Kachel 4 – Schwerpunkte

Spanien – Frankreich, die neue Migrationsroute

Seit der Flucht vor den Franco-Truppen 1939 beginnt erstmals wieder eine Fluchtroute am Rande der Pyrenäen von Spanien nach Frankreich. 80 bis 100 Transitaufenthalte würden an der Grenze im Baskenland und auf der katalanischen Seite gezählt. Städtische Kommunen und Hilfsorganisationen organisieren auf der spanischen Seite Unterkünfte. Die französische Polizei hat nach Angaben des französischen Innenministeriums im laufenden Jahr bereits 10.500 Transitgeflüchtete zurückgeschoben. An der französisch-italienischen Grenze liegen diese Zahlen noch höher.

Valsusa: Anlaufstelle für Transitmigrant*innen von Polizei geräumt

Bei Tagesanbruch haben italienische Polizei und Carabinieri das seit Ostern besetzte Pfarrhaus von Claviere/Valsusa geräumt, das eine wichtige Anlaufstelle für Migrant*innen war, die von dort aus über die Grenze nach Frankreich wollten. Migrant*innen und Unterstützer*innen hatten das Untergeschoss der Kirche Ostern besetzt und in die selbstverwaltete Unterkunft ‚Chez Jesus‘ umgewandelt.

Italien will deutsche Dublin-Abschiebungen verhindern

Die deutsche Regierung bereitet zwei Charterflüge mit Dublin-Abschiebungen nach Italien im Oktober vor. Der erste Abschiebeflug soll am 09.10.2018 stattfinden. Der italienische Innenminister kündigt an, dass er für Abschiebeflüge aus Deutschland oder von Brüssel organisiert die italienischen Flughäfen sperren lassen wird: es werde keine Landeerlaubnis geben.