31. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko 1932 – 1973 – 2017 · Kategorien: Marokko · Tags:

Zum islamischen Fest Aid Al Adha im Jahr 1973 hat der marokkanische Staat unter König Hassan II. 16 Gefangene erschiessen lassen und eine mörderische Welle über Linke, neue Eliten und die bäuerliche Bevölkerung in einem linken Guerilla-Fokus im Mittleren Atlas folgen lassen. In den frühen 1970er Jahren war die marokkanische Linke bereits transnationalisiert, sie hatte Rückzugsgebiete, Unterstützungen und Ausbildungsorte in Spanien, Frankreich, Belgien, Libyen sowie Palästina. Die Repression 1973 erfolgte in Mittäterschaft der französischen Regierung.

Aus derselben Region im Mittleren Atlas war Anfang der 1930er Jahre der wichtigste bewaffnete Aufstand gegen den französischen Kolonialismus erfolgt. 2017 waren fast alle Jugendlichen der Anschläge in Barcelona und Umgebung mit Herkunftsfamilien aus eben dieser Region im Mittleren Atlas verwandtschaftlich verbunden. Größtenteils waren sie dort geboren, sind aber allesamt in Spanien aufgewachsen.

Diese Region im Mittleren Atlas gehört noch heute zum ärmsten Gebiet Marokkos. In den 2000er Jahren bildeten sich dort Protestbewegungen gegen die ausserordentlich hohe Kindersterblichkeit und gegen das Sterbenlassen im Mittelmeer. Die Gegend zwischen dem Mittleren Atlas und der Stadt Khouribga wurde damals wegen der zahlreichen Tode von Harragas aus der Region das „Dreieck des Todes“ genannt. Die politische Linke hat auch dort fast alles Terrain verloren.

Weiterlesen »

31. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Never again without a home“. 15k people parade in Rome · Kategorien: Italien · Tags:

DINAMOpress | 29.08.2017

An impressive demonstration marched through the streets of Rome in answer to last weeks’ evictions. Refugees and Italians marching side by side for the right to a house, dignity and for an open and supportive city. The institutions are postponing a negotiating table and the refugees remain in a permanent sit-in near to Piazza Venezia.

When the long snake-shaped parade narrowed its way down Via Cavour, the perception of the impressiveness of the protest becomes clear to everyone: at least 15 thousand people, maybe even more. On the lead, the Eritreans and Ethiopians evicted from the building in Via Curtatone and protagonists of fraught days of struggle and resistance. Many women, both on the first row and on the microphone. A little further back, the wide segment of the housing movement led by the banner “Housing struggle has no borders”. Following, the squatted social centres, the associations, the RomeDecides network, the organized migrant workers of the USB union and a wide number of supportive people who, from all over the city, decided to participate to the march and show solidarity to the homeless. By the end of the rally, even a Franciscan monk in his tunic has been spotted and cheered from the microphone.

Weiterlesen »

31. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Lesvos : A group of 50 Afghan refugees occupied Lesvos’ historic Sappho Square · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

No Border Kitchen Lesvos | 30.08.2017

  • Afghan asylum seekers‘ occupation of Sappho Square in Lesvos ends
  • Authorities promise to resolve all cases within two days, or face further action
  • The protesters faced violent night-time attack and abuse from an off-duty Moria prison guard

On Wednesday 28 August, a group of 50 Afghan refugees occupied Lesvos’ historic Sappho Square, saying they will never return to Moria prison camp. After three days of struggle, police have promised to meet their demands by issuing their asylum decisions within two days.

The protesters have faced threats and harassment from the Greek police, and violence and abuse from off-duty Moria prison guards, but vowed they would not leave until they are given a decision on their asylum cases or transferred to Athens.

Weiterlesen »

31. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Rif Unruhen: Bis zu 20 Jahre Haft · Kategorien: Marokko · Tags: ,

bladi.net | 31.08.2017

Un militant du Hirak condamné à 20 ans de prison

La relative accalmie que connaît le nord du Maroc ne l’est pas du côté de la justice qui vient de condamner lourdement des militants du Hirak.

