Verzweiflung im zentralen Mittelmeer

Das Alarmphone kann die Boat People, die von Libyen aus auf die Gummiboote gebracht werden, nicht selbst retten. Sie sind auf die Seenotrettung angewiesen. Derzeit gibt es aber nur die Mare Jonio und das kleine Flugzeug Moonbird, das von Malta aus startet. Für Rufe aus Seenot hat das Alarmphone derzeit keine Ansprechpartner. Sie können das MRSS ...

Marokko, Jerada: Jugendlicher in Kohlestollen umgekommen, Protest

Nach Dezember 2017 mit zwei Toten ist erneut ein Kohleschaufler in einem Stollen im ostmarokkanischen Jerada umgekommen. Die marokkanische Regierung hatte Ende der 1990er Jahre die Bergwerke geschlossen und damit 9.000 Bergleute in die Arbeitslosigkeit entlassen. In absoluter Armut graben Viele selbständig weiter. Nach den Dezember-Toten gab es monatelange Proteste. Die Polizei verhaftete 100 Demonstranten, ...

Marokko: Weitere 31 Boat-people vor Nador ertrunken

On Sunday the 4th of November, we received a phone call at 9.20am, informing us about a boat that had left from Nador about four hours earlier from Nador/Morocco, carrying 56 people. The contact person told us that the engine of the boat had broken down and water was coming into the boat.

Marokko – Spanien: Mindestens 17 Boat-people ertrunken

Zwei Flüchtlingsboote wurden von der marokkanischen Marine bei Melilla aufgebracht, es starben 13 Boat-people. Vier Weitere starben, als ein anderes Flüchtlingsboot vor den Klippen der andalusischen Stadt Cadiz zerschellte. Möglicherweise sind dort mehr Personen ertrunken.

Das Sterben im Niemandsland

Safe Havens in der Wüste, die zu Todeszonen werden. Produktion von emergency, Errichtung von Notlagen, verspätete Hilfe von UNHCR. Es werden Notlagen geschaffen, humanitäre Hilfe in letzter Minute, die medial moderierte Öffentlichkeit atmet auf. Das Lager liegt ganz in der Nähe eines wohlversorgten US-Stützüunkts mit hunderten Soldaten.

Spanien: Vor 30 Jahren erste Tragödie von Boat-people

Am 01.11.1988 wurde die erste Schiffskatastrophe von Boat-people in der Meerenge von Gibraltar registriert. Ildefonso Mena fotografierte den ersten angespülten Toten mit dem Flüchtlingsboot bei Tarifa. Überlebende berichteten ihm, dass sie von Tanger losgefahren waren. Von den 18 Verschwundenen des Boots wurden 9 Tote an die Strände Andalusiens angespült. Das Foto, das die Tageszeitung Diario ...

Westafrika, Sahel: „Visa nur für Reiche“

Laut Frontex und der Europäischen Kommission ist die Ablehnungsquote bei Schengen-Visaanträgen aus Westafrika und dem Sahel weltweit am höchsten: Die Ablehnungsquote liegt bei bis zu 64 % aller Visaanträge aus den dortigen Regionen. Auf dem klandestinen Markt werden dort Visa, verbunden mit einem Flug nach Europa, für 6.000 bis 8.000 Euro angeboten. Die Tageszeitung El ...

20 Boat-People ertrunken – Nador / Marokko

Am Strand von Charrana bei Nador sind am gestrigen Samstag 20 tote marokkanische Harragas angespült worden. Fischer konnten vier Personen dieser oder einer anderen Schiffskatatrophe in der Nähe im Meer retten. Das spanische und das marokkanische Innenministerium haben sich in den letzten vier Wochen auf eine scharfe Bekämpfung der Boat-people verständigt.

„Schlauchboote vor Marokko abgefangen“

Die marokkanische Marine hat nach eigenen Angaben mehrere Schlauchboote mit insgesamt mehr als 300 Migranten abgefangen.

Spanien-Marokko: Bekämpfung der Boat-people, Legalisierung der Angekommenen?

Die New York Times hat am 22.10.2018 die staatlichen Drangsalierungen der Transitflüchtlinge in Nordmarokko, ihre Abschiebung nach Südmarokko, das militärische Vorgehen gegen Harragas in der Meerenge von Gibraltar und die mögliche Legalisierung eines Teils der 200.000 undokumentierten Marokkaner*innen in Spanien als koordinierte Aktion der Europäischen Union, Spaniens und Marokkos dargestellt.

West-Algerien: 120 Harragas abgefangen

Vor und an den westalgerischen Küsten um die Städte Oran und Mostaganem wurden in den letzten zwei Tagen an die 120 Harrragas abgefangen. Seit dem Sommer 2018 fahren immer mehr Algerier*innen ungenehmigt per Boot nach Spanien. Neu ist, dass auch Frauen und kleine Kinder unter den Harragas sind. Wenn sie aufgebracht werden, kommen sie anschließend ...

Spanien verbietet per Dekret Go-Fast-Boote

Nachdem in den vergangenen Monaten marokkanische Harragas auf sogenannten Go-Fast-Booten nach Spanien gelangen, verbietet Spanien per sofortigem königlichen Dekret und ohne Einbeziehung des Parlaments diese Schlauchboote mit mehreren starken Außenbordmotoren. Anscheinend wird eine Registrationspflicht eingeführt. Die Go-Fast-Boote sind seit Jahren auch im Haschisch-Transport in Gebrauch, wurden deswegen aber nie von spanischer Seite verboten.

Italien: Folgen der Abschottungspolitik im zentralen Mittelmeer

Das Mailänder Institut für Politische Studien (ISPI) hat eine Statistik für den Zeitraum Januar 2016 bis September 2018 publiziert, aus der hervorgeht, wie viele Boat-people sich auf den Weg von Libyen nach Europa gemacht haben, wie viele in Italien gelandet sind bzw. nach Libyen zurückgebracht wurden und wie viele die Überfahrt nicht überlebt haben oder ...

Marokko: Harragas als Massenphänomen – Reportage

Die nordmarokkanische Hafenstadt Larache gilt als einer der Dreh- und Angelpunkte für die Massenabfahrt von Harragas nach Spanien. In der Reportage werden einzelne Stadtteile skizziert, aus denen fast alle Jugendlichen und ganze Fabrikbelegschaften auf Booten nach Spanien übergesetzt sind, unter den Augen und im Mitwissen der gesamten Stadt, die sich im wirtschaftlichen Niedergang befindet.

Melilla: Kollektivabschiebung von 55 Transitgeflüchteten

Zum zweiten Mal führt Spanien eine Kollektivabschiebung von EU-Zaunkletterern aus Melilla nach Marokko durch. 55 der 208 Transitgeflüchteten, die erfolgreich den Zaun überwunden haben, schoben die spanischen Behörden innerhalb von 24 Stunden ab. Dazu hatten die Behörden u.a. 30 Anwälte organisiert, die bei der größtenteils in der Nacht durchgeführten Aktion mit halfen. Menschenrechts- und Juristenorganisationen ...

„Jordan protesters call for political reform“

Scores of protesters gathered in Jordan’s capital Amman on Saturday, calling for constitutional reform and the establishment of parliamentary democracy in the country.

Melilla: 200 Migranten überwinden den Grenzzaun, ein Toter

Mehr als 300 Migranten haben am Sonntag morgen versucht, den über sechs Meter hohen Grenzzaun von Melilla zu stürmen und spanisches Grundgebiet zu erreichen. Dabei starb ein Mann angeblich an einem Herzstillstand und zwanzig Menschen mussten mit Schnittwunden und Knochenbrüchen im Krankenhaus behandelt werden. An die 200 Migranten schafften es, den Zaun zu überwinden, sie ...

Marokko: llegales Internierungslager der Polizei in Tanger – Videos

Die Redaktion von Observateurs de France 24 hat eine Reihe von Videos veröffentlicht, die im zentralen großen Gebäudekomplex der Polizei in Tanger von Transitgeflüchteten Ende September / Anfang Oktober 2018 gedreht wurden. Man sieht hunderte Personen, größtenteils halb nackt, die auf dem Innenhof, in der Garage und anderen Stellplätzen des Gebäudes festgehalten werden. Eine Person ...

Marokko: 2 Jahre Haft wegen Protest gegen tödliche Schüsse auf Harragas

In Tetouan wurde gestern Abend der 32-jährige Soufian Al-Nguad zu zwei Jahren Gefängnishaft verurteilt, weil er zu Protest gegen die tödlichen Schüsse auf Harragas am 25.09.2018 aufgerufen hat. Über 20 Weitere warten in gleicher Sache auf ihre Prozesse.

Algerien: Anschwemmung weiterer Toter

In den letzten Tagen wurden 10 Tote an die Küsten bei der westalgerischen Stadt Oran angeschwemmt.