Niger: US-Basis für bewaffnete Sahel-Drohnenflüge verzögert sich

Der Bau der US-amerikanischen militärischen Drohnenbasis bei Niamey im Niger verzögert sich um ein halbes Jahr und soll erst in Mitte 2019 als Start- und Landeplatz bewaffneter Drohnen über Libyen, Mali, Niger und dem Tschad genutzt werden können, wie eine algerische Nachrichtenagentur unter Berufung auf Air Force Times meldet. Dann sollen auch alle laufenden US-Drohnenprogramme, die bereits jetzt von Niger aus die Sahelzonen überziehen, dort konzentriert werden. Der Bau der Basis soll 100 Mio. Dollar kosten.

G5 Sahel in wachsenden Schwierigkeiten

Die internationale Militärintervention unter dem Namen G5 Sahel sieht sich wachsenden Schwierigkeiten gegenüber. Nun versucht Frankreich, G5 Sahel über den UN-Sicherheitsrat unter den UN-Schirm zu stellen und dadurch noch weiter zu internationalisieren. Die G5 Sahel Initiative ist vor zwei Jahren stockend gestartet. Aber sie ist bislang weder mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet (zugesagt waren 415 Mio. Euro, aber es fehlen noch 199,5 Mio. Euro), noch stellt sie ihre operationellen Fähigkeiten unter Beweis.

Niger: Italienischer Militäreinsatz gegen Migration

Im Januar 2018 hatten die Bewegung 5 Stelle (M5S) noch gegen den italienischen migrationsbekämpfenden Militäreinsatz im Niger gestimmt und die Lega sich enthalten. Doch nach Regierungsantritt haben sie sich bemüht, die Blockade des Einsatzes aufzuheben, und jetzt erfolgt die Aktivierung der italienischen 470 Militärs im Niger. Konkret sollen nigrische Soldaten für die Migrationsbekämpfung ausgebildet und bei der Patrouille der Grenzen unterstützt werden.