Militäreinsätze im Sahel „Teil des Problems“

Die Militäreinsätze sind nicht nur Teil der Lösung für die Krise in der Sahelzone, sondern ebenso ein Teil des Problems. 80.000 der Vertriebenen in Mali geben an, dass sie wegen der Militäroperationen fliehen mussten.

Weitere Kämpfe in Burkina Faso

Am (23.12.) waren bei schweren Kämpfen um die Militärbasis Arbinda im Norden des Landes nach lokalen Berichten bis zu 135 Menschen ums Leben gekommen. Offiziell war von sieben getöteten Soldaten und Gendarmen, 35 toten Zivilisten und über 80 getöteten Terroristen die Rede, als die Armee einen Angriff 200 schwerbewaffneter mutmaßlicher islamistischer Rebellen zurückschlug. Die meisten ...

„Tote bei Terrorangriff in Burkina Faso“

Sie kamen auf Motorrädern und griffen eine Militärbasis im westafrikanischen Land an. Sieben Militärs und viele Zivilisten wurden getötet. Aber auch 80 Angreifer wurden nach Medienberichten „neutralisiert“.

US-Rückzug aus Sahara und Sahel?

Am 24.12.2019 meldet die NYT, dass der US-Verteidigungsminister Esper über einen weitgehenden oder gar totalen Rückzug der US-Truppen aus Westafrika nachdenke. Ein solcher Rückzug würde, so halten Militärs dagegen, den strategischen Interessen Russlands und Chinas die Tore öffnen. Vor allem aber würde ein solcher Rückzug die EU-Truppen unter Führung Frankreichs auf sich selbst gestellt zurücklassen.

Sahel, 1.000 Interviews von Aufständischen: Nichtreligiöse Motive wichtig

Die Sozialwissenschaftlerin Lori-Anne Théroux-Bénoni hat mit ihrem Team im Auftrag des südafrikanischen Forschungsinstitut zu Sicherheitsfragen (ISS) seit 2017 über 1.000 Personen interviewt, die sich in Gruppen engagiert haben, die als terroristisch klassifiziert werden. Am 1.12.2019 hat sie ihren Forschungsbericht in Ouagadougou vorgestellt. Le Monde hat sie zu den Ergebnissen befragt und zitiert ihre Antworten.

Burkina Faso: Gold im Sahel

Ein Report bei Reuters berichtete über Goldminen, die in der Nachbarschaft eines Naturschutzgebiets liegen und ohne staatliche Aufsicht und Konzessionen betrieben werden. Die Vorgänge erinnern an die Goldminen im Tibesti-Gebirge, wo sich lokale Bevölkerung, Tubu-Milizen und Militär um die Ausbeutung der dortigen Minen streiten.

Niger: 500 Personen stürmen Militärbasis Inate, mind. 71 tote Soldaten

Am späten Dienstagnachmittag haben laut Internetportal „Maliactu“ 500 Personen die strategisch gelegene Militärbasis Inates im Niger angegriffen. Sie stürmten auf Motorrädern und in Fahrzeugkolonnen aus drei Richtungen heran. Im Laufe von drei Stunden brachten sie 71 nigrische Soldaten um, 30 weitere Soldaten sind vermisst, 12 wurden später verletzt aufgefunden. Die Angreifer erbeuteten zahlreiche Waffen und ...

Migration-Control Wiki: Niger

Migration war im Niger lange Zeit eine Ressource und unterlag kaum politischer Regulierung durch die nigrische Regierung. Und auch das Interesse Europas am Niger war äußerst gering. Beides änderte sich um das Jahr 2015, als der Niger zum privilegierten Partnerstaat in der Umsetzung der europäischen Migrationskontrollpolitiken wurde.

When refugees in Libya are being starved, Europe’s plan is working

Central to the EU’s strategy over the past decade has been the outsourcing of immigration control, paying countries from Libya to Sudan, from Niger to Turkey, to deter potential migrants to Europe. In this process a new form of imperialism is emerging, whereby rich nations, in the name of protecting their borders from migrants, trample ...

EU-Militär in Mali

Die Bundesregierung bereitet einen zusätzlichen Einsatz der Bundeswehr in Mali vor. Ziel ist die Beteiligung an einer von Frankreich geplanten Operation („Opération Tacouba“), in deren Rahmen europäische Spezialkräfte Sondereinheiten aus Mali ausbilden sollen. Perspektivisch ist eine Ausweitung auf weitere Sahel-Staaten geplant.

EUCAP Sahel Niger – Migrationsbekämpfung gescheitert?

In einer Expertise für die EU-offiziöse „Fondation Robert Schuman“ vom 18.11.2019 zieht der Wissenschaftler Léonard Colomba-Petteng eine vernichtende Bilanz der EUCAP Sahel Niger Mission. Er ruft in seiner Vor-Ort-Studie („The Common Foreign and Security Policy under test in Niger“) dazu auf, die Mission technisch abzurüsten und eine Exit-Strategie zu erarbeiten, anstatt ihr Mandat zu verlängern.

Externalizing the Borders: EU Politics in the Sahara

Beitrag der FFM auf der Pressekonferenz der International Sudan Conference, Berlin 22./23.11.19: Ladies and Gentlemen, dear friends, FFM’s focus is on on migration movements around and across the Mediterranean Sea. At the moment we are also part of the Migration-Control project. I will speak about this in a minute. Let me first address something which is happening right ...

Sahel: Point of no return? – Bibliographie

Die Bevölkerung im Sahel, insbesondere in Mali und in Burkina Faso, wendet sich zunehmend gegen die französischen und andere westlich-hochaufgerüstete Militärs. Die großen Anschläge auf malische und burkinische Soldaten in den letzten Monaten haben jeweils Hunderte Jugendliche ausgeführt, die auf ihren Motorrädern aus verschiedenen Richtungen auf die Militärbasen zustürmten. In weiten Landstrichen sind keine staatlichen ...

„Who is Your Dance Partner?“

The Sahara is one of the few places on earth no one has been foolish enough to try to conquer. There have, however, been attempts, over the centuries, to govern it.

„Wie es in der Sahelzone zu einer Eskalation der Gewalt kommen konnte – und warum das für Europa verheerende Folgen haben dürfte“

In einem Kommentar für die NZZ beschreibt Fabian Urech die Eskalation der Gewalt in der Sahelzone und die Folgen, die sich daraus für Europa ergeben können. Der Text verdient Aufmerksamkeit, lässt aber vor allem zwei Aspekte außer Betracht: die Konstitution und „Agency“ der Menschen in der Sahelzone und den europäischen Beitrag zur Eskalation der ...

„Sahelzone und Islamismus: Protest gegen Profiteure“

Die wenig effiziente ausländische Einmischung in Afrika beim Kampf gegen die Islamisten stößt bei der lokalen Bevölkerung auf immer mehr Unmut.

Mali: G-5 Sahel durch schweren Anschlag geschwächt

In deutschen Medien wurde fast nichts über den großen Doppelanschlag auf die französisch geführte internationale Militäroperation „G-5 Sahel“ am 30.09. und 01.10.2019 in Mali berichtet. „G-5 Sahel“ und die Nationalstaaten der Region sind ohnehin schon sehr geschwächt.

Nord-Mali: Hunger, Migration und militärische Drohungen der Großmächte

Am 07.09.2019 befand Mahamadou Issoufou, nigrische Staatschef und derzeitige Präsident der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), dass das Statut von Kidal – der malische Friedensschluss 2015 zwischen dem aufständischen Nord-Mali (Azawad) und dem malischen Nationalstaat – eine Bedrohung der inneren Sicherheit Nigers darstelle. Maman Sidikou (Burkina Faso), Generalsekretär der französisch-internationalen Militäroperation „G5-Sahel“, stimmte ihm Mitte September 2019 ...

Tschad, Teil 3: Eine Milliarde gegen die Flüchtlinge

Die Europäische Union wird im Zeitraum 2017 bis 2021 925 Millionen Euro für den Tschad bereit stellen. Hinzu kommen Gelder aus dem European Trust Fund in Höhe von 95 Millionen Euro, diese sollen sich gezielt den Ursachen von Migration zuwenden und dazu noch zahlreiche Projekte finanzieren. Alles in enger Zusammenarbeit mit den Behörden und der ...

ECOWAS: Eine Mrd. Dollar für die Aufrüstung des Sahel

West African leaders meeting in Burkina Faso have announced a one-billion-dollar plan to combat rising insecurity in the Sahel region. The pledge, to be funded from 2020 to 2024, was announced on Saturday at the end of the Economic Community Summit of West African States (ECOWAS) in Ouagadougou.