„Algeriens umstrittene Abschiebungen in die Wüste“

Tausende Menschen wurden von algerischen Beamten in den vergangenen Monaten in der Wüste an der Grenze zum Niger ausgesetzt. Im Rahmen mehrerer Massenabschiebungen schickten die Behörden auch Frauen und Kinder auf einen Gewaltmarsch in die Einöde

„Tunesiens Jugend radikalisiert sich“

Die Reportage von Susanne Kaiser beschäftigt sich mit der Radikalisierung Jugendlicher im tunesischen Hinterland: Salafismus als Protest einer Generation, die für sich keine Zukunft sieht.

Italien verhindert EU-Aufnahme der Geretteten durch brutale Bedingung

Italien hat laut italienischen Medien eine EU-Einigung zur Übernahme und Verteilung der geretteten Boat-people von den NGO-Schiffen „Sea-Watch“ und „Prof Penck“ verhindert. Der Parteichef der 5-Sterne-Bewegung Di Maio hatte folgende Bedingung formuliert: Italien würde nur Frauen und Kinder aufnehmen. Damit würden Familien auseinandergerissen, die Familienzusammenführung könnte Jahre dauern.

Neapels Bürgermeister wiederholt Einladung an Gerettete der NGO-Schiffe

De Magistris: „Wir könnten über 400 Boote verfügen, um die Menschen von der ‚Sea-Watch‘ zu holen, wenn ihr der Zugang zum Hafen verwehrt würde.“

Migrant*innen in Ägypten

Wohin mit den aufgebrachten Flüchtlingen? Zurück nach Libyen, von wo sie gekommen sind? Die verheerenden Verhältnisse in dem Bürgerkriegsland sprechen dagegen. Die Alternative wäre Ägypten.

Algerien schließt Grenze für arabische Migranten und verweist 50 des Landes

Unter dem Vorwand, dass die arabischen Hauptstädte Terroristen schicken, die als Migranten verkleidet sind, haben die algerischen Behörden beschlossen, „alle arabischen Migranten, die über die Südgrenze in das Land eingereist sind“, auszuweisen.

Malta und Tunesien: „Flüchtlinge aus Seenot gerettet“

Im Mittelmeer sind erneut fast 200 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Bei den an Bord von NGO-Schiffen befindlichen Migranten ist teils noch unklar, wo sie an Land gehen dürfen.

Tunesien: „Friedhof der Unbekannten“

Mehr als 400 tot angespülte Migrant*innen sind auf einem improvisierten Friedhof in Zarzis / Tunesien begraben.

Ceuta: Marokkanische Hausangestellte für 200 Euro – Studie

Die andalusische Menschenrechtsorganisation APDHA hat eine Studie zur Lage der marokkanischen Hausangestellten in der spanischen Enklave Ceuta vorgelegt. Sie verbringen die Nacht auf marokkanischer Seite und arbeiten tagsüber für 200 Euro auf spanischer Seite.

„Bundesregierung verhandelt mit libyscher Islamisten-Miliz über Abschiebungen“

Geheimbericht des Auswärtigen Amtes zeigt: Deutschland versucht, mit den salafistischen „Rada – Special Deterrence Forces“ Gespräche über „Rückführungen“ von Migrant*innen nach Libyen aufzunehmen Ein interner Bericht über die »asyl- und abschiebungsrelevante Lage in Libyen« des Auswärtigen Amtes, der dem lower class magazine vorliegt, zeigt einen neuen Tiefpunkt in der „Flüchtlingspolitik“ der deutschen Bundesregierung. Das als »Verschlusssache – ...

24. bis 25. Februar: Gipfel der Arabischen Liga und der Europäischen Union in Kairo

Im Juni 2018 hatten ägyptische und EU-Diplomaten auf einem Gipfel in Salzburg eine „vertiefte Zusammenarbeit“ bei den Themen Migration und Wirtschaft angekündigt. Auch mit anderen Staaten in Nordafrika will die EU ihre Kooperation ausweiten.

Open Arms mit 311 Boat-people in Spanien angekommen

Mit „Boza! Boza!“-Rufen sind heute morgen um 9 Uhr die 311 Boat-people mit dem NGO-Seenotrettungsschiff Proactiva Open Arms in Algeciras angekommen, die nach ihrer Rettung im zentralen Mittelmeer 1.000 Seemeilen westwärts bis an die Meerenge von Gibraltar gebracht werden mussten, um in Europa aufgenommen zu werden. Italien und Malta hatten das Anlanden verweigert.

„Brotaufstand in Sudan“

Demonstrationen wegen hoher Lebenshaltungskosten weiten sich zu Protest gegen Präsidenten aus

„Tunisia protests spread after journalist sets himself on fire“

Die Empörung über die Selbstverbrennung eines 33- jährigen Journalisten ist in der südtunesischen Stadt Kasserine am Dienstag in Proteste und Straßenschlachten eskaliert. Nach der Beerdigung von Abderrazak Zorgui errichteten Demonstranten in Kasserine, Kef und anderen Orten brennende Barrikaden und Straßensperren.

Algerien, Oran: Schiffskatastrophe, Brand, 20 Vermisste

Nach dem Ausbruch eines Brands auf einem Flüchtlingsschiff 50 Seemeilen vor Oran hat ein Frachter 9 Überlebende, zum Teil schwer verletzt, retten können. 20 Boat-people werden vermisst. Das Flüchtlingsboot befand sich auf dem Weg nach Spanien.

Sea Watch rettet 33 Boat-people im zentralen Mittelmeer

Auch die Seenotrettungs-NGO „Sea Watch“ hat Boat-people an Bord genommen – 33 Personen, und fordert das Anlanden in einem sicheren Hafen. Mit den neuen Rettungsaktionen wird das aktuelle Schweigen über Boat-people und die Todeszone im zentralen Mittelmeer durchbrochen.

Open-Arms-Gerettete nach Algeciras – Sechs Tage Fahrt

Die über 300 Geretteten dürfen von der Seenotrettungs-NGO „Open Arms“ nicht nach Italien oder Malta gebracht werden. Diese EU-Staaten verweigern die Anlandung. Die spanische Regierung sagte zu, allerdings benannte sie als Anlegehafen Algeciras bei Gibraltar – einen entlegeneren westeuropäischen Mittelmeerhafen gibt es nicht. Mit 6 Fahrttagen muss gerechnet werden.

„311 Gerettete sollten Weihnachten nicht auf See verbringen müssen!“

Trotz winterlicher Bedingungen versuchen nach wie vor Menschen, dem Bürgerkriegsland Libyen auf der gefährlichen Route durch das zentrale Mittelmeer zu entkommen. Die „OPEN ARMS“, Teil der #United4Med-Flotte, der auch Sea-Watch angehört, hat am 21. Dezember 313 Menschen in 3 Rettungseinsätzen gerettet und wartet nun auf Anweisungen, wo diese an Land gehen sollen.

„Im Mittelmeer sterben sie immer noch, aber es gibt niemand, der es wahrnimmt“

Open Arms und Sea Watch sind die letzten NGOs, die im zentralen Mittelmeer im Moment aktiv sind. Bei einer Pressekonferenz hat ein Sprecher der spanischen NGO die Situation mit folgenden Worten charakterisiert: „Im Moment gibt es keine Koordination der Rettungsmaßnahmen und selbst die Handelsschiffe vermeiden die Route, um es nicht auf eine Kraftprobe dei den ...

Desperate and Dangerous: Report on the human rights situation of migrants and refugees in Libya

The report “published jointly by the UN Support Mission in Libya (UNSMIL) and the UN Human Rights Office, covers a 20-month period up to August 2018, and details a terrible litany of violations and abuses committed by a range of State officials, armed groups, smugglers and traffickers against migrants and refugees.