Malta verlangt von Sea-Eye Ende der Rettungseinsätze

Das Sea-Eye Schiff Seefuchs, das seit drei Monaten in Malta festgehalten wird, dar den Hafen von Valetta nur verlassen, wenn die NGO vorher eine Erklärung abgibt, dass sich die Organisation nicht mehr an Rettungsmissionen in der SAR beteiligt.

Warum hat das marokkanische Kriegsschiff nicht auf den Spanier geschossen?

Abgeschreckt werden sollten die Marokkaner*innen, die derzeit auf eine Überfahrt nach Spanien warten. Die Spanier, die offensichtlich mit Schnellbooten wie diesem Flüchtlingsboot den Drogenhandel in der Meerenge von Gibraltar betreiben, sind nicht das Ziel der Abschreckung.

West-Algerien: 312 Harragas in einem Monat abgefangen

Innerhalb eines Monats hat die algerische Küstenwache im Westen des Landes insgesamt 312 Harragas abgefangen, darunter elf Frauen und 27 Minderjährige. 77 von ihnen wurden gerettet, nachdem ihre Boote bei der Überfahrt auseinandergebrochen waren.

Algerien: Verwandte verschwundener Harragas schliessen sich zusammen

Verwandte von 15 Harragas, die vor einem Jahr östlich von Algier aufgebrochen sind, haben sich auf der Suche nach ihrer Angehörigen zusammengeschlossen. Sie haben 48 Stunden nach Abfahrt der Harragas noch Anrufe von ihnen erhalten, ohne aber mit ihnen sprechen zu können. Algerische Behörden weigern sich, die Telefondaten auszuwerten. Unterschiedliche Annahmen zum Verschwinden kursieren.

Libyen: 116 Boat-people vor Zuwara abgefangen

The Libyan Coast Guard has rescued 116 illegal immigrants, including 12 women and one child, north of the city of Zuwara, west of Tripoli, according to the Spokesman of the Libyan Navy Ayoub Qasim.

Aquarius: EU-Aufteilung der Geretteten über Malta

Nach den ersten Absagen der Aufnahme der 58 geretteten Boat-people der Aquarius 2 (SOS Méditerranée / MSF)  in jedwedes EU-Land und dem Entzug der Panama-Flagge auf Druck der italienischen Regierung hatte sich das Rettungsschiff nach Norden Richtung Marseille auf den Weg gemacht. Allerdings führten mehrfache SOS-Fälle das Schiff zurück in die von Libyen beanspruchte SAR-Zone. ...

Algerien – Spanien: Hunderte Harragas in wenigen Tagen

Seit einigen Wochen herrscht bei der Harragas-Abfahrt aus dem Westen Algeriens Richtung Spanien Hochbetrieb. Die Lokalzeitungen berichten allein in den letzten 5 Tagen von ca. 100 Harragas, die von algerischer oder spanischer Seite aufgebracht wurden.

Marokkanisches Kriegsschiff schießt auf Harragas – mindestens eine Tote

Am Nachmittag des 25.09.2018 haben in der Meerenge von Gibraltar Soldaten eines großen marokkanischen Kriegsschiffs mit Schnellfeuergewehren auf ein Boot mit marokkanischen Harragas geschossen. Am Abend starb eine der Verletzten. Eine schwerverletzte Person wurde in der Nacht zur Operation nach Rabat geflogen. Andere Verletzte liegen derzeit im Krankenhaus von M’diq.

Iuventa NGO-Rettungsschiff – Solidarität!

Es ist September 2018, der Jahrestag der Beschlagnahmung liegt hinter uns, und wir wollten uns nochmal gemeldet haben bevor uns die globale Erderwärmung alle dahin rafft und die Menschheit sich wünscht, Migration sei ihr größtes Problem gewesen.

„Flüchtlinge dürfen in Malta an Land“

Nachdem SOS Méditerranée zuvor Frankreich um Erlaubnis gebeten, die Flüchtlinge dort an Land bringen zu können, darf die Aquarius nun in den Hafen von Valletta, Malta einlaufen. Voraussetzung war, dass Portugal, Spanien und Frankreich der Umverteilung der 58 Migrant*innen zugestimmt haben, die nun dort an Land gehen.

„Die Abriegelung ist komplett“

Panama entzieht dem Rettungsschiff „Aquarius 2“ die Flagge, offenbar auf Druck aus Italien. Matteo Salvinis Abschottungspolitik geht auf.

„Italian government pressures Panama to stop Aquarius rescues on world’s deadliest maritime route“

Reaktion von SOS MEDITERRANEE und Médecins Sans Frontières (MSF) auf die Ankündigung der Panama Maritime Authority (PMA), die Registrierung des Such- und Rettungsschiffes Aquarius unter dem offenkundigen wirtschaftlichen und politischen Druck der italienischen Regierung zu widerrufen. Diese Ankündigung verurteilt Hunderte von Männern, Frauen und Kindern, die Sicherheit suchen, zum Ertrinken.

Boat from Libya calls Alarm Phone – rescued by SOS MEDITERRANEE

Nachdem die Aquarius vor der Küste Libyens 58 Boat-people an Bord genommen hat, hat das Schiff auf Anweisung der Küstenwache die Rettungszone verlassen. Welchen Hafen die Aquarius ansteuern wird, ist noch unklar. Italiens Innenminister Salvini hat bereits erklärt, dass die italienischen Häfen „für diese Herren“ geschlossen bleiben.

Frontex: Macron droht Italien mit Schengen-Ausschluss

Auf dem informellen EU-Gipfel in Salzburg hat anscheinend die italienische Regierung Einspruch gegen die EU-Pläne zur massiven Ausweitung der Frontex-Aufgaben erhoben. Nach dem Frontex-Vorschlag der EU-Kommission sollen Frontex-Polizisten in Ländern auch gegen den Willen ihrer jeweiligen Regierungen eingesetzt werden dürfen.

„Mittelmeer: Die Aquarius hat ihre Rettungsarbeit wieder aufgenommen …“

… und die EU hat noch immer keinen Plan, wie sie mit Migranten aus Afrika umgehen soll. Die jüngste Hoffnung ist die „vertiefte Zusammenarbeit“ mit Ägypten

NoS20 Salzburg: Polizei attackiert Demonstrant*innen

Die Demonstration gegen den EU-Gipfel in Salzburg mit mehr als 1.000 Teilnehmern ist nach dem Ende des Zugs im Salzburger Volksgarten um 17 Uhr noch eskaliert. Polizisten gingen vor der Salzburger Eishalle mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Demonstranten vor. Sanitäter vor Ort sprechen von mindestens 30 Verletzten.

NGO-Schiff Aquarius rettet 11 Boat-people, keine Auslieferung an Libyen

Kaum ist das NGO-Schiff Aquarius wieder im zentralen Mittelmeer, trifft es auf Boat-people. Nachdem alle umliegenden Seenotrettungsstellen informiert wurden, das italienische MRCC auf die Libyer verwiesen hatte, aber die sogenannte libysche Küstenwache gar nicht erreichbar war, nahm Aquarius die 11 Boat-people an Bord.

„Ich kann nicht kotzen, kann nicht weinen, das Erlebte steckt fest.“

Edouard ist Seenotretter. Über seinen bisher traumatischsten Rettungseinsatz hat er noch nie gesprochen. Weil er glaubte, die richtigen Worte nicht finden zu können. Jetzt hat er sich dazu durchgerungen. Ein bewegender Bericht.

„When rescue at sea becomes a crime: who the Tunisian fishermen arrested in Italy really are“

Netzwerke von Fischern aus Marokko und Mauretanien haben Solidaritätsadressen veröffentlicht und der tunesische Staatssekretär für Immigration, Adel Jarboui, forderte die italienischen Behörden auf, die Fischer, die in Tunesien als Helden gelten, freizulassen.

Aquarius auf dem Weg in die libysche Such- und Rettungszone

Die Rettungsschiff von SOS Méditerranée und Médecins Sans Frontières, MSF hat den Hafen von Marseille verlassen, um die Rettungseinsätze vor der libyschen Küste wieder aufzunehmen. Es soll heute Abend dort eintreffen. Italiens Innenminister Salvini hat per Twitter wissen lassen, dass die Aquarius in italienischen Häfen nicht anlegen dürfe: Porti chiusi!