Diskriminierende Quarantäne für NGO-Boote

Am Vormittag hat die Sea-Watch mit 194 geretteten Boat-people an Bord im Hafen von Messina angelegt. Obwohl keiner der Geretteten irgendwelche Krankheitssymptome zeigte, wurden alle im Aufnahmezentrum der Gasparro-Kaserne im Dorf Bisconte unter Quarantäne gestellt. Die Besatzung der Sea-Watch darf das Schiff nicht verlassen. Der Präsident der sizilianischen Provinz Catania Musumeci hatte am Vorabend versucht, ...

Libysche „Küstenwache“ schießt auf Boat-people – mindestens 5 Tote

Nach unbestätigter Meldung hat die sogenannte libysche Küstenwache am 23.02.2020 aus größter Nähe auf ein Flüchtlingsboot geschossen. Der Vorfall ereignete sich ca. 5 Kilometer vor der libyschen Küste. Mindestens fünf Boat-people starben durch die Kugeln, die Anderen wurden zurückdeportiert und in ein Gefängnis verbracht, zwei Personen gelang die Flucht im Hafen von Tripolis. Von ihnen ...

Autonomie der Reproduktion?

Ägypten ist geprägt von der Knappheit des Wassers und des Landes. Zugleich wächst die Bevölkerung um 2 Millionen Menschen pro Jahr. Kairo hat inzwischen 26 Millionen Einwohner*innen. Das El-Sissi- Regime, bis an die Zähne bewaffnet und zugleich von Waffenlieferungen, Krediten und Nahrungsmittelimporten abhängig, sieht in der Zunahme der Bevölkerung eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“. Wir ...

Neue Marinemission Mittelmeer

Am Montag (17.02.) einigten sich die EU-Außenminister in Brüssel grundsätzlich auf eine neue Marinemission vor Libyen. Sie soll nichts mehr mit Flüchtlingsrettung zu tun haben, nur noch mit der Überwachung des Waffenembargos gegen Libyens Konfliktparteien.

„Drohnen für Frontex“

Statt sich auf die Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer zu konzentrieren, baut die EU die Luftüberwachung aus

„Amnesty-Preis für Iuventa 10“

Die deutsche Sektion von Amnesty International vergibt ihren diesjährigen Menschenrechtspreis an zehn ehemalige Crewmitglieder des Rettungsschiffes Iuventa. Das gab Amnesty Deutschland-Generalsekretär Markus Beeko am Dienstag bekannt. Die als „Iuventa 10“ bekannte Gruppe war 2016 und 2017 an 16 Missionen der deutschen NGO Jugend Rettet im Mittelmeer beteiligt. Dabei rettete sie etwas mehr als 14.000 Menschen ...

Spanisches NGO-Boot rettet 80 Boat-people

Die „Aita Mari“ der spanischen NGO Salvamento Maritimo Humanitario hat im Mittelmeer 80 Boat-people gerettet, darunter 18 Frauen und 8 Minderjährige. Das haben Aktivist*innen des Alarmphone berichtet. Gleichzeitig meldete Alarmphone ein weiteres Boot in Seenot, auf dem sich 91 Menschen befinden sollen. Nach stundenlangen Versuchen konnten die Aktivist*innen einen Vertreter der libyschen Küstenwache erreichen, der ...

Ceuta: Protest und Gedenken am EU-Zaun

Direkt am EU-Zaun, der die spanische Enklave Ceuta von Marokko trennt, fand die größte Protestveranstaltung zum Gedenken an mindestens 15 Geflüchtete statt, die am 6. Februar 2014 an dieser Stelle im Strandgewässer beim Überqueren der Grenze umkamen, als die spanische Guardia Civil Tränengaspatronen und Gummigeschosse auf die Schwimmenden schoss. Ungefähr 400 Demonstrant*innen, die aus der ...

„Mare Jonio“ frei! NGO-Rettungssschiffe kehren zurück

Das Rettungsschiff „Mare Jonio“ der Vereinigung „Mediterranea Saving Humans“ ist nicht mehr beschlagnahmt. Das Zivilgericht Palermo hat die Beschlagnahme vom 03.09.2019 aufgehoben, die der damalige Innenminister Matteo Salvini mithilfe des 2. Sicherheitsdekrets nach einer Rettungsaktiion angeordnet hatte. Auch die strafrechtliche Verfolgung der beiden Schiffsverantwortlichen wurde eingestellt.

„Das Mittelmeer von morgen“

Deutsche Außenpolitiker fordern Bundeswehreinsatz in Libyen. Einfluss der europäischen Mächte geht zurück.

Wiki Eintrag Tunesien

FFM ist daran beteiligt, die bislang von der TAZ unterstützte Seite Migration-Control zu aktualisieren und zu erweitern. Die neue Seite wird im Februar 2020 online gehen. Geplant ist, die bislang unter „Länder“ abrufbaren Beiträge als Wiki zugänglich zu machen und dieses Wiki um Regionalstudien und um weitere Einträge – wie EUTF, GIZ, EUNAVFOR oder FRONTEX ...

WTM Alarmphone: Reportage mit Interview – SWR2

Alarmphone – Eine Nummer für Flüchtlinge in Seenot Audio herunterladen (21,2 MB | MP3) Für in Seenot geratene Flüchtlinge gibt es eine Telefonnummer bei einer NGO. Aber lockt diese Hilfe nicht noch mehr Menschen auf den gefährlichen Seeweg? Von Vera Pache Sendung vom Di, 28.1.2020, 15:05 Uhr, SWR2 SWR2 | 28.01.2020

650 people call Alarm Phone over 5 days – all escape Libya and reach Europe!

Between Friday the 24th and Monday the 27th of January 2020, the Alarm Phone was alerted to nine boats in distress in the Central Mediterranean Sea. There were approximately 650 people on board and they all succeeded in their struggle to escape war-torn and torturous Libya and reached Europe.

🆘 Malta und Libyen verweigern Rettung! 3 Boote in Seenot!

🆘WHO WILL RESCUE 3 BOATS IN URGENT DISTRESS? Armed Forces Malta spotted 3 boats in distress in international waters/Libyan SAR via air surveillance & 2 of the boats called #AlarmPhone earlier today. All relevant authorities are alerted but so far nobody has taken responsibility! Email exchanges between #Malta & #Libya that included #AlarmPhone reveal a rejection ...

„Seenotrettung: Chatten, um Leben zu retten“

Das Alarmphone ist eine ständig erreichbare Telefonnummer, die Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer anrufen können, sobald sie in Seenot geraten. Heute gibt es über 200 Aktive, die in Europa und Nordafrika im Acht-Stunden-Takt Schichten übernehmen, Notrufe annehmen, Seekarten studieren, und europäische Küstenwachen kontaktieren, damit diese den Schiffbrüchigen zu Hilfe eilen.

Marokko, Harragas: Nicht die militärischen Todesschützen, sondern die Überlebenden hart verurteilt

In September 2018 hatten Militärs der Königlichen Marine ein Harragas-Boot unter Beschuss genommen. Eine marokkanische Studentin starb. 9 Mitpassagiere wurden zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, zeitlich zu EU-Aufrüstungen für Marokko.

Think-Tanks liefern EU-Grenzaufrüstungsmaterial an Marokko

Marokko wird in den letzten Monaten rasant von der EU für die Grenzüberwachung aufgerüstet. Über 1.300 Fahrzeuge, zumeist Geländewagen, Gefangenentransporter, Motorräder, Ambulanz- und Kühlwagen, 1.400 Computer und Tablets, umfangreiche Kommunikations-, Radar-, Überwachungs- und Scannergerätschaften sowie Drohnen erhält Marokko gerade von der EU. Die Materialbeschaffung und -lieferung haben das ICMPD Wien und die spanische Stiftung FIIAPP ...

„Ocean Viking mit 162 Geretteten auf dem Mittelmeer“

Die Ocean Viking mit 162 geretteten Boat-people an Bord kann in Taranto / Sizilien anlegen. Das hat das italienische Innenministerium bekannt gegeben, nachdem sich Deutschland, Frankreich und Portugal bereit erklärt haben, die Migrant*innen aufzunehmen.

„EU bezahlt Folter“

Während die EU weiterhin darauf setzt, Flüchtlinge von der Überfahrt von Libyen nach Europa abzuhalten und die sogenannte libysche Küstenwache ausbildet, äußert die UN-Menschenrechtskommission harte Kritik an dieser Praxis.

„Europäische Werte“

Beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, sind auch dieses Jahr wieder mehr Flüchtlinge zu Tode gekommen als auf jeder anderen Fluchtroute überhaupt. Von den 3.170 Menschen weltweit, die seit dem 1. Januar 2019 auf der Flucht ihr Leben verloren, starben 1.246 auf dem Weg aus Nordafrika in die EU – fast doppelt ...