Fortführung der Internet-Seite Migration Control

Die Internet-Seite migration-control.taz.de wird in naher Zukunft durch die FFM e.V. unter dem Namen migration-control.org betreut. Schwerpunkt der Seite wird weiterhin die Dokumentation der Externalisierung der EU-Grenzen und die Aufrüstung diktatorischer Regimes in der Nordhälfte Afrikas sein. Die Gefahr ist groß, dass die Vorgänge jenseits des Mittelmeers vergessen und verdrängt werden, wenn die EU mit ihrer ...

Tunesische Fischer wegen Seenotrettung in Italien verhaftet

Am Sonntag vor einer Woche haben italienische Behörden Chemseddine Bourassine mit weiteren fünf Fischern vor Lampedusa verhaftet. Bourassine ist in der tunesischen Hafenstadt Zarzis Präsident der Fischergesellschaft und des Netzwerks kleiner Fischereien. Er hatte zusammen mit seinen Kollegen 14 tunesische Schiffbrüchige 20 Seemeilen vor Lampedusa gerettet, aber aus gesetzlichen Gründen nicht nach Lampedusa gebracht.

Geflüchtete in Tripolis umherirrend und in großer Not

La Stampa meldet, dass die hochbewaffneten Truppen der Nachbarstadt Misrata nach Tripolis eingerückt sind und die Umgebung des Flughafens erobert haben. Die Intervention erfolgte in Abstimmung mit der sog. libyschen Einheitsregierung Serrajs und mit der italienischen Regierung. Angesichts der bedrohlichen Lage haben sich die Aufständischen zurückgezogen. Im Moment soll eine prekäre Ruhe herrschen. Bekannte von ...

„Libya between conflict and migrants: rethinking the role of militias“

In einem Artilel vom 01. August bei ISPI beschreiben die Autoren Arturo Varvelli und Matteo Villa die Rolle der Milizen als konstitutiven Faktor in Libyen. Die Milizen hätten sich als regionale Oligopole etabliert. n Libya, militias are also primarily responsible for the process of industrialisation and concentration of illicit trafficking – including of human beings ...

Italienisches ENI startet größte afrikanische Off-Shore-Erdgasplattform vor Tripolis

Der italienische Petrokonzern startet im Oktober 2018 mit der staatlich-libyschen NOC die größte Off-Shore-Erdgasplattform Afrikas unter dem Namen Bahr Essalam. Diese liegt 120 Kilometer nordwestlich von Tripolis im Meer zwischen Westlibyen und Lampedusa.

Westliches Algerien: Dutzende Harragas aufgebracht

Aus der westalgerischen Region nahe der marokkanischen Grenze sind in den letzten Tagen Dutzende algerische junge Leute mit Booten in Richtung Spanien aufgebrochen.

Libysche Küstenwache zusammengebrochen

Wie der Corriere della Sera meldet, ist die sogenannte libysche Küstenwache wegen des anhaltenden Kriegs um die Hauptstadt Tripolis zusammengebrochen. Für die Patrouillenschiffe gebe es keinen Treibstoff mehr, und welchen Milizen sich diese auflösenden Marine-Einheiten zuordnen würden, sei unklar.

Algerische Harragas von tunesischer Marine aufgebracht

Algerische Boat-people wurden auf ihrem Weg nach Italien von der tunesischen Marine aufgebracht.

Tripolis: Regierung flüchtet auf Kriegsschiff

Seit einer Woche halten Kriegshandlungen in der libyschen Hauptstadt Tripolis an, 200 Tote soll es bislang geben. Die Milizen, die der sogenannten libyschen Einheitsregierung Sarrajs unterstehen, bekämpfen sich gegenseitig.

UNHCR Report: Weniger Boat-people, mehr Tote

Der UNHCR hat unter dem Titel „Desperate Journeys“ einen Bericht vor allem zur Passage des zentralen Mittelmeers veröffentlicht. Wegen der Aufrüstung der sogenannten libyschen Küstenwache und einiger westlibyscher Milizen sind die Zahlen der Boat-people drastisch gefallen.

Drei Mitglieder einer Unterstützungs-NGO in Griechenland festgenommen

Die griechische Polizei hat am 28.08.2018 dreißig Mitglieder der NGO Emergency response centre international (ERCI) verhaftet, die Geflüchteten hilft.

Wegen Kriegshandlungen in Libyen wird Flüchtlingslager verlegt

Seit mehreren Tagen herrscht in mehreren Stadtteilen der libyschen Hauptstadt Tripolis Krieg. Verschiedene Milizen, die der sogenannten Einheitsregierung unter Serraj unterstehen, bekämpfen sich gegenseitig.

Frankreich hat im Sommer bereits 264 Weiterflüchtende an der Grenze zu Spanien zurückgeschoben

An der Grenzstadt Irun häufen sich die Rückschiebungen Weiterflüchtender zurück nach Spanien, wie SOS Racismo bekannt gibt. Die Gruppe benennt die zahlenmäßige Entwicklung und die Praktiken der Grenzüberwachungen, Festnahmen und Rückführungen.

Marokko zögert gegenüber künftigen spanischen Kollektivabschiebungen

Spanien hat in der vergangenen Woche erstmals den spanisch-marokkanischen Rückübernahmevertrag aus dem Jahr 1992 angewandt und 116 Zaunkletterer pauschal und ohne individuelle Anhörung nach Marokko zurückgeschoben.

Katalanische Seenotrettungs-NGO Proactiva Open Arms zieht ins westliche Mittelmeer

Die katalanische Seenotrettungs-NGO Proactiva Open Arms zieht sich aus dem zentralen Mittelmeer zurück und wird künftig im westlichen Mittelmeer zwischen der Meerenge Gibraltar und der Alborán-Meereszone retten.

LIFELINE: Welche Blockade-Rolle spielte Seehofer?

In der europäischen Nachkriegsgeschichte ist die politische Tragödie der Kollektivabschiebung von 1.000 bis 2.000 Menschen – Boat-people im Mittelmeer – zurück in KZs in unmittelbarer Nachbarschaft der EU beispiellos.

41 Überlebende und 12 Tote über Sea Watch nach Berlin

Das Rettungsschiff der NGO Sea Watch wird von einem US-Kriegsschiff um die Aufnahme von 41 Überlebenden und 12 Toten einer Bootskatastrophe vor der libyschen Küste gebeten. Sea Watch besteht vor Übernahme auf einer Anlande-Garantie von Rom.

FFM Weekly 36/2017

Das Flugzeug mit den 8 (oder 11?) abgeschobenen Menschen aus Afghanistan ist heute Morgen in Kabul gelandet. In Düsseldorf hatten 180 Menschen in der Abflughalle demonstriert. Ein teures Wahlkampfmanöver.

FFM Weekly 34/17

Es ist eine Schande, aber noch mehr. Es ist eine Epochenwende.

FFM Weekly 33/2017

Die Redaktion möchte in Zukunft die wichtigsten Nachrichten in ein- bis zweiwöchentlichen Abständen zusammenfassen, damit denen, die wenig Zeit haben, nicht so viel verloren geht. Vielleicht wird daraus in absehbarer Zeit ein Newsletter.

FFM Weekly 31/2017

Im Vordergrund steht weiterhin die Befürchtung, dass Boat People vor der libyschen Küste mit Hilfe Italiens von der „libyschen Küstenwache“ abgefangen und in Lager zurück transportiert werden, in denen sie gefoltert und vergewaltigt werden. Wahrscheinlich ist, dass manche Milizen das Schlauchboot-Business betreiben und gleichzeitig als „Küstenwache“ operieren.