Alarm Phone Aegean Regional Report

The Aegean Sea this year has become once again the most frequent escape route chosen by people on their way to Europe. As a consequence, the numbers of refugees trapped in Greece steadily increased for a third year in a row. While the Turkish Coast Guard seems to have detected and arrested more or less the same number of refugees attempting to cross the border in the Aegean Sea irregularly in the first five months of 2019, thus, continuing with the practice of “pull-backs”. This phenomenon has also been observed by the Alarm Phone. Through the emergency calls it receives, the Alarm Phone has noticed an increase in accounts of attacks by “masked men” in the Greek territorial waters. Attacks which were followed by pull-backs by the Turkish authorities.

Griechenland/Türkei: Zahl der Toten bei Überfahrt in der Ägäis steigt auf 12

In einem Statement über das gestern vor Kos in Seenot geratene Flüchtlingsboot spricht die türkische Küstenwache inzwischen von zwölf geborgenen Toten. Zuvor war von acht Toten berichtet worden. Da die Zahl der Menschen, die sich auf dem Boot befunden haben, unbekannt ist, ist nicht auszuschließen, dass noch mehr Boat-people dem Unglück zum Opfer gefallen sind.

Italien: 554 Boat-people auf der östlichen Mittelmeerroute gelandet

Trotz der Politik der ‚geschlossenen Häfen‘ und trotz des Sicherheitsdekrets 2 landen weiterhin Boat-people an den italienischen Küsten. In den letzten sechs Wochen haben über die östliche Mittelmeerroute mehr als 550 Migrant*innen Italien erreicht, abgesehen von denen, die bei ihrer Ankunft nicht registriert wurden. Sie kommen auf sog. Phantombooten – Segelboote, die in der Türkei ablegen und über die Ägäis die Küsten von Kalabrien und Apulien ansteuern.

Italien: 170 Boat-people am Wochenende angelandet

Am Wochenende sind ca. 170 Boat-people in Italien angekommen. Das italienische Kriegsschiff „Cigale Fulgosi“ hat ungefähr 100 Geflüchtete nach Genua gebracht. Die Geretteten berichteten den Ärzten in Genua, dass in den zwei Tagen auf See mehrere Personen gestorben sind. Das italienische Kriegsschiff hatte – nach einem Tag beobachtendem Abwarten – erst gerettet, als Alarmphone und Seenotrettungs-NGOs die Kunde eines gestorbenen Kleinkinds weiterleiteten.

Push-Backs an der griechisch-türkischen Grenze

Euronews berichtet von mehreren Fällen illegaler Push-Backs am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros, die sich im Laufe des letzten Monats ereignet haben sollen. Anstatt Schutz in Griechenland zu finden, wurden die Asylsuchenden unter Androhung von Gewalt gezwungen, in die Türkei zurückzukehren. Augenzeugen berichten, dass viele ihnen in türkischen Gefängnissen gelandet sind. Die Aussage wird von Familienangehörigen und Anwälten bestätigt.