Griechenland: Gestrandet in Athen, Ort des Schreckens für vertriebene Flüchtlinge

Obdachlose Migrant*innen prägen mehr und mehr das Straßenbild von Athen. Sie suchen dort Zuflucht, nachdem die griechische Regierung angefangen hart, die Inseln zu räumen. Viele sitzen zwischen allen Stühlen. Migrant*innen, die keinen Asylantrag stellen, können keinen Platz in einem der Aufnahmezentren in Anspruch nehmen. Häufig landen sie in der Drogenkriminalität oder in der Prostitution.

Bosnien: Videointerviews mit Migranten an der Grenze zu Kroatien

Kurz nach der Räumung des provisorischen Lagers in Vučjak, Bosnien Herzegowina sind Aktivist*innen von Zic.it nach Bihać gefahren und haben dort vor allem junge Migranten angetroffen, die täglich versuchen, über die Grenze nach Deutschland, Italien, England, Frankreich oder Spanien zu gelangen. In den Interviews berichten sie von ihren Erfahrungen bei dem Versuch, nach Kroatien zu gelangen. Sie stoßen auf zwei natürliche Grenzen: auf der einen Seite den Gebirgspass in der Nähe der Stadt Bihać, und auf der anderen Seite den Flussübergang in der Nähe von Velika Kladuša, einer Stadt an der nördlichen Grenze von Bosnien.

„Europäische Werte“

Beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, sind auch dieses Jahr wieder mehr Flüchtlinge zu Tode gekommen als auf jeder anderen Fluchtroute überhaupt. Von den 3.170 Menschen weltweit, die seit dem 1. Januar 2019 auf der Flucht ihr Leben verloren, starben 1.246 auf dem Weg aus Nordafrika in die EU – fast doppelt so viele wie auf der berüchtigten Fluchtroute aus Lateinamerika in die USA (659).

„Sea-Watch 3 ist frei: Sea-Watch gewinnt Berufungsprozess vor dem italienischen Zivilgericht“

Sea-Watch hat die Berufung vor einem italienischen Zivilgericht gegen die unrechtmäßige Beschlagnahmung seines Schiffes Sea-Watch 3 gewonnen, welches seit Ende Juni in Italien festsaß. Das heutige Urteil bestätigt nicht nur die fehlende rechtliche Grundlage für das Festsetzen des Schiffes, sondern die politische Motivation dahinter.