Neuf personnes étaient jugées hier au tribunal de première instance d’Al Hoceima, dont Jamal Oulad Abdennabi, qui vient d’être condamné à une peine de 20 ans de prison pour avoir mis le feu à une résidence de la police à Imzouren le 26 mars dernier, rapporte le site la Dépêche, qui rappelle qu’il avait été arrêté le lendemain de l’incendie en compagnie de plusieurs activistes.

Weiterlesen »

27. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Abschiebung nach Afghanistan: Tragisch und skandalös“ · Kategorien: EU, Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Frankfurter Rundschau | 26.08.2017

In Afghanistan steigt jährlich die Zahl der Anschläge, der Gefechte und der Toten. Dennoch will die Bundesregierung wieder abgelehnte Asylbewerber an den Hindukusch schicken. Das ist skandalös.

Andreas Schwarzkopf

Während in Kabul Bewaffnete beim Freitagsgebet in eine Moschee eindrangen und Gläubige töteten und verletzten, kommt die Bundesregierung in Berlin zu dem Schluss, man könne abgelehnte Asylbewerber wieder in das Land am Hindukusch abschieben. Ersteres ist tragisch, Letzteres skandalös.

Der vorläufige Abschiebestopp darf nicht ausgesetzt werden. Schließlich steigt in Afghanistan jährlich die Zahl der Anschläge, der Gefechte und der Toten.

Weiterlesen »

10. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Refugees call for protests against the limitation of family reunifications from Greece to Germany · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

w2eu | 10.08.2017

After a protest which took place on August 2nd, 2017 in front of the German Embassy, more and more refugee families are uniting to demand their immediate transfer to Germany. On August 7th they continued their struggle with dozens of families in the Himalaya offices, the only travel agency responsible to issue them tickets and tomorrow, on Thursday 10th of August 2017, they will protest again in front of the Greek Asylum Service in Katekhaki.

Weiterlesen »

07. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Tunesische Fischer verhindern Anlegen der Rassisten in Zarzis · Kategorien: Tunesien · Tags:

L’Obs | 07.08.2017

„Non aux racistes !“ : des pêcheurs tunisiens bloquent le navire des identitaires antimigrants

Le groupuscule d’extrême droite ambitionne de „repousser les migrants vers l’Afrique“. Mais il n’a pu approcher du port de Zarzis en Tunisie. Un nouveau revers pour l’expédition „Defend Europe“.

C’est un nouveau revers dont Génération Identitaire ne s’est guère fait l’écho sur les réseaux sociaux. Le C-Star, leur navire destiné à repousser vers l’Afrique, les embarcations de migrants, a été empêché d’approcher les côtes de Zarzis en Tunisie. Et pour cause : une intense mobilisation des pêcheurs de ce port du sud du pays ont uni leurs forces, entre dimanche 6 et lundi 7 août pour faire fuir ces militants d’extrême droite. En colère, ils avaient déployé des banderoles „Non aux racistes“, et avaient prévenu :

„Comment ? Nous, laisser entrer des racistes ici ? Jamais.“

Weiterlesen »

06. August 2017 · Kommentare deaktiviert für „Schäm dich, Europa!“ · Kategorien: Italien, Mittelmeer · Tags: , ,

Sea Eye  | 06.08.2017

Von Michael Buschheuer, Vorsitzender von Sea-Eye e.V.

Die Iuventa wurde kürzlich von italienischen Sicherheitskräften festgesetzt und kann seitdem nicht mehr auf Rettungseinsätze fahren.

Die Vorwürfe gegen sie wiegen schwer, und alle Welt will nur noch wissen, ob sie im Herbst 2016 einen Fehler gemacht hat, oder ob sie mit den Behörden kooperiert hat oder nicht.

Was die Welt nicht wissen will ist, dass ihre Abwesenheit von der Rettung Tote nach sich zieht.

Was die Welt jetzt nicht interessiert, dass sie Abertausende gerettet hat, während andere weggesehen haben.

Weiterlesen »

05. August 2017 · Kommentare deaktiviert für C-Star: Nein zum Anlegen in Nordafrika! · Kategorien: Ägypten, Algerien, Libyen, Tunesien · Tags:

[Dt] [Fr] [Ar] [En] [Gr] [It]

infoLibertaire.net | 05.08.2017

Pressemitteilung des Nord-Afrika-Kollektivs gegen das Rassisten-Schiff C-Star:

NEIN ZUM LANDEN AN UNSEREN KÜSTEN UND ZU IHRER PROPAGANDA-OPERATION 

Wir kämpfen gegen deren „Besuch“ und gegen ihre Propaganda-Operation.
Das Schiff C-Star, das von der rechtsextremen europäischen Kampagne namens „Defend Europe“ gechartert wurde, hat am 07. Juli den Hafen von Djibouti zu einer Fahrt über das Mittelmeer verlassen.

Was sind die Ziele dieser faschistischen Organisation?

Bootsflüchtlinge zurück an die libysche Küste zu bringen, wo viele von ihnen unter den unmenschlichsten Bedingungen leben müssen; die Arbeit von NGOs und Rettungsmaßnahmen zu behindern, was die Reisenden in höchste Lebensgefahr bringt; und natürlich um möglichst laut auf sich selbst aufmerksam zu machen.

Ihre Sprache ist durchsetzt von rassistischer Ideologie und voller Wahnvorstellungen, hinter ihrer scheinheiligen Vorgabe, Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten zu wollen, geht es ihnen darum, eine vermeintliche „Massen-Migrations-Welle“ zu verhindern, während Europa sich selbst hinter Mauern verbarrikadiert, die Visa-Praxis zu einem entwürdigenden Prozess macht und nur einen sehr kleinen Teil an Menschen Willkommen heißt bzw. überhaupt toleriert.

Mit ihren „Stay at Home“-Bannern bekämpfen sie diejenigen, die keine Möglichkeiten haben, sich frei bewegen zu können noch über irgendwelche Ressourcen verfügen.

Darum geben wir ihnen ihren Slogan zurück: „Defend Europa, geht nachhause, ihr seid nicht Willkommen hier!“

Wir rufen zu einer massiven Mobilisierung auf um sie daran zu hindern, irgendwo anzulegen, bzw. in territoriales Gewässer einzudringen, mit den Besatzungen zu kommunizieren oder zu verhandeln: Zivil-Gesellschaft, jeder Diensttuende, Seeleute, Küstenwache, Segelschiff-Kapitäne, alle Parteien und Gruppen, die in Nord-Afrika aktiv sind. Dieses Schiff ist ernsthaft dabei sich der Küste Libyens und Tunesiens zu nähern.

In Griechenland, auf Zypern, auf Sizilien oder in Ägypten haben Bürger und anti-rassistische Gruppen sie bereits daran gehindert, anzulegen und haben ihre Propaganda entlarvt.
Lasst uns dasselbe machen!

„Defend Europe“ – geht nachhause!

Weiterlesen »

26. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die Wut ist entfacht“ · Kategorien: Deutschland, Lesehinweise · Tags: , , ,

derFreitag | 26.07.2017

Kapitalismus In den Krisenjahren haben sich zwei Formen des Widerstands entwickelt

Niels Boeing

Hamburgs G20-Tage markieren eine Zäsur. Auf den polizeilich erst verordneten und dann durchgeprügelten Ausnahmezustand folgt ein Backlash, den man in der immer noch relativ liberalen Bundesrepublik nicht erwarten konnte. Der Riot in der Schanze am 7. Juli hat einen regelrechten Volkszorn angestoßen. Die Stadt droht unverhohlen der gesamten außerparlamentarischen Linken mit Räumung, während Stadtteilzentren, Clubs, Buchverlage und andere linke Akteure mit Rachefantasien bombardiert werden. Selbst in der politischen Mitte heißt der Schlachtruf in Anlehnung an den Münchner Soziologen Armin Nassehi: „Eine Linke braucht es nicht mehr.“

Der medial angeheizte Aufschrei erinnert die heute ältesten Protestjahrgänge an die Hetze nach dem Schahbesuch von 1967. Es geht um Abrechnung. Die globalisierungskritische Linke habe sich erledigt oder sei endlich zu erledigen. Nichts könnte falscher sein. Was in Hamburg sichtbar wurde, ist zuerst, dass der Gipfelprotest nicht einfach eine Neuauflage der Proteste von Seattle 1999 oder Genua 2001 war. Was diese Proteste oder auch den von Heiligendamm 2007 von den jetzigen trennt, ist zum einen die Finanzkrise von 2008 mit ihren Folgen, zum anderen das inverse Panoptikum der sozialen Netzwerke.

Weiterlesen »

Seite 2 von 9512345...102030...Letzte »