12. Februar 2015 · Kommentare deaktiviert für „Die Krise der Festung Europa“ · Kategorien: FFM-Texte, Hintergrund · Tags: ,

Die Festung Europa ist nicht mit den Kreuzzügen oder der Reconquista entstanden. Sie ist nicht 500 Jahre, sondern 20 bis 25 Jahre alt. Sie dient der Aufrechterhaltung des sozialen Grabens am Mittelmeer, der in den letzten zwei Jahrzehnten so tief geworden ist wie nie zuvor in der mehrtausendjährigen historisch bekannten Geschichte des Mittelmeerraums. Die Lebensverhältnisse zwischen Südeuropa und Nordafrika befinden sich zur Zeit im Verhältnis 1:13.

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27. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Letzte Chance, bevor die Festung Europa schließt“ · Kategorien: Balkanroute · Tags: ,

Quelle: tagesschau.de

Experte zu Lebensbedingungen auf dem Balkan

Der Strom von Asylbewerbern vom Balkan reißt nicht ab, obwohl 90 Prozent abgelehnt werden. „Es sind akute Notlagen, die die Menschen nach Deutschland treiben“, meint Experte Michael Weichert im tagesschau.de-Interview. Und die Angst vor einem Europa, das sich abschottet.

tagesschau.de: Von den Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen, kommen mehr als 40 Prozent aus den westlichen Balkan-Ländern. Was sind das für Menschen? Welche Motive haben Sie?

Michael Weichert: Das sind ganz unterschiedliche Gruppen von Menschen. Viele kommen vom Land, wo die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit noch stärker durchschlägt. Dort gibt es noch geringere Chancen auf eine Ausbildung, es fehlt an Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und die massenhafte Landflucht hinterlässt zum Teil verödete Landstriche. Auf der anderen Seite sind es Leute, die schon im Ausland gelebt und studiert haben, beispielsweise während des Krieges auf dem Balkan, die dann aber wieder zurückgegangen waren. Angesichts der desolaten Situation in ihren Ländern und der Zukunftsängste entscheiden sie sich, lieber wieder wegzugehen.

Eine große Rolle spielen auch die Familienmitglieder, die bereits ins westliche Ausland ausgewandert sind und sich dort ein Leben aufgebaut haben: Sie bemühen sich, weitere Familienmitglieder nachzuholen und geben ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben in Deutschland.

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27. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Hungary’s Vámosszabadi refugee camp dangerously overcrowded · Kategorien: Ungarn · Tags: , ,

Quelle: The Budapest Beacon | mit vielen Fotos

by Illés Szurovecz

The Vámosszabadi refugee camp in southern Hungary is dangerously overcrowded. There refugees can choose between sleeping side by side on cots indoors or sleeping in tents where temperatures reach 110 degrees. Others opt to sleep in a small wood nearby. There are not enough toilets. Garbage is everywhere. The experience is not only trying for the refugees but also for the staff. Members of the press have been forbidden by the Office of Immigration and Nationality (BÁH) from visiting the camp. With the help of a Socialist member of parliament, abcug.hu was able to obtain some photographs from inside the camp.

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27. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Spanien: Wo Asyl der Abschreckung dient“ · Kategorien: Spanien · Tags: ,

Quelle: Zeit Online

Spanien hält Flüchtlinge mit rigiden Grenzkontrollen auf Abstand. Wer es ins Land schafft, lebt lieber illegal, als Asyl zu beantragen. Warum?

von Jonas Schreijäg

Nirgendwo ist die Festung Europa so greifbar wie in Melilla und Ceuta, den beiden spanischen Enklaven an Nordafrikas Küste – so nah, und doch so schwer zu erreichen. Hier trennen bis zu sechs Meter hohe Zäune Spanien von Marokko. Rasiermesserscharfer Nato-Stacheldraht soll Europa vor den Flüchtlingen sichern.

Am 15. Oktober 2014 spielten sich in Melilla dramatische Szenen ab: Mindestens 24 Flüchtlinge hängen im letzten Grenzzaun, der sie von Europa trennt. Ein Video dokumentiert, wie sie sich in die drahtigen Maschen krallen – die meisten schon auf spanischer Seite. Aber unten warten die Grenzpolizisten. Als ein Flüchtling herabsteigt, prügelt ein Guardia Civil mit seinem Schlagstock auf den Mann ein, die anderen reißen ihn aus zwei Metern zu Boden.

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27. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Nominiert für den taz Panter Preis 2015: Watch The Med Alarm Phone · Kategorien: Alarm Phone · Tags:

Quelle: TAZ

Die Grenzen wegdenken

Mit ihrem Notrufsystem koordiniert und überwacht die Gruppe die Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer.

„This number is not a rescue number!” Das liest man, wenn man auf die Webseite der Initiative Watch The Med Alarm Phone geht. Die AktivistInnen fahren nicht selbst mit Booten hinaus.

Frontex abschaffen! Die rund hundert AktivistInnen aus verschiedenen Ländern verstehen Watch The Med auch als ein politisches Projekt. Bild: Anja Weber

Sie versorgen die Küstenwache mit Informationen und überwachen die Rettungsaktion von MigrantInnen in Seenot. Mit vier der AktivistInnen sitze ich im Berliner Designstudio Bildargumente. Ihre Initiative besteht aus ungefähr hundert Leuten aus verschiedenen Ländern beider Seiten des Mittelmeers.

