Marokko: 5.000 Abschiebungen in den Süden des Landes seit Sommer

In einer Radio-Reportage von France Inter werden die Massenabschiebungen beschrieben, die die marokkanische Polizei seit Sommer 2018 durchführt: Geflüchtete, die in Razzien in Nordmarokko, meist Tanger, festgenommen werden, werden nach Südmarokko verbracht. Die Polizei schlägt viele von ihnen zusammen, raubt ihnen Geld und Handys und setzt sie oftmals kilometerweit vor den nächsten Städten mittellos raus.

Algerien – Spanien: Hunderte Harragas in wenigen Tagen

Seit einigen Wochen herrscht bei der Harragas-Abfahrt aus dem Westen Algeriens Richtung Spanien Hochbetrieb. Die Lokalzeitungen berichten allein in den letzten 5 Tagen von ca. 100 Harragas, die von algerischer oder spanischer Seite aufgebracht wurden.

Marokkanisches Kriegsschiff schießt auf Harragas – mindestens eine Tote

Am Nachmittag des 25.09.2018 haben in der Meerenge von Gibraltar Soldaten eines großen marokkanischen Kriegsschiffs mit Schnellfeuergewehren auf ein Boot mit marokkanischen Harragas geschossen. Am Abend starb eine der Verletzten. Eine schwerverletzte Person wurde in der Nacht zur Operation nach Rabat geflogen. Andere Verletzte liegen derzeit im Krankenhaus von M’diq.

Iuventa NGO-Rettungsschiff – Solidarität!

Es ist September 2018, der Jahrestag der Beschlagnahmung liegt hinter uns, und wir wollten uns nochmal gemeldet haben bevor uns die globale Erderwärmung alle dahin rafft und die Menschheit sich wünscht, Migration sei ihr größtes Problem gewesen.

„Der dritte Krieg in Tripolis in sieben Jahren“

Bei bewaffneten Zusammenstößen zwischen bewaffneten Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind seit Ende August mindestens 115 Menschen getötet und über 550 Menschen verletzt worden. Unter den Getöteten sind sowohl Zivilisten als auch Milizangehörige. Die Zahl der Toten könnte aufgrund der schweren Verwundungen noch steigen. Der UNHCR hat die Evakuierung von Migrant*innen inzwischen eingestellt. Viele ...

Boat from Libya calls Alarm Phone – rescued by SOS MEDITERRANEE

Nachdem die Aquarius vor der Küste Libyens 58 Boat-people an Bord genommen hat, hat das Schiff auf Anweisung der Küstenwache die Rettungszone verlassen. Welchen Hafen die Aquarius ansteuern wird, ist noch unklar. Italiens Innenminister Salvini hat bereits erklärt, dass die italienischen Häfen „für diese Herren“ geschlossen bleiben.

Solidarität ist kein Verbrechen! – Haftprüfungstermin für tunesische Fischer aus Zarzis

Sechs tunesische Fischer wurden Ende August 2018 wegen des Vorwurfs der Schlepperei in Sizilien verhaftet. Sie hatten 14 Menschen aus Seenot gerettet .

Deutsche Waffen in den saudischen Krieg gegen Jemen

Die Bundesregierung liefert Kriegsgerät nach Saudi-Arabien und in weitere Staaten. Der EU-Verteidigungsfonds hebelt parlamentarische Kontrolle aus.

„Ägypten soll die neue Türkei werden“

Im Juni hatte sich die EU darauf verständigt, in Nordafrika Kooperationspartner für sogenannte ‚Ausschiffungsplattformen‘ zu suchen, Zentren, in die auf dem Mittelmeer gerettete Bootsflüchtlinge gebracht werden sollen, damit sie gar nicht erst nach Europa gelangen. Dieses Vorhaben ist offensichtlich gescheitert. Nachdem Marokko, Algerien und Tunesien den Plänen eine Absage erteilt haben, ruhen die letzten ...

Libyen: Mit schnellen Motorbooten wollen Schlepper die Strategie Roms unterlaufen

Corriere della Sera berichtet, dass libysche Schlepper sich neu organisiert haben, um die Strategien Roms zur Abwehr von Migrant*innen zu unterlaufen. Statt der Gummiboote, die mit Boat-people überladen sind, benutzen sie nun viel kleinere Boote mit leistungsstarken Motoren, um schnell und möglichst unbemerkt in italienische Hoheitsgewässer zu gelangen. Sie legen ab in Khoms, Zlitan und ...

NGO-Schiff Aquarius rettet 11 Boat-people, keine Auslieferung an Libyen

Kaum ist das NGO-Schiff Aquarius wieder im zentralen Mittelmeer, trifft es auf Boat-people. Nachdem alle umliegenden Seenotrettungsstellen informiert wurden, das italienische MRCC auf die Libyer verwiesen hatte, aber die sogenannte libysche Küstenwache gar nicht erreichbar war, nahm Aquarius die 11 Boat-people an Bord.

Video: Tunesische Jugendliche kehren trotz Abschiebung nach Italien zurück

Jede Woche starten zwei Flugzeuge, um tunesische Migrant*innen ohne Aufenthaltserlaubnis aus Italien abzuschieben. Kurze Zeit darauf machen sich viele wieder auf den Weg nach Europa in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden und so ihren Familien helfen zu können.

„Morocco plays cat and mouse with Africans headed to Europe“

Seit im Juli 800 Menschen den Zaun zur spanischen Enklave Ceuta gestürmt haben, führt die marokkanische Polizei regelmäßig Razzien in Gegenden durch, die bei Migrant*innen aus anderen Teilen Afrikas beliebt sind, und hat schon Tausende mit Bussen ans andere Ende des Landes gebracht.

„When rescue at sea becomes a crime: who the Tunisian fishermen arrested in Italy really are“

Netzwerke von Fischern aus Marokko und Mauretanien haben Solidaritätsadressen veröffentlicht und der tunesische Staatssekretär für Immigration, Adel Jarboui, forderte die italienischen Behörden auf, die Fischer, die in Tunesien als Helden gelten, freizulassen.

Bundeswehr: Ein fester Stützpunkt in Mittelost

Berlin zieht die Einrichtung eines dauerhaften Bundeswehrstützpunkts im Mittleren Osten in Betracht. Die deutschen Streitkräfte könnten sich fest auf der jordanischen Luftwaffenbasis Al Azraq in relativer Nähe zum Irak etablieren.

Algerien sichert Merkel Rückübernahme von Algerier*innen zu

Algeria will take back its citizens illegally residing in Germany, Prime Minister Ahmed Ouyahia pledged Monday during a visit by the country’s Chancellor Angela Merkel.

Italien – Tunesien: Maximal 80 Abschiebungen pro Woche

Die geheim gehaltenen Ausführungsbestimmungen des italo-tunesischen Abschiebe- und Rückübernahmeabkommens sehen laut Il Giornale maximal zwei Charter-Abschiebeflüge à 40 Tunesier*innen pro Woche vor.

Italien: Abschiebeflieger kaputt, 15 Tunesier frei

Die Huffington Post berichtet vom römischen Flughafen letzte Woche: 100 Polizisten sollten 17 Tunesier in einem Abschiebe-Charterflug begleiten. Doch der Flieger konnte wegen technischer Probleme nicht starten.

80 Boat-people vor Libyen in Seenot – EU verweigert Hilfe

Am gestrigen Sonntag wurde die Besatzung des Suchflugzeuges Colibri erneut Zeuge eines drastischen Falles unterlassener Hilfeleistung durch italienische Behörden. Ein Schlauchboot mit über 80 Flüchtenden befand sich für über 9 Stunden in Seenot und wurde schließlich von der sogenannten Libyschen Küstenwache in das Bürgerkriegsland zurück geschleppt.

Boat-people Resettlement von Italien und Malta aus: Ein Flop

Il Fatto Quotidiano rekapituliert den Flop der Resettlement-Zusagen von EU-Staaten und Albanien an Italien und Malta. Von den 320 Übernahme-Zusagen dieses Sommers – unter ihnen die von Frontex Geretteten – hat nur Frankreich seinen verabredeten Teil übernommen.