Algerien, Oran: Schiffskatastrophe, Brand, 20 Vermisste

Nach dem Ausbruch eines Brands auf einem Flüchtlingsschiff 50 Seemeilen vor Oran hat ein Frachter 9 Überlebende, zum Teil schwer verletzt, retten können. 20 Boat-people werden vermisst. Das Flüchtlingsboot befand sich auf dem Weg nach Spanien.

Sea Watch rettet 33 Boat-people im zentralen Mittelmeer

Auch die Seenotrettungs-NGO „Sea Watch“ hat Boat-people an Bord genommen – 33 Personen, und fordert das Anlanden in einem sicheren Hafen. Mit den neuen Rettungsaktionen wird das aktuelle Schweigen über Boat-people und die Todeszone im zentralen Mittelmeer durchbrochen.

Open-Arms-Gerettete nach Algeciras – Sechs Tage Fahrt

Die über 300 Geretteten dürfen von der Seenotrettungs-NGO „Open Arms“ nicht nach Italien oder Malta gebracht werden. Diese EU-Staaten verweigern die Anlandung. Die spanische Regierung sagte zu, allerdings benannte sie als Anlegehafen Algeciras bei Gibraltar – einen entlegeneren westeuropäischen Mittelmeerhafen gibt es nicht. Mit 6 Fahrttagen muss gerechnet werden.

„311 Gerettete sollten Weihnachten nicht auf See verbringen müssen!“

Trotz winterlicher Bedingungen versuchen nach wie vor Menschen, dem Bürgerkriegsland Libyen auf der gefährlichen Route durch das zentrale Mittelmeer zu entkommen. Die „OPEN ARMS“, Teil der #United4Med-Flotte, der auch Sea-Watch angehört, hat am 21. Dezember 313 Menschen in 3 Rettungseinsätzen gerettet und wartet nun auf Anweisungen, wo diese an Land gehen sollen.

„Im Mittelmeer sterben sie immer noch, aber es gibt niemand, der es wahrnimmt“

Open Arms und Sea Watch sind die letzten NGOs, die im zentralen Mittelmeer im Moment aktiv sind. Bei einer Pressekonferenz hat ein Sprecher der spanischen NGO die Situation mit folgenden Worten charakterisiert: „Im Moment gibt es keine Koordination der Rettungsmaßnahmen und selbst die Handelsschiffe vermeiden die Route, um es nicht auf eine Kraftprobe dei den ...

Desperate and Dangerous: Report on the human rights situation of migrants and refugees in Libya

The report “published jointly by the UN Support Mission in Libya (UNSMIL) and the UN Human Rights Office, covers a 20-month period up to August 2018, and details a terrible litany of violations and abuses committed by a range of State officials, armed groups, smugglers and traffickers against migrants and refugees.

Proteste im Sudan

Im Sudan protestieren tausende Menschen wegen wirtschaftlicher Probleme des Landes. In zwei Städten wurde der Ausnahmezustand verhängt. Mindestens zwei Menschen starben. Die Proteste gehören zu den größten seit 2013.

Schiffbruch zwischen Spanien und Marokko: 12 Tote und 12 Vermisste. 33 Überlebende

Auf der Passage Nador (Marokko) – Almería sind mindestens 11 Boat-people umgekommen. Sie befanden sich noch an Bord eines Flüchtlingsschiffs mit 33 Überlebenden, heute morgen. Drei weitere Flüchtlingsboote werden in der Meeresgegend noch gesucht.

Marokkos Jugend ohne Zukunft: „Ihr habt eine Generation zerstört“

Drei Ausbildungen und trotzdem keinen Job: So sieht der Lebenslauf vieler junger Menschen in Marokko aus. Arbeitslosigkeit und ein schlechtes Bildungssystem lässt sie auf die Straße gehen. Vom wirtschaftlichen Wachstum des Landes profitieren sie nicht.

Marokko lässt protestieren: EU-Abschottungsgelder nicht angekommen

Aus der spanischen Regierung werden Proteste der marokkanischen Regierung an die EU weitergegeben: Die Gelder aus dem EU-Treuhandfonds Afrika für die marokkanische Abschottung im laufenden Jahr, am 14.12.2018 von der EU-Kommission öffentlich auf 148 Mio Euro beziffert, sind bisher nicht geflossen. In den Tagen zuvor hat die marokkanische Regierung bekannt gegeben, dass die marokkanische Marine ...

Ägypten und Tunesien lehnen ‚Ausschiffungsplattformen‘ ab

Die EU will, dass die nordafrikanischen Länder die Boat-people stoppen. Die Spaltung über den Migrationspakt, über den am Mittwoch in der UNO abgestimmt wird, hat jedoch die Zusammenarbeit erschwert.

„Sea-Eye“ will watch over international waters off the Libyan coast over Christmas

Sea-Eye has sent out the German research vessel “Professor Albrecht Penck” to the Mediterranean on 1st of December. In the night to Friday (14.12.2018) the ship reached its port of destination in Algeciras.

Ägypten: „Schmutziger Krieg“

Unter dem Vorwand der Bekämpfung islamistischer Aufständischer geht das Regime in Ägypten rücksichtslos gegen jedwede Opposition vor – Regierungskritiker werden inhaftiert, gefoltert und ermordet

Sizilien: Mindestens 7.700 tunesische Migrant*innen seit Juni 2017 unbemerkt gelandet

Tunesische Migrant*innen landen fast täglich unbemerkt an den Küsten Siziliens, in diesem Jahr selbst in den Wintermonaten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Palermo haben zwischen Juni 2017 und Oktober 2018 mindestens 7.700 Migrant*innen die Überfahrt von Tunesien nach Sizilien geschafft, ohne dass sie von den Sicherheitskräften registriert wurden. Beweis für ihre Ankunft sind Dutzende ...

Spanien: 11.000 Marokkaner*innen angekommen, Abschiebungen stocken

Im laufenden Jahr sind 10.816 Marokkaner*innen nach Spanien migriert, zum größten Teil als Harragas. Im Vergleich zu 2017 hat sich diese Zahl verdoppelt, im Vergleich zu den Vorjahren sogar verzehnfacht. Die angekommenen Marokkaner*innen stellen in 2018 nach Herkunftsnationalität den größten Anteil der diesjährigen nach Spanien Immigrierten dar (21,4% von 53.382 Personen). Die Rückübernahmen verlaufen langsam, entsprechend ...

Marokko erhält von EU 148 Mio Euro in 2018

Für das Abfangen von Boat-people auf dem Weg nach Spanien, für die vorverlagerte Bewachung der EU-Zäune von Ceuta und Melilla sowie für die Razzien und Abschiebungen von Transitgeflüchteten erhält Marokko im laufenden Jahr 148 Mio. Euro aus dem EU-Treuhandfonds Afrika. Ob unter anderen Titeln weitere Mittel für die Abschottung in Marokko fließen, ist nicht ausgeschlossen.

„Das Geschäft mit den Flüchtlingen: Endstation Libyen“

Wenn sie aufgegeben haben, besteigen sie die Flugzeuge. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) transportiert verzweifelte Flüchtlinge und Migranten zurück in ihre Heimatländer – den Senegal, Niger oder Nigeria. Es ist die Rettung vor dem sicheren Tod und gleichzeitig ein Flug zurück in die Hoffnungslosigkeit.

Keine Gelben Westen in Ägypten

Aus Angst vor Protesten wie in Frankreich hat Ägypten den Verkauf gelber Warnwesten beschränkt. Nach Berichten aus Kairo ist für einen entsprechenden Bezug die Genehmigung der Behörden erforderlich.

Spanien: Mind. 535 Boat-people angekommen – manche direkt angelandet

Am letzten Wochenende sind mindestens 535 Boat-people in Andalusien angekommen, zum Teil aus Marokko, zum Teil wohl aus Algerien. Maghrebiner*innen gelang die Meerespassage wiederum bis direkt an den Strand der Stadt Cadiz, wo manche allerdings aufgespürt wurden. Bemerkenswert ist, dass 37 Transitgeflüchtete auf die Islas Chafarinas fuhren, die nur 3 km vor der marokkanischen Küste ...

Frontex soll „vertrauliche Sicherheitsinformationen“ an libysche Küstenwache weitergeben

Die EU-Grenzagentur hat ihre Überwachungsfähigkeiten massiv verstärkt. Damit diese Informationen besser genutzt werden, sollen sie jetzt an die libysche Küstenwache fließen. Rechtlich ist dies nicht möglich, Frontex drängt deshalb auf die Erneuerung entsprechender Verordnungen. Die Marine in Libyen nutzt indes eine Gmail-Adresse.