„Keine Verlängerung der Mandate für EUTM Mali und MINUSMA“

Initiative gegen das EU-Grenzregime in Afrika Berlin, 24.05.2020 Offener Brief an die Abgeordneten des Bundestags Keine Verlängerung der Mandate für EUTM Mali und MINUSMA Sehr geehrte Damen und Herren, am 29. Mai werden Sie über die Verlängerung der Mandate für MINUSMA und EUTM Mali abstimmen. Wir möchten Ihnen nahelegen, diese Entscheidung gründlich zu überdenken und dem Einsatz Ihre Zustimmung zu ...

Sahel: Militärmassaker an Zivilbevölkerung als Counterinsurgency

Mit Hilfe statistischer Auswertungen sowie Zeit- und Raumdiagrammen belegt ACLED, dass die Militärmassaker nach dem französischen G5-Sahel-Gipfel in der französischen Stadt Pau am 13.01.2020 sprunghaft zugenommen haben.

Sahel: Sesshaft wird man nicht per Dekret – Interview Boureïma Dodo

In einem Interview erklärt Boureïma Dodo (Niger) die wachsenden Bedrohungen, die von den Nationalstaaten des Sahel und von der landbebauenden oder spekulativen Landnahme gegenüber dem Nomadentum ausgehen.

Wie sich die Militärs des Sahel verhasst machen

Am 15.04.2020 veröffentlichte das ISS Dakar eine Kurzstudie von Remadji Hoinathy unter dem Titel: Is counter-terrorism history repeating itself in lake Chad Basin?

Das EU-Militärengagement und die „Entwicklungspolitik“ im Sahel

Im Folgenden werden wir einige Beiträge zu der gewaltförmigen, militärpolitischen Durchdringung des Sahel skizzieren und am Schluss auf die dortige sogenannte „Entwicklungspolitik“ eingehen.

„Wer Militäreinsätze unterstützt, muss sich auch für deren Dynamiken interessieren“

Unter dem Titel „Kein Volk, kein Staat – Bevölkerung und Militär“ hatten wir am 26. März eine Auseinandersetzung zwischen AEI (Afrique-Europe-Interact) und Christoph Marischka dokumentiert, der in einem Beitrag der IMI (Informationsstelle Militarisierung) den Auftritt eines Vertreters von AEI in einem Bundestagsausschuss, in dem über die UN-Mission MINUSMA in Mali verhandelt wurde, sowie den „Offenen ...

Sahel Corona-Krise: Frankreich fürchtet Implosion der Staaten

Weltweit gehen die Staaten mit enormen Haushaltsmitteln gegen die soziale wie gesundheitspolitische Corona-Krise vor. Ärmere Staaten des globalen Südens erhalten Transfer-Spritzen aus dem Norden. Das französische Außenministerium geht davon aus, dass die Staaten des Sahel und auch Zentralafrikas diese finanziellen und medizinischen Mittel nicht an die Bevölkerung weiterleiten werden und befürchtet eine „Implosion“ dieser Staaten. Es spricht von ...

„Crisis in the Sahel Becoming France’s Forever War“

In ihrem Artikel in der NYT | 29.03.2020 berichtet Ruth Maclean über Eindrücke von Kontrollfahrten mit den Truppen der Operation Berkhane als „eingebettete“ Journalistin. Sie verweist zudem auf einen Report des ISS vom Dezember 2019, wobei ISS die französische Militärintervention unterstützt, aber zugleich versucht, gegenüber den „Islamisten“ eine differenzierte Stellung einzunehmen. In der englischsprachigen Zusammenfassung ...

Kein Volk, kein Staat – Bevölkerung und Militär im Sahel

Im Folgenden dokumentieren wir die Auseinandersetzung zwischen Olaf Bernau /AEI und der ARI bzw. C. Marischka, dessen Artikel auf dem IMI-Portal zu lesen ist. Wir rufen dazu auf, diese Diskussion als Chance zu einer groß angelegten Diskussion zu nutzen, an denen sich nicht nur Expert*innen des Sahel und des Antimilitarismus beteiligen sollten.

Blutzoll Sahel: Französische Militärs töten ca. 100 Personen monatlich

Laut der Tageszeitung „Le Monde“ töten die Militärs der Operation „Barkhane“ im Sahel seit Jahresbeginn ca. 100 Personen monatlich, in der Sprache der Militärs handelt es sich um die „Neutralisierung von bewaffneten Terrorgruppen“.

Burkina Faso: „Masked men, murder and mass displacement“

“Officially, there is no location that has fallen to the terrorists,” says Jacob Yarabatioula, a sociologist at the University of Ouagadougou researching the violence. “But in reality, there are places at the extreme borders with Mali where you have no signs of the administration. No police, no gendarmerie, no defence forces, no schools. Those places ...

Mali: Dialog Aufständische – Regierung?

Die Organisation des Altdschihadisten Iyad Ag Ghali lässt verlauten, es gebe nur eine Vorbedingung für den Dialog gibt: Die französisch-internationalen Militärs der Operation Barkhane und der Minusma müssten abziehen, wie es die Bevölkerung verlange.

Sahel: Soziale Wissensrevolution – militär-politische Blackbox

Nach der unerwarteten Arabellion (2011) und nach den unerwarteten großen Mittelmeerüberfahrten (2014/15) hat im globalen Norden eine Wissensproduktion über die sozialen Verhältnisse südlich des Mittelmeers, in der Sahara und im Sahel eingesetzt. Große Teile dieser Wissensproduktion dienen indirekt der Politikberatung. Die herrschende Politik möchte sich gegen neuerliche Aufstände und große Migration wappnen. Doch über Militäraktionen ...

Libyen, Tuareg und Tubu: Gegen neues Grenzregime und politischen Ausschluss der Bevölkerung

Die algerische oppositionelle Tageszeitung „Watan“ veröffentlicht ein Interview mit dem Tuareg-Aktivisten Akli Sh’kka zur Situation in Libyen. Ausführlich beschreibt dieser die Kontinuitätslinien der staatlichen Herrschaft aus Gaddafis Zeiten bis heute. Das neue Grenzregime gegen die Boat-people, das vor allem Italien und Frankreich durch Abkommen und Aufrüstungen zu verantworten haben, habe nur „Chaos“ ins Land gebracht.

Amerkungen zu G5 Sahel

G5-Sahel wurde 2014 von den Regierungen Mauretaniens, Malis, Burkina Fasos, Nigerias, des Niger und des Chad gegründet, um gemeinsame Entwicklungsprpjekte zu fördern. Die Steuerung erfolgt über ein Sekretariat in Nouakchott, Mauretanien.

Mali: Aufständische stürmen Grenzschutz und töten mind. 20 Paramililtärs

Rund hundert Aufständische haben am Sonntagmorgen den paramilitärischen Grenzschutz in Sokolo angegriffen. Es handelt sich um den letzten Ort vor der Grenze zu Mauretanien, in der Mitte Malis. Die Angreifer töteten mindestens 20 Paramilitärs, übernahmen für ein oder zwei Stunden das Militärcamp, zerstörten es und nahmen alle aufgefundenen Waffen mit.

Tschad: Reportage über Flüchtlinge und EU-Migrationspolitik – SWR2

Die Europäer setzen darauf, den Menschen vor Ort eine „Bleibeperspektive“ zu geben. Doch die Jungen und Starken wollen nicht im Elend der Sahelzone bleiben. Für sie gibt es nur einen Ausweg: Europa.

„Wie Saigon 1974“

In der gesamten Sahelzone von Mali, Burkina Faso über Niger bis zur Region rund um den Tschadsee, wo Nigeria, Kamerun und Tschad aufeinandertreffen, sind Millionen von Menschen auf der Flucht vor den sich ausbreitenden Angriffen terroristischer Gruppen. Sie sind immer besser vernetzt, und die Strategen der Terrorbekämpfung erscheinen immer ratloser.

Militäreinsätze im Sahel „Teil des Problems“

Die Militäreinsätze sind nicht nur Teil der Lösung für die Krise in der Sahelzone, sondern ebenso ein Teil des Problems. 80.000 der Vertriebenen in Mali geben an, dass sie wegen der Militäroperationen fliehen mussten.

Weitere Kämpfe in Burkina Faso

Am (23.12.) waren bei schweren Kämpfen um die Militärbasis Arbinda im Norden des Landes nach lokalen Berichten bis zu 135 Menschen ums Leben gekommen. Offiziell war von sieben getöteten Soldaten und Gendarmen, 35 toten Zivilisten und über 80 getöteten Terroristen die Rede, als die Armee einen Angriff 200 schwerbewaffneter mutmaßlicher islamistischer Rebellen zurückschlug. Die meisten ...