Reportage von der türkisch-iranischen Grenze

Während tausende Geflüchtete im Grenzgebiet am Evros noch immer von türkischem Militär in Richtung Grenze getrieben und von griechischen Soldaten und Grenzschützern gewaltsam zurückgedrängt werden, spielt sich im Osten der Türkei, an der Grenze zum Iran, ein weiteres Drama ab, das nur wenig Beachtung findet. Aus dem Iran schicken Schmuggler mit Unterstützung korrupter türkischer Grenzsoldaten Flüchtende aus dem Iran, Pakistan, Bangladesch und vor allem Afghanistan über die verschneiten Bergpässe. Viele überleben die Strapazen nicht, die die Route ihnen abverlangt.

FRONTEX, No Rescue: Situation an Evros und Ägäis

Vorab ein bedrückender Film von Giorgos Christides und Andreas Evelt (Video). Spiegel Online | 01.03.2020 Dann die Tagesschau von heute: Wegen der Öffnung der türkischen Grenzen zur Europäischen Union schickt die EU-Grenzschutzbehörde Verstärkung nach Griechenland. Auf Bitten des Landes habe

Griechenland: Gestrandet in Athen, Ort des Schreckens für vertriebene Flüchtlinge

Obdachlose Migrant*innen prägen mehr und mehr das Straßenbild von Athen. Sie suchen dort Zuflucht, nachdem die griechische Regierung angefangen hart, die Inseln zu räumen. Viele sitzen zwischen allen Stühlen. Migrant*innen, die keinen Asylantrag stellen, können keinen Platz in einem der Aufnahmezentren in Anspruch nehmen. Häufig landen sie in der Drogenkriminalität oder in der Prostitution.

Agadez: Vom Drehkreuz zur Sackgasse

Lange Zeit galt Agadez als eines der letzten Nadelöhre für subsaharische Migrant*innen Richtung Nordafrika und Europa. Die Einwohner*innen der Stadt, auch viele Zugezogene, lebten über Jahrhunderte hinweg von Dienstleistungen für Menschen auf der Durchreise: Händler*innen, Tourist*innen und zuletzt eben Migrant*innen. Doch die Funktion eines Drehkreuzes hat die Stadt weitgehend eingebüßt.