2018 in den Süden des Landes abgeschoben, zumeist in die Stadt Tiznit. Die spanische Tageszeitung El Diario berichtet von den dortigen Überlebensstrategien der Geflüchteten.

Drei NGO-Boote auf dem Weg in die SAR-Zone

Open Arms, Mare Jonio und Sea Watch 3 befinden sich seit Mittwoch wieder auf dem Weg in Richtung SAR-Zone vor der libyschen Küste. Dort wollen sie gemeinsam die „erste europäische Monitoring-Mission im Mittelmeer“ starten. Die Mission wird aus der Luft unterstützt von zwei Flugzeugen. Damit wollen sie das Schweigen brechen, das seit Monaten über die ...

Vor Spanien: 9 tote Boat-people

Vor der Südküste Spaniens soll sich erneut ein Flüchtlingsdrama abgespielt haben. Nur ein Junge hat das Unglück demnach überlebt, er ist nach Angaben der Polizei der einzige Augenzeuge. Er wurde in ein Krankenhaus in Cadiz gebracht. Seinem Bericht zufolge sollen mindestens neun Menschen an Bord des Schlauchboots gewesen sein, das vor der Küste kenterte. Inzwischen ...

Algier: Strassenblockade wegen ertrunkener Harragas

Die 10 algerischen Harragas, die vor der Küste Sardiniens ertrunken sind, stammen wie die drei Geretteten aus dem Viertel Raïs Hamidou in Algier. Angehörige und Anwohner*innen blockierten die Überlandstraße Nr. 11, um auf das Schicksal der Harragas und das fehlende Engagement des algerischen Staats bei der Aufklärung der Schiffskatastrophe aufmerksam zu machen. Der Bürgermeister versuchte, ...

West-Algerien: 1.900 Boat-people in 2018 abgefangen

Die algerische Küstenwache und Gendarmerie hat 2018 zu Wasser und an Land in 33 Operationen im westlichen Algerien – von der Hafenstadt Oran bis zur algerisch-marokkanischen Grenze – fast 1.900 Boat-people abgefangen.

Misrata: Staatsanwalt ermittelt gegen überwältigte Boat-people wegen Piraterie

Laut Reportern von France24 wurden erste Bootsflüchtlinge nach ihrer Überwältigung zum Generalstaatsanwalt gebracht, der gegen die Bootsflüchtlinge wegen Piraterie ermittelt und nach Anführern sucht.

Misrata: Flüchtlingsschiff gestürmt, Verletzte ins Krankenhaus oder ins Lager

Um 11:41 Uhr haben libysche Bewaffnete das Flüchtlingsschiff gestürmt, auf dem sich über 70 Boat-people verbarrikadiert hatten. Sie hatten erklärt, dass sie eher sterben als zurück in die libyschen Lager wollen. Vor der Stürmung war eine Delegation hochrangiger Botschaftsvertreter der Herkunftsländer an das Schiff herangetreten, um die Geflüchteten zum Aufgeben zu überreden.

Italien: 5.306 Abschiebungen in 2018

In einer detaillierten Aufstellung der Abschiebungen aus Italien wird erkennbar, dass die jährlichen Abschiebezahlen ungefähr gleich bleiben. Bei den Rückübernahmen nach Tunesien startet der Flieger in Rom, landet aber stets in Palermo, wo ein Gespräch mit dem tunesischen Konsul stattfindet, um dann zum Flughafen bei Hammamet weiterzufliegen.

„Misrata: Barricaded refugees ‚ready to die‘ than return to Libya detention“

More than 70 people refusing to leave docked ship in Misrata say they face torture and detention if they disembark. Refugees and migrants refusing to leave a cargo boat in a Libyan port are pleading to be taken to Europe, saying they are prepared to die than be returned to detention in the North African ...

Vor Sardinien mindestens eine Schiffskatastrophe

Vor der Küste Sardiniens wurden drei algerische Harragas gerettet, zwei Ertrunkene wurden geborgen, 10 sind vermisst. Überlebende berichten, dass drei Flüchtlingsboote gemeinsam aufgebrochen sind. Eines sei zurückgekehrt, ein Weiteres werde gesucht. Ob es sich dabei um das untergegangene Boot handelt, ist nicht klar. Die algerischen Harragas, die in Sardinien ankommen, starten in der Region Annaba ...

Migrationsweg Libanon – Zypern

In den letzten Wochen kommen im Schnitt 40 – 60 Personen täglich nach Nikosia, mehrheitlich aus Syrien.

Marokko: Staatliche Inszenierung einer Menschenrechtspolitik – mit Verboten und Preisen

Derzeit läuft in Marokko ein Lehrstück ab, an dem man die öffentliche Funktionsweise des nordafrikanischen Staats studieren kann. Die Association marocaine des droits humains (AMDH), die größte marokkanische Menschenrechtsorganisation, deren Existenz mit Verboten, polizeilichen Ermittlungen und richterlichem Verfolgungswahn schwer gekennzeichnet ist, wollte die Regierung mit einem „Preis der Zivilgesellschaft“ auszeichnen, mit einer Großinszenierung in Rabat. ...

Misrata: Die 93 Geflüchteten wollen nicht von Bord

Im Hafen von Misrata weigern sich bereits seit drei Tagen 93 Geflüchtete beharrlich, wieder libyschen Boden zu betreten. Ein Frachter hatte sie unter falschen Voraussetzungen vor der Küste Libyens aufgenommen und zurück nach Libyen gebracht. Ihnen wurde erzählt, sie würden in Malta landen.