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Eunavfor Med ist jetzt schon eine Kopie von Mare Nostrum · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Quelle: AnalisiDifesa

Eunavfor Med è ormai la copia di Mare Nostrum

di Gianandrea Gaiani

Quasi 12 milioni di euro stanziati dalla Ue e 26 milioni di fondi italiani per coprire i costi dei primi due o tre mesi di missione Eunvafor Med: soldi buttati al vento a giudicare dai compiti affidati alla missione navale Ue che sulla carta dovrebbe contrastare i trafficanti di esseri umani attivi in Libia.

Invece le navi europee continuano ad essere impiegate per raccogliere clandestini in mare e sbarcarli in Italia.

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Über die grüne Grenze“ · Kategorien: Ungarn · Tags:

Quelle: FAZ.net

Flüchtlinge in Ungarn

Alle Wege führen über Szeged – die ungarische Stadt an der Grenze zu Serbien ist zu einem Zentrum der Wanderung nach Europa geworden. Gegen den Flüchtlingsstrom baut die Regierung einen Zaun. Wird er etwas ändern? Ein Besuch im Süden Ungarns.

von Stephan Löwenstein

Zum Grenzzaun? Das ist ganz einfach. Am nächsten Kreisel links, dann in Richtung Waldschule. Sechs Kilometer geradeaus, und wenn Sie Armeefahrzeuge sehen, dann sind Sie richtig. Fahren Sie einfach hinterher. Die freundliche Polizistin an der Station Mórahalom bleibt bei dieser hilfreichen Anweisung ganz sachlich, und doch drängt sich der Eindruck auf, als schwinge in ihrem Lächeln ein ironischer Zug mit. Gilt das dem Ausländer, dem wie angekündigt bald ein Armeelaster entgegenkommt, der sich selbst aber bald auf einer immer weicher werdenden Sandpiste wiederfindet, in der das Zivilfahrzeug stecken zu bleiben droht? Oder gilt es dem Zaun, der neuen Attraktion des unscheinbaren, aber keineswegs ärmlich wirkenden Dorfes ganz im Süden Ungarns, an der Grenze zu Serbien?

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Der eiserne Zaun“ · Kategorien: Ungarn · Tags: ,

Quelle: Der Tagesspiegel | mit Video und Fotos

Flüchtlinge in Ungarn

Von Mohamed Amjahid

Großvater Ali hat Wunden an den Füßen, mit seiner Familie aus Afghanistan hat er tausende Kilometer zurückgelegt. Nun soll sie Stacheldraht in Ungarn aufhalten? Ausgerechnet das Land, das im Kalten Krieg als erstes die Grenzanlagen einriss, schottet die EU gegen Flüchtlinge ab.

Eine afghanische Familie sitzt 500 Meter von der Baustelle im Dickicht und tunkt trockene Brötchen in lauwarmes Flusswasser. Der Großvater, der Vater, die Mutter und die drei Enkelkinder, sie sind einfach vorbeigelaufen am neuen, streng bewachten Zaun. Ihre Flucht hat sie drei Monate über Iran, die Türkei, Griechenland, Mazedonien und Serbien nach Ungarn geführt. Jetzt sind sie am südöstlichen Rand der Europäischen Union angekommen und wundern sich über das, was hier geschieht.

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für „Balkan-Flüchtlinge – worum es in dem Streit geht“ · Kategorien: andere Länder · Tags:

Quelle: Spiegel-Online

Fragen und Antworten

Von Florian Gathmann und Peter Maxwill

Die Flüchtlingsdebatte in Deutschland entzündet sich vor allem an Asylbewerbern vom Westbalkan. Warum kommen sie so zahlreich? Und weshalb tut sich die Politik so schwer mit dem Thema? Der Überblick.

Der Hass verbreitet sich im ganzen Land: In beinahe allen Bundesländern haben aufgebrachte Fanatiker in den vergangenen Wochen Flüchtlingsunterkünfte und deren Bewohner attackiert. Die Stimmung ist aufgeladen, und im Mittelpunkt der hitzig geführten Asyldebatte stehen vor allem Flüchtlinge vom Balkan.

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Privatinitiative aus Brandenburg hat 600 boat-people gerettet · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags:

Quelle: Sputnik Italia

Iniziativa privata da Brandenburgo ha salvato in mare 600 profughi

Dall’inizio di luglio Ingo Vert fa la ronda nel Mediterraneo sul suo motoscafo Sea Watch e salva profughi. Un testimone sostiene: nei luoghi dove ce n’è più bisogno, le navi Triton e Frontex non ci sono.

„Il 4 luglio siamo partiti per le acque libiche e in alcuni giorni abbiamo salvato 600 persone“, racconta Vert nella sua intervista a Sputnik.

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26. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Notruf Watch The Med rettet boat-people in Not · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Quelle: NPO Radio 1

Hulplijn Watch the Med redt bootvluchteling in nood

Duizenden vluchtelingen proberen in overvolle bootjes vanuit Noord-Afrika de oversteek te maken naar Europa. Als ze dan, midden op zee, in de problemen komen, kunnen ze bellen met de hulplijn van Watch The Med. Deze internationale hulporganisatie zet zich al jaren in voor vluchtelingen in nood.

Wat is het nut van deze hulplijn en wat drijft de mensen die de telefoontjes van vluchtelingen aannemen? Twee van de vrijwilligers, Jelle Goezinnen en Marcel Bolech, vertellen erover in Dit is de Dag.

Sendung vom 23. Juli 2015, ab 18:40:25